Bürgerzentrum Schuhfabrik
Was Künstliche Intelligenz alles kann

Ahlen -

Einen Blick in die Zukunft wirft die Schuhfabrik mit dem Science-Fiction-Festival „Zukunft heißt Veränderung“. Wobei die Zukunft teilweise schon Gegenwart ist. Stichwort: Künstliche Intelligenz.

Dienstag, 11.06.2019, 14:06 Uhr aktualisiert: 11.06.2019, 16:16 Uhr
„Standard Time“: Die Menschen, die in Mark Formaneks Performance bauen die Zeit.
„Standard Time“: Die Menschen, die in Mark Formaneks Performance bauen die Zeit. Foto: Mark Formanek

„Zukunft heißt Veränderung“ ist das Motto des Science-Fiction-Festivals, welches das Bürgerzentrum Schuhfabrik veranstaltet und am Donnerstag, 13. Juni, eröffnet wird. Und zwar mit zwei spektakulären Performances – eine live in der Fußgängerzone, die andere als Film im Festivalzentrum Schuhfabrik an der Königstraße.

Softwareentwickler haben eine Website erstellt, die mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) künstliche Gesichter erzeugt. Thispersondoesnotexist.com erstellt bei jeder Aktualisierung der Seite ein neues, lebensechtes Bild. Viele Besucher der Website sind von der überzeugenden Natur einiger Fälschungen begeistert. Sie geben einen Denkanstoß: Was ist echt und was nicht?

Mit dieser Frage beschäftigten sich die Mitarbeiter der Schuhfabrik auch vor Beginn des Science-Fiction-Festivals. Das Resultat ist die einstündige Auftaktperformance „This person does not exist“ am Donnerstag, 13. Juni, um 17 Uhr in der Fußgängerzone. Dort könnte man dann Menschen begegnen, die es nicht gibt.

Um 20 Uhr wird das Festival im Festivalzentrum in der Schuhfabrik mit der auf Film festgehaltenen Performance „Standard Time“ des Berliner Künstlers Mark Formanek eröffnet. Was ist, wenn Roboter und Künstliche Intelligenz in Zukunft die Arbeit machen? Hat der Mensch dann ein Grundeinkommen? Was macht er mit all seiner Zeit? Wer sich den Performance-Film „Standard Time“ ansieht, betrachtet eine Uhrzeit, aber auch Menschen, die diese Uhr bauen. Menschen, die mit beinahe stoischem Pflichtbewusstsein einer scheinbar sinnlosen Arbeit nachgehen, die nur eine Funktion erfüllt: exakt die 24 Stunden eines Tages zu zeigen. Beim Anspruch, jede einzelne Minute der 1440 Minuten zu bauen, bewegen sich die Arbeiter dabei ständig am Rand des Scheiterns. Obwohl jede billige Digitaluhr aus Fernost genauer und exakter die Zeit anzeigt, mühen sich die Arbeiter ab, dieser Doktrin der Pünktlichkeit gerecht zu werden. Es ist eine umständliche, altmodische und vor allem menschliche Herangehensweise, die beim Betrachten von „Standard Time“ in den Vordergrund rückt. Oder gibt es noch was anderes, was in Zukunft unsere Arbeit sein könnte?

Ebenfalls um Zeit geht es dann um 20.30 Uhr in dem Science-Fiction-Film „Arrival“ des Regisseurs Denis Villeneuve. Zwölf riesige Raumschiffe landen an verschiedenen Orten auf der Erde. Das US-Militär rekrutiert die Linguistin Louise Banks und den Physiker Ian Donnely, um Kontakt mit den Außerirdischen aufzunehmen, ihre Kommunikationsweise zu entschlüsseln und ihre Absichten herauszufinden. Vor allem Louise geht voller Begeisterung an die Arbeit und hat bald erste Erfolge. Doch ihre Mission wird zu einem Wettlauf gegen die Zeit, bei dem nicht nur das Fortbestehen der Menschheit auf dem Spiel steht, sondern auch die Zeit ihre Linearität verliert.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Das ganze Programm und weitere Infos zum Science-Fiction-Festival gibt es unter www.schuhfabrik-ahlen.de.

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