Sidney-Hinds-Park
SPD sieht Anregungen nicht berücksichtigt

Ahlen -

Einstimmig brachte der Betriebsausschuss am Dienstagnachmittag die Umgestaltung des Sidney-Hinds-Parks auf den Weg. Doch die SPD vermisste in der Abstimmungsvorlage einige Punkte.

Mittwoch, 22.05.2019, 17:00 Uhr
Der Bahnhofsvorplatz in früherer Blütenpracht: Die freie Zugänglichkeit des heutigen Sidney-Hinds-Parks für Besucher, die aus dem Bahnhof kommen, würden sich einige Politiker wünschen. Doch aus verkehrstechnischer Sicht komme heute nur noch eine seitliche Öffnung infrage, heißt es aus der Verwaltung.
Der Bahnhofsvorplatz in früherer Blütenpracht: Die freie Zugänglichkeit des heutigen Sidney-Hinds-Parks für Besucher, die aus dem Bahnhof kommen, würden sich einige Politiker wünschen. Doch aus verkehrstechnischer Sicht komme heute nur noch eine seitliche Öffnung infrage, heißt es aus der Verwaltung. Foto: Archiv

Aufwertung des Sidney-Hinds-Parks? Dagegen hatte im Betriebsausschuss niemand etwas einzuwenden. Das Konzept, das in einem ersten Aufschlag bereits vorgestellt worden war, fand am Dienstagnachmittag ein einstimmiges Echo.

Aber: Die kritischen Aspekte, die von SPD-Seite bei der Erstpräsentation der Pläne vorgebracht wurden, finden sich in der aktuellen Verwaltungsvorlage nicht wieder. „Warum wurde das nicht eingearbeitet?“, fragte Karl-Heinz Meiwes und nannte erneut die konkreten Ansatzpunkte seiner Fraktion. „Uns ist die geplante Breite der Wege zu schmal. Wenn da in Zukunft Gruppen auf den Bänken sitzen, stolpern Passanten ja über ihre Füße“, verdeutlichte er. Eine „gewisse Großzügigkeit der Anlage“ passe doch viel mehr zu einem Bahnhofsvorplatz, der wieder zur Visitenkarte der Stadt werden will, so Meiwes. Darüber hinaus forderten die Sozialdemokraten mehr Sitzgelegenheiten als auf dem Schaubild skizziert sind.

Arne Engelbrecht (FWG) fragte außerdem, ob man nicht wieder den direkten Zugang zum Sidney-Hinds-Park öffnen sollte, wie er früher möglich war, wenn man aus dem Bahnhofsgebäude in die Stadt kam. Bernd Döding , Leiter der Ahlener Umweltbetriebe, verwies hier jedoch auf gestiegene Anforderungen an die Verkehrssicherheit.

Karl-Heinz Jonscher (CDU) erinnerte daran, dass vor einigen Monaten bereits angeregt wurde, die Altstadtlaternen vom Marktplatz, die im Zuge der Modernisierung durch Stableuchten ersetzt wurden, im Sidney-Hinds-Park wiederzuverwenden. Schließlich seien diese noch völlig intakt. Döding konnte sich an eine solche Anregung jedoch nicht erinnern. „Davon weiß ich nichts“, sagte er. Es müsse abgeklärt werden, ob und wo die Laternen eingelagert wurden.

So soll der Park auf dem Bahnhofsvorplatz nach Vorstellung der Verwaltung aussehen.

So soll der Park auf dem Bahnhofsvorplatz nach Vorstellung der Verwaltung aussehen. Foto: Stadt Ahlen

Bei der Abstimmung über die Umgestaltung waren sich die Fraktionen letztlich einig. Sie erteilten dem Vorhaben per Handzeichen die Zustimmung. Wie berichtet, gilt die Parkanlage als erneuerungsbedürftig und nicht durchweg barrierefrei. Unter anderem ist der derzeitige Gehwegbelag für Rollator-Benutzer und Rollstuhlfahrer nur bedingt praktikabel, der jetzige Belag sehr pflegeintensiv. „Die Gehwegbreiten sollen auf ein notwendige Maß reduziert werden, die verbleibenden Flächen kommen nach der Umgestaltung den Grünflächen zugute“, erläuterte Bernd Döding noch einmal. Auf Bahnhofsseite soll die jetzige Wegeführung bestehen bleiben. Lediglich die Wegebeziehung über den ehemaligen Judenfriedhof soll zugunsten einer einseitigen Begehbarkeit von Westen aufgegeben werden.

Darüber hinaus, so Döding, bestehe die Möglichkeit, die mittelalterliche Wehranlage nachzuempfinden und somit den Bürgern die geschichtliche Entwicklung plastisch aufzuzeigen. „Es ist die einzige Stelle, an der man den alten Stadtgraben noch für nachfolgende Generationen sichtbar machen kann“, betonte er. Die ehemalige Wehranlage sei im Park nicht überbaut und könne somit mit wenig technischem Aufwand wieder exemplarisch rekonstruiert werden.

Die Umsetzung der Pläne soll in der zweiten Jahreshälfte 2019 beginnen, gab Döding am Ende bekannt.

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