Ferienspiel wieder am Juk-Haus
Mammutstadt 2.0: Digitale Jobvermittlung

Ahlen -

Back to the roots: Die Mammutstadt kommt wieder. Und zwar an ihrem angestammten Platz. Die Ahlener Kinder dürfen sich auf jede Menge Action in ihrer eigenen Stadt freuen.

Mittwoch, 05.06.2019, 15:56 Uhr aktualisiert: 06.06.2019, 12:08 Uhr
Stefan Spreehe, Markus Beckmann, Rena Lohel, Ulla Woltering, Sybille Kordes und Tobias Winopall sind Mammutstadt-erfahren. Sie freuen sich, dass das Ferienspiel wieder am Juk-Haus läuft.
Stefan Spreehe, Markus Beckmann, Rena Lohel, Ulla Woltering, Sybille Kordes und Tobias Winopall sind Mammutstadt-erfahren. Sie freuen sich, dass das Ferienspiel wieder am Juk-Haus läuft. Foto: Peter Schniederjürgen

Die Ferienspiele kehren zurück an den Ort ihrer Entstehung: zum Juk-Haus. „Wir veranstalten jetzt wieder am renovierten und umgebauten Jugend- und Kulturhaus die Mammutstadt“, kündigt Jugendamtsmitarbeiter Markus Beckmann am Mittwoch zusammen mit dem ganzen Orgateam das Spektakel 2019 an. Der Verkauf der Mammutpässe beginnt am heutigen Donnerstag.

Doch was ist die Mammutstadt eigentlich? Viele Kinder kennen dieses Format ja gar nicht, es wurde 2011 letztmalig gespielt. Vom 15. bis zum 26. Juli, ausgenommen am Wochenende, bevölkern 600 Kinder täglich zwischen 10 und 16 Uhr ihre eigene (Mammut)Stadt. Sie leben, spielen und arbeiten dort. 75 Betreuer sorgen dafür, dass alles rund läuft.

Am 8.8.88 habe das Spiel Premiere gehabt, erinnert sich Fachbereichsleiterin Ulla Woltering . Sie war damals noch im ersten Organisationsteam und freut sich, mit den Spielen heute wieder an den „Geburtsort“ zurückzukehren.

Damals wie heute gilt das Konzept einer Stadt mit sozialer Marktwirtschaft. „Die Kinder müssen Geld verdienen, die sogenannten Mammons“, erklärt Sybille Kordes. Damit werden alle Dinge bezahlt, die es in der Stadt gibt – der selbst gemachte Kuchen im Café zum Beispiel. Um Mammons zu verdienen, haben die Kinder Jobs. Davon gibt es viele und deren Vermittlung läuft erstmalig digital. Eine digitale Bewerbung entscheidet mittels eines Algorithmus über die Verteilung der Arbeitsstellen. „Damit wollen wir das gerecht machen“, sagt Stefan Spreehe. Die Jobs reichen von handwerklichen über kreative Bereiche bis zu Altenpflege und Gärtnerei. Die Kinder können auch die Universität besuchen oder auf der Zeche „Mini-Westfalen“ arbeiten. Wer lieber selbstständig sein möchte, kann auch seine eigene Geschäftsidee entwickeln.

In der Mammutstadt gibt es Stadtteile, in denen die Kinder „wohnen“ und sie werden einen Bürgermeister oder eine Bürgermeisterin wählen. Eben alles wir im echten Leben. Auch Fahrten, Tagestouren und Exkursionen sind im Angebot. „Die werden allerdings zum Teil mit Euros bezahlt“, betont Rena Lohel.

Es sei denn, sie haben ein Visum.

Tobias Winopall

Erwachsene – außer die Betreuer – dürfen nicht aufs Gelände. „Es sei denn, sie haben ein Visum“, schmunzelt Tobias Winopall. Oder sie sind bei einer Führung über das große Spielgelände dabei Das umfasst das ganze Areal am, neben und hinter dem Juk-Haus – von Mittrops Hof bis Mammutschule, einschließlich der Parkanlage dazwischen.

Die Kinder sollten mit dem Rad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln kommen. „Die Straße ist von 9 bis 18 Uhr gesperrt und Parkmöglichkeiten sind sehr begrenzt“, bittet Ulla Woltering. Die Busse fahren kostenlos und verbinden alle Stadtteile.

Der Pass kostet für das erste Kind einer Familie 50, für das zweite 40 und das dritte 30 Euro. Erhältlich sind die Pässe in den Schulen, im Bürgerservice im Rathaus, im Juk-Haus, in der Jugendecke Nord und im Jugendzentrum Ost. Teilnehmen dürfen Kinder im Alter von sechs (die erste Klasse muss durchlaufen sein) bis zwölf Jahren sowie Kinder mit Handicap.

Gegen Aufpreis ist ab acht Uhr in der Mammutschule eine Frühbetreuung möglich, die jedoch gesondert gebucht werden muss.

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