40 Jahre Nicolaikirche Vorhelm
Dieses Gotteshaus ist ein Lebensort

Vorhelm -

Seit vier Jahrzehnten haben die evangelischen Christen in Vorhelm ihr eigenes Gotteshaus. Das wurde am Pfingstsonntag gefeiert.

Dienstag, 11.06.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 11.06.2019, 17:21 Uhr
Nach dem Gottesdienst genossen die Besucher das sommerliche Wetter beim gemütlichen Beisammensein. Für Unterhaltung sorgte nebenbei Schlagersängerin Emely.
Nach dem Gottesdienst genossen die Besucher das sommerliche Wetter beim gemütlichen Beisammensein. Für Unterhaltung sorgte nebenbei Schlagersängerin Emely. Foto: Ralf Steinhorst

Zum Pfingstfest 1979 wurde die Nicolaikirche eingeweiht. Damit bekamen die evangelischen Christen in Vorhelm erstmals ihr eigenes Gotteshaus. Das 40-jährige Bestehen wurde am Abend des Pfingstsonntags groß gefeiert.

„Viele Menschen verbinden die Begleitung Gottes mit diesem Gebäude“, betonte Pfarrer Manfred Böning in seiner Predigt beim Festgottesdienst im großen Kirchenraum, der fast bis auf den letzten Platz besetzt war. Eigentlich war geplant, dass der ehemalige Pfarrer Werner Günter die Predigt hält, dieser musste aber kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen sein Kommen absagen. So skizzierte Pfarrer Böning die Geschichte der Nicolaikirche nach.

Musikalisch gestalteten der Evangelische Posaunenchor aus Ahlen und die Gruppe „Listen Up!“ den Gottesdienst, aber auch das Rahmenprogramm zum gemütlichen Teil der Feier mit.

In ihren Grußworten drückten verschiedene Redner ihre Freude darüber aus, dass es 1979 gelang, mit der Nicolaikirche einen festen Ort des Glaubens für evangelische Christen in Vorhelm zu schaffen. Viele von ihnen hatten in Folge des Zweiten Weltkriegs nach dem Verlassen ihrer oberschlesischen Heimat Rösnitz ihr neues Zuhause in Vorhelm gefunden. Durchweg erhielt der Förderverein von den Rednern großen Respekt dafür, dass er mit der Übernahme der Bewirtschaftung im Jahr 2013 die Kirche gerettet hat.

Für die Gemeinde St. Pankratius drückte Pastoralreferent Stefan Bagert diesen Umstand aus: „Diese Kirche gäbe es nicht, wenn nicht so viele Menschen hätten flüchten müssen.“ Er lobte auch die gute Zusammenarbeit zwischen beiden Gemeinden. Das Kirchengebäude bezeichnete er nicht nur als Gotteshaus, sondern wegen seiner Vielseitigkeit auch als Lebensort.

40 Jahre Nicolaikirche Vorhelm

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  • Die Nicolaikirche in Vorhelm wurde Pfingsten 1979 eingeweiht. Foto: Ralf Steinhorst
  • Die Nicolaikirche in Vorhelm wurde Pfingsten 1979 eingeweiht. Foto: Ralf Steinhorst
  • Die Nicolaikirche in Vorhelm wurde Pfingsten 1979 eingeweiht. Foto: Ralf Steinhorst
  • Die Nicolaikirche in Vorhelm wurde Pfingsten 1979 eingeweiht. Foto: Ralf Steinhorst
  • Die Nicolaikirche in Vorhelm wurde Pfingsten 1979 eingeweiht. Foto: Ralf Steinhorst
  • Die Nicolaikirche in Vorhelm wurde Pfingsten 1979 eingeweiht. Foto: Ralf Steinhorst
  • Die Nicolaikirche in Vorhelm wurde Pfingsten 1979 eingeweiht. Foto: Ralf Steinhorst
  • Die Nicolaikirche in Vorhelm wurde Pfingsten 1979 eingeweiht. Foto: Ralf Steinhorst
  • Die Nicolaikirche in Vorhelm wurde Pfingsten 1979 eingeweiht. Foto: Ralf Steinhorst
  • Die Nicolaikirche in Vorhelm wurde Pfingsten 1979 eingeweiht. Foto: Ralf Steinhorst
  • Die Nicolaikirche in Vorhelm wurde Pfingsten 1979 eingeweiht. Foto: Ralf Steinhorst
  • Die Nicolaikirche in Vorhelm wurde Pfingsten 1979 eingeweiht. Foto: Ralf Steinhorst
  • Die Nicolaikirche in Vorhelm wurde Pfingsten 1979 eingeweiht. Foto: Ralf Steinhorst
  • Die Nicolaikirche in Vorhelm wurde Pfingsten 1979 eingeweiht. Foto: Ralf Steinhorst
  • Die Nicolaikirche in Vorhelm wurde Pfingsten 1979 eingeweiht. Foto: Ralf Steinhorst
  • Die Nicolaikirche in Vorhelm wurde Pfingsten 1979 eingeweiht. Foto: Ralf Steinhorst
  • Die Nicolaikirche in Vorhelm wurde Pfingsten 1979 eingeweiht. Foto: Theo Keseberg
  • Die Nicolaikirche in Vorhelm wurde Pfingsten 1979 eingeweiht. Foto: Christian Wolff
  • Die Nicolaikirche in Vorhelm wurde Pfingsten 1979 eingeweiht. Foto: Christian Wolff
  • Die Nicolaikirche in Vorhelm wurde Pfingsten 1979 eingeweiht. Foto: Christian Wolff

„Dass eine Kirche 40 Jahre besteht, dazu braucht es Menschen“, lobte Nicole Pankowski von der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Ahlen den Förderverein und hatte dafür einen gläsernen Preis als Geschenk mitgebracht. Für die Stadt Ahlen überreichte der Ortsausschussvorsitzende Hubertus Beier ein Flachgeschenk und betonte, dass in den 1970er Jahren der Gemeinderat den Bau der Kirche unterstützt habe: „Ich kann mir die Kirche nicht mehr wegdenken.“ Der Sendenhorster Bürgermeister Berthold Streffing wies darauf hin, dass die Gemeinde zwar klein, deren Aktivitäten aber groß seien. „Große und kleine Kirchen sind für unsere Städte als Orte der Versöhnung und des Innehaltens wichtig“, plädierte das Stadtoberhaupt für deren Erhalt. Der IG-VVV-Vorsitzende Josef Remmert bezeichnete die Gemeinde als Aktivposten in Vorhelm.

Die Fördervereinsvorsitzende Christiane Hoke war ob der Resonanz und der lobenden Worte sichtlich gerührt und bedankte sich: „Mit der Unterstützung der Vorhelmer stehen wir nicht allein.“ Aber auch ihrem Vorstandsteam dankte sie für die ehrenamtliche Arbeit. Künstler Heinz-Dieter Pawelzik übergab einen Kollagendruck auf Aluminium, der zukünftig die Nicolaikirche zieren wird.

Bei Sommerwetter wurde anschließend bei Gegrilltem und Champignonpfanne bis in den späten Abend gefeiert. Mit dem Zauberer Daniel Dück, der Schlagersängerin Emely und dem Duo „T-Notes“ war für beste Unterhaltung gesorgt.

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