Lesung in der Stadtbücherei
Erneute Chance für „Ein weiter Weg“

Ahlen -

Bei der ersten Lesung des Buchs „Ein weiter Weg – Von Königsberg bis nach Ahlen“ von Hildegard Offele-Aden mussten einige Interessierte aus Platzmangel wieder gehen. Jetzt gab es einen zweiten Termin.

Montag, 27.05.2019, 16:32 Uhr aktualisiert: 27.05.2019, 17:14 Uhr
Autorin Hildegard Offele-Aden (r.) und Ute Plath. Die Fluchtgeschichte der Plaths ist Grundlage des Buchs.
Autorin Hildegard Offele-Aden (r.) und Ute Plath. Die Fluchtgeschichte der Plaths ist Grundlage des Buchs. Foto: Peter Schniederjürgen

Den Sturz aus der heilen Kinderwelt im ostpreußischen Königsberg hinein in die Flucht und die Wirren des Kriegsendes bis zur Ankunft in Ahlen mit den Jahren des Wiederfußfassens in einer neuen Heimat erzählte am Sonntag Hildegard Offele-Aden in der Stadtbücherei. Sie las aus ihrem Buch „Ein weiter Weg – Von Königsberg bis nach Ahlen“.

Vieles, was sie in ihrem Buch verarbeitete, hatte die Autorin in den Tagebüchern von Ute Plaths Mutter gefunden. Die hatte für ihre Kinder die Tagebücher geführt.

Bilder bereicherten die Lesung und gaben einen sehr lebendigen Eindruck von der Hauptstadt Ostpreußens. Sie erzählten von den Badeferien an der Ostsee und den Schlittentouren im strenge Winter jenseits der Oder.

Mit vereinzelten Bombenangriffen aber hatte begonnen, was später in der überhasteten Flucht aus der fast vollständig von der Roten Armee eingeschlossenen Stadt endete. Was sich zum Teil für die Kinder wie ein Abenteuer anfühlte, wandelte sich ganz schnell in traumatische Erlebnisse. Sicher mehr als einmal kratzte diese Flucht an der Grenze der Lebensgefahr.

„Dies ist bereits die zweite Lesung. Damit erfüllen wir ein Versprechen, das wir damals bei der Premiere im Heimatmuseum gegeben haben“, hatte VHS-Leiterin Nadine Köttendorf zuvor die knapp 40 Zuhörer in der Stadtbücherei begrüßt. Zur Premiere war der Andrang groß gewesen. Einige hatten aus Platzmangel wieder gehen müssen. Für sie gab es am Sonntag die zweite Chance.

Das Buch ist im Anno-Verlag erschienen. Im Anschluss an die Lesung waren die Zuhörer noch zur Gesprächsrunde über ihre Verbindung zu Fluchtgeschichten eingeladen. Thomas „Mötte“ Gerullis und Axel Ronig sorgten für den musikalischen Rahmen.

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