Mädchenfußballcamp
Kickerinnen mit richtig Wumms

Ahlen -

„Mädchen wollen einfach genauso kicken wie Jungen“, ist sich Agnieszka Bednorz sicher. Der Beweis dafür? Das Mädchenfußballcamp von Innosozial und Rot-Weiß Ahlen.

Dienstag, 11.06.2019, 07:00 Uhr
Das Interesse am Mädchenfußballcamp war so groß, dass die Veranstalter von 50 auf 62 Plätze erhöhten. Am Samstag zeigten die schussstarken Mädels im Wersestadion, was in ihnen steckt.
Das Interesse am Mädchenfußballcamp war so groß, dass die Veranstalter von 50 auf 62 Plätze erhöhten. Am Samstag zeigten die schussstarken Mädels im Wersestadion, was in ihnen steckt. Foto: Martin Feldhaus

„Mädchen wollen einfach genauso kicken wie Jungen“, ist sich Agnieszka Bednorz sicher. Der Beweis dafür? Nicht der bekannte Film „Kick it like Beckham“, bei dem ein Mädchen gegen den Willen ihrer Eltern heimlich Fußball spielt, sondern das 5. Ahlener Mädchenfußballcamp von Innosozial. Denn das war am Pfingstwochenende mit 62 Teilnehmerinnen einfach restlos ausgebucht. „Das Interesse ist überwältigend“, freute sich die Organisatorin im Gespräch mit der „AZ“. Man habe im Vorfeld sogar die Anzahl der zur Verfügung stehenden Plätze extra von 50 auf 62 aufstocken müssen, da die vorhandenen Plätze allesamt innerhalb einer Woche vergriffen waren.

Das Resultat dieser enormen Nachfrage war am Wochenende auf dem Kunstrasenplatz des Wersestadions sehr gut sichtbar. In ihren orangefarbenen T-Shirts trainierten die Mädchen am Samstag ehrgeizig unter der Anleitung ausgebildeter Fußballassistenten in mehreren Gruppen und verbesserten ihre fußballerischen Fähigkeiten durch verschiedenen Übungen. Ein Höhepunkt dabei: ein Gerät, dass die Schussgeschwindigkeit misst. Mit dem ließ sich prima ermitteln, wer den härtesten Wumms hat. Zwischendurch wurde natürlich das Spiel der deutschen Mannschaft bei der Frauen-WM gegen China verfolgt.

Das Betreuerteam mit Martin Temme (l.) und Agnieszka Bednorz (3.v.l.).

Das Betreuerteam mit Martin Temme (l.) und Agnieszka Bednorz (3.v.l.). Foto: Martin Feldhaus

Am Sonntag ging es zur Zeche Westfalen, wo Koordinationsübungen, Klettern und Soccercourts auf der Agenda standen. Bei dem großen Abschlussturnier am Montag konnten die Mädchen dann vor ihren Eltern zeigen, was sie können und sich unter anderem mit ihren Betreuern messen.

Neben dem sportlichen Aspekt stand aber natürlich auch das Miteinander im Vordergrund. „Das Wichtigste ist, dass die Mädchen zusammen Spaß haben“, so Agnieszka Bednorz. Unabhängig von kultureller und sozialer Herkunft solle sich jedes Mädchen frei entfalten können und sein Interesse am Fußball austesten.

„Die Mädchen können hier einfach mal schauen, ob die Sportart ihnen liegt“, erklärte Martin Temme vom Kooperationspartner RW Ahlen. Ein Angebot, über das sich viele Mädchen scheinbar sehr freuten, denn es waren auch einige Anfängerinnen dabei, die noch nie zuvor gegen das runde Leder getreten hatten. Nachwuchs für die Damen von RW Ahlen? „Wir haben in Ahlen zum Glück keinerlei Nachwuchssorgen“, verdeutlichte Temme. So könne man in zur neuen Saison sogar eine U 9-Mannschaft bei den Mädchen melden. Der Grund dafür sei unter anderem das Projekt „Sport macht stark – starke Mädchen durch Fußball“ von Innosozial. Das Mädchenfußballcamp wirkt also wahrscheinlich auch bei seiner fünften Auflage weit über das Pfingstwochenende hinaus.

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