Städtische Sekundarschule
Kunstwerke entstehen in der Mittagszeit

Ahlen -

In der Mittagspause künstlerisch tätig sein? Die Sekundarschüler haben Spaß dran. Und die Ergebnisse können sich sehen lassen.

Freitag, 07.06.2019, 11:36 Uhr aktualisiert: 07.06.2019, 16:30 Uhr
Drei große Tonnen sind schon gestaltet. Vielleicht kommen ja noch mal zehn dazu. Die könnten dann für einen guten Zweck versteigert werden. Die Kunstprojekte führt Bahareh Tashakor (r.) durch.
Drei große Tonnen sind schon gestaltet. Vielleicht kommen ja noch mal zehn dazu. Die könnten dann für einen guten Zweck versteigert werden. Die Kunstprojekte führt Bahareh Tashakor (r.) durch. Foto: Ralf Steinhorst

Wie können Schüler ihre Pausen kreativ gestalten? Zum Beispiel mit Kunst. Seit Beginn des Schuljahrs steht die im Mittelpunkt im Übermittagsbereich der Sekundarschule, der in Trägerschaft des Stadtteilforums Süd/Ost mit der Koordinierungsstelle Stadtteilbüro liegt. Das Kunstprojekt hat nun zu einer ersten Ausstellung geführt.

Stadtteilforum-Geschäftsführer Hermann Huerkamp sah bei den Kunstprojekten seine Mitarbeiterin Bahareh Tashakor als treibende Kraft. Die Iranerin, die gelernte Grafikdesignerin und Malerin ist, lebt seit 2014 in Deutschland und hat zuvor in der iranischen Hauptstadt Teheran an verschiedenen Schulen als Kunstlehrerin gearbeitet. „Zu Beginn haben wir nicht gedacht, dass es jemand schaffen könnte“, lobte Hermann Huerkamp Bahareh Tashakar, weil er nicht erwartet habe, dass sich Schülerinnen und Schüler regelmäßig für das Erstellen von Kunstwerken begeistern lassen würden.

Verschiedene Projekte mit unterschiedlichen Kunsttechniken sind schon durchgeführt worden, beispielhaft dafür stehen Kartonmalerei, Betonkneten oder auch Fingermalen. Dabei waren die Themen Herbst und Winter aufgegriffen worden.

Ein weiteres Projekt befasste sich mit dem Bemalen von großen Tonnen, die erst einmal entrostet werden mussten. Drei davon sind schon gestaltet und so gut angekommen, dass sich die Leiterin des Übermittagsbereichs Marianne Engel bemüht, weitere zehn Tonnen zu organisieren. Die könnten dann später für einen guten Zweck versteigert werden.

Fliesen und Spiegel.

Fliesen und Spiegel. Foto: Ralf Steinhorst

An dem Projekt „Fliesen und Spiegel“ haben 15 Jugendliche mitgewirkt. Es entstanden mehrere Mosaikarbeiten, die aus kleinen Fliesen- und Spiegelteilen zusammengesetzt wurden.

Dass sich Hermann Huerkamp beim Teilnahmewillen der Schülerinnen und Schüler irrte, lag zum einen daran, dass alle mitmachen durften. Zum anderen hatten die Jugendlichen aber auch verschiedene Motive. Die einen wollten einmal lernen mit Spiegeln zu arbeiten, die anderen sich einfach mal künstlerisch inspirieren lassen. Auch das künstlerische Zusammenarbeiten reizte sie. Eine Schülerin sah es gar als guten Einstieg für ihren Traumberuf Kunstlehrerin an.

Nicht nur die Schüler kommen auf ihre Kosten, auch Bahareh Tashakor empfindet viel Spaß bei den Kunstprojekten: „Ich möchte mich mit den Schülern weiterentwickeln.“

Für die kommissarische Schulleiterin Elisabeth Beier passen die Projekte gut ins Schulkonzept: „Wenn das hier nicht Talentschule ist, dann weiß ich es auch nicht. . .“ Schließlich wird die Sekundarschule nach den kommenden Schulferien auch offiziell eine vom Land geförderte Talentschule sein.

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