St.-Franziskus-Hospital
Gute Geister für die Patienten

Ahlen -

Mal ein Spaziergang, mal eine Besorgung, mal ein Gespräch: Die christliche Krankenhaushilfe ist außerhalb von Pflege und Therapie für Patienten da. Das Team würde sich über Verstärkung freuen.

Donnerstag, 23.05.2019, 15:52 Uhr aktualisiert: 23.05.2019, 17:30 Uhr
Das gehört auch zur christlichen Krankenhaushilfe: der Jahresausflug. Diesmal ging es für die Frauen nach Paderborn, wo unter anderem eine Domführung auf dem Programm stand.
Das gehört auch zur christlichen Krankenhaushilfe: der Jahresausflug. Diesmal ging es für die Frauen nach Paderborn, wo unter anderem eine Domführung auf dem Programm stand. Foto: Peter Schniederjürgen

„Wir haben Zeit für die Patienten“ – das könnte die Losung der rund 20 Mitarbeiterinnen der christlichen Krankenhaushilfe sein. Sie kümmern sich um das Wohl kranker Menschen im St.-Franziskus-Hospital außerhalb von Therapie und Pflege. Sie hören zu und sorgen für Abwechslung. Am Mittwoch stand ihr Jahresausflug nach Paderborn an, dort wartete eine Domführung auf die reine Damenmannschaft.

Aber: „Das wollen wir gar nicht sein, ein reines Frauenteam“, sagt Koordinatorin Helena Overhage . Die Krankenhaushilfe habe Nachwuchssorgen und ein Männerproblem: „Nicht mit Männern, sondern weil wir keine dabei haben“, schmunzelt die Koordinatorin. Es sei zwar keine leichte Arbeit, die sie und das Team leisten, doch eine, die sehr viel zurückgibt. Einige Mitglieder seien schon über 20 Jahre dabei.

„Natürlich muss man auch schon was wegstecken können“, bestätigt Barbara Lehmenkötter. Denn die Frauen haben auch schwierige Fälle auf ihren Runden über die Stationen. Hier sorgen sie eigentlich für alles außerhalb dessen, was das Haus leistet. Luise Roth umreißt die Bandbreite der Tätigkeit, die vom Besorgen von Lesestoff oder Wasser übers lockere Gespräch und das intensive Zuhören bis zur Spaziergangbegleitung reicht. Oder bis zur Unterstützung, wenn‘s wieder nach Hause geht: Werner Lenz steht kurz vor der Entlassung. Der 82-Jährige ist froh, den Krankenhausaufenthalt bald hinter sich zu haben. Jetzt gibt es noch ein Gespräch über die Entlassformalitäten. Hier hilft Helena Overhage gern.

Helena Overhage und Werner Lenz besprechen die anstehende Entlassung.

Helena Overhage und Werner Lenz besprechen die anstehende Entlassung. Foto: Peter Schniederjürgen

Die Krankenhaushilfe ist für alle Patienten da. Von Montag bis Donnerstag sind die Frauen meist morgens im Foyer des Haupthauses, auf einer Station oder in der Kinderklinik unterwegs. Sie helfen nötigenfalls beim Essen oder gehen mit zu Untersuchungen, sie vermitteln Kontakt zu Angehörigen und erledigen auch schon Besorgungen außerhalb des Krankenhauses.

Aus Hygienegründe tragen die engagierten Frauen auf den Stationen einen Kittel mit Namensschild. Im Foyer sind sie in „zivil“ unterwegs. „Damit wollen wir die Hemmschwelle senken, uns anzusprechen“, erklärt Anne Schneider.

Einmal im Monat kommt das Team zum Austausch bei Kaffee und Kuchen zusammen. Meist gibt es dann auch noch einen Vortrag. Denn die Tätigkeit erfordert neben Empathie auch immer wieder neues Wissen. Dazu kommen Fortbildungen – zum Beispiel zum Umgang mit Demenzpatienten.

Die christliche Krankenhaushilfe freut sich über Verstärkung. Wer Interesse an hat, kann sich unter Telefon 85 80 melden.

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