Fridays for Future
Hehre Ziele endlich umsetzen

Ahlen -

Eine kleine, aber entschlossene Gruppe Jugendlicher hat die Fridays-for-Future-Bewegung nun auch nach Ahlen gebracht.

Freitag, 07.06.2019, 16:56 Uhr aktualisiert: 07.06.2019, 18:52 Uhr
Die „Fridays for Future“ sind nun auch in Ahlen angekommen. Etwa 30 Jugendliche versammelten sich am Freitagmittag auf dem Marktplatz, um für den Klimaschutz zu demonstrieren.
Die „Fridays for Future“ sind nun auch in Ahlen angekommen. Etwa 30 Jugendliche versammelten sich am Freitagmittag auf dem Marktplatz, um für den Klimaschutz zu demonstrieren. Foto: Peter Schniederjürgen

Noch überschaubar von der Anzahl her, aber mit dem Ehrgeiz, etwas zu ändern, trafen sich am Freitagmittag zwischen 12 und 13 Uhr auf dem Marktplatz gut 30 Jugendliche, um gegen die – wie sie es formulierten – „Ignoranz der Politik“ in Sachen Klimaschutz zu de­monstrieren. Lasse Meiwes und Luca Schönfeld von der Fritz-Winter-Gesamtschule hatten zum Protest unter dem Motto „Fridays for Fu­ture“ aufgerufen.

„Uns läuft die Zeit davon, unsere Klimaziele noch zu schaffen“, sagt Lasse Meiwes. Er fordert für seine und die folgenden Generationen die schnelle Umsetzung der hehren Ziele. Sie müssten nach Ansicht des Oberstufenschülers jetzt unverzüglich angepackt werden. Das bezieht Lasse Meiwes nicht allein auf das Klima. „Plastik im Meer, Raubbau an den Regenwäldern und unendlich vieles mehr, wir müssen endlich anfangen, weiter als nur bis heute zu sehen“, mahnt der angehende Abiturient.

Und wie ist der junge Mann zur Schule und zur Demo gekommen? „Mit dem Longboard.“ Weitere Strecken fährt er mit dem Rad „und die ganz weiten mit der Bahn“, schmunzelt er über die Frage. Auch seinen Ur­laub stellt Lasse Meiwes in den Dienst seiner Sorge um die Umwelt. „Mit der Bahn geht’s nach Schweden von der Naju (Naturschutzjugend) aus zu einem Umweltschutzprojekt – übrigens mit Selbstversorgung.“

Nicht anders sieht es Mitorganisator Luca Schönfeld. Ihm hat eine Allergie die Stimme verschlagen und so lässt er seine Rede von Kurskameradin Sophia Fiehe vortragen. „Wir können kein ‚Ob‘ mehr gebrauchen, es ist allerhöchste Zeit für das ‚Wie‘, und das muss schnell umgesetzt werden“, stellt der Schüler klar. Er spricht die Elterngeneration an, sie habe gegen die Atomkraft demonstriert und das letztlich sogar erfolgreich. So solle sich auch seine Generation zu einer großen Welle vereinigen, um die Weichen für die Zukunft zu stellen. „Wir wollen nicht in einer vom Feinstaub vergifteten Luft leben“, lässt er aus dem Mund der Mitschülerin sagen. Zu viel stehe auf dem Spiel, als dass sich die Menschen noch Zeit lassen können. „Kriegt eure Ärsche hoch für eine lebenswerte Welt“, fordert Luca.

Bereits vor dem Beginn der Demonstration war Shary Mader mit ihren Neffen und Nichten, Marko, John und Lara, auf dem Marktplatz. Tante Shary ist demo-erfahren. „Ich habe auch friedlich in Köln und im Hambacher Forst mitdemonstriert“, berichtet die Ahlenerin. Auch für sie ist es höchste Zeit, endlich etwas zu tun, um die Klimaziele überhaupt noch zu erreichen. Denn: „Ich will, dass diese Kinder in einer Welt leben, die lebenswert ist und bleibt.“

Um das zu erreichen, wollen sich auch am kommenden Freitag wieder Schülerinnen und Schüler sowie weitere Unterstützer treffen, eine Stunde später, gleicher Ort: 13 Uhr auf dem Markt.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6673429?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F126%2F
Gericht verurteilt Mann zu mehrjähriger Haftstrafe
Vergewaltigung in der Ehe: Gericht verurteilt Mann zu mehrjähriger Haftstrafe
Nachrichten-Ticker