Pauluskirche
Tansanische Tänze statt Predigt

Ahlen -

Diese Art von Gottesdienst erleben die Ahlener nicht so oft: Am 16. Juni gibt‘s in der Pauluskirche deutsch-tansanische Kultur mit viel Musik.

Mittwoch, 12.06.2019, 14:00 Uhr aktualisiert: 12.06.2019, 14:08 Uhr
Das Ensemble „Taasisi ya Sanaa na Utamaduni Bagamoyo“ zeigt Tänze aus Tansania.
Das Ensemble „Taasisi ya Sanaa na Utamaduni Bagamoyo“ zeigt Tänze aus Tansania. Foto: Bagamoyo Festival

Ein deutsch-tansanischer Kulturgottesdienst findet am Sonntag, 16. Juni, findet von 9.30 Uhr bis etwa 11 Uhr in der evangelischen Paulsukirche statt. Die Gottesdienstbesucher erwartet wenige Tage vor Beginn des Evangelischen Kirchentags in Dortmund ein sehr ungewöhnlicher Programmablauf: Statt der sonst üblichen Wortpredigt trägt das Ensemble „Taasisi ya Sanaa na Utamaduni Bagamoyo“, bestehend aus Studenten und Dozenten des Bagamoyo College of Arts, Lieder und Tänze aus Ostafrika vor.

Die jungen Tänzer und Tänzerinnen im Alter von 20 bis 26 Jahren zeigen traditionelle Tänze aus den verschiedenen Landesteilen Tansanias. Es handelt sich dabei um Erntedank-, Jagd-, Initiations- oder sonstige Tänze, die früher bei verschiedenen Feierlichkeiten vorgetragen wurden. Neben Trommeln kommen auch traditionelle Musikinstrumente wie das Daumenklavier oder das Zaramo-Xylophon zum Einsatz.

Nkwabi und Beatrice Taisamo aus Bagamoyo, die zurzeit im Rahmen der VHS-Projektreihe „Wie weit ist Afrika?“ zu Gast in Ahlen sind, üben zudem mit der Gemeinde tansanische Kirchenlieder ein.

Die Leitung des Gottesdienstes haben Pfarrerin Dorothea Helling und Pfarrer Lusungu Mbilinyi aus Tansania. Der tansanische Pfarrer hat nach seinem Studium zunächst als Pastor gearbeitet, unter anderem als Jugendkoordinator im Interfaith Centre auf der Gewürzinsel Sansibar. Da sich der engagierte Christ in seinen Studien auch mit dem Islam beschäftigt hat, war er in der Evangelisch-Lutherischen Kirche von Tansania auch im Bereich der Islamisch-Christlichen Beziehungen tätig. Zurzeit arbeitet er in der Zentrale der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) in Wuppertal als Studienleiter des Bildungszentrums. Einen Teil seiner Jugend (von 1987 bis 1992) hat er als Kind eines VEM-Stipendiaten in Bielefeld-Bethel verbracht.

Am Ende des Gottesdienstes wird mit einer zweiten Kollekte für die Kinder des zum Jahreswechsel verstorbenen tansanischen Tanzlehrers Kazungu gesammelt.

Der Gottesdienst ist eine Kooperation von Evangelischer Kirchengemeinde, der VHS und des Freundeskreises Bagamoyo in Zusammenarbeit mit „Musicians for a better Life“, der Hochschule für Musik und Theater München mit Unterstützung durch das Goethe Institut und das Auswärtige Amt.

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