Petition Kindertagespflege
Stundensätze werden 2020 angehoben

Ahlen -

1046 Unterschriften sammelten die Tagesmütter Heidi Scherlitz und Simone Schumann. Das Paket überreichten sie jetzt Bürgermeister Dr. Alexander Berger und Fachbereichsleiterin Ulla Woltering.

Donnerstag, 13.06.2019, 15:18 Uhr
Übergabe der Petition „Faire Bezahlung und soziale Absicherung für Ahlener Tagesmütter“ im Rathaus: (v.l.) Ulla Woltering, Dr. Alexander Berger, Heidi Scherlitz und Simone Schumann.
Übergabe der Petition „Faire Bezahlung und soziale Absicherung für Ahlener Tagesmütter“ im Rathaus: (v.l.) Ulla Woltering, Dr. Alexander Berger, Heidi Scherlitz und Simone Schumann. Foto: Stadt Ahlen

Über die Zukunft der Kindertagespflege will eine Konferenz beraten, zu der Bürgermeister Dr. Alexander Berger nach den Sommerferien einladen will. Informiert werden sollen die in Ahlen rund 40 tätigen Tagesmütter über anstehende Änderungen im Kinderbildungsgesetz (KiBiz), darüber hinaus wird ein Referent des Landesverbandes der Tagesmütter und Tagesväter über die aktuelle Situation der Tagesbetreuung in NRW berichten. „Vor allem aber möchte ich mit den Tagesmüttern über Wünsche und Anregungen sprechen, wie wir das System der Kindertagespflege für alle Beteiligten weiter verbessern können.“ Berger kündigt an, nach der Konferenz Arbeitsgruppen zu bilden, die in kleineren Zirkeln das Gespräch fachlich fortführen.

Dass es auch in Teilen der Tagesmütterschaft Gesprächsbedarf gibt, zeigen 1046 Unterschriften, die die Tagesmütter Simone Schumann und Heidi Scherlitz dem Bürgermeister und der für Jugend, Soziales und Integration zuständigen Fachbereichsleiterin Ulla Woltering überreicht haben. Auf Unterschriftenlisten und als Online-Petition haben die Unterzeichnenden Forderungen der beiden Initiatorinnen unterstützt, die auf verbesserte soziale Rahmenbedingungen zielen.

Absicherung bei Krankheit und verlässliche Urlaubsplanung haben für uns Priorität.

Heidi Scherlitz

„Absicherung bei Krankheit und verlässliche Urlaubsplanung haben für uns Priorität“, fasste Heidi Scherlitz den Inhalt des überreichten Pakets zusammen. Verlangt werden in der Petition unter anderem bis zu sechs Wochen begrenzte Weiterzahlung im Krankheitsfall, verlässliche Urlaubsplanungen sowie im Urlaubsfall Weiterzahlung von 30 Arbeitstagen, die hälftige Bezuschussung zur privaten Krankentagegeldversicherung und die angemessene Erhöhung der Stundensätze von derzeit 4,80 Euro auf 5,50 Euro gemäß der Empfehlung des Bundesverbandes Kindertagespflege.

Ulla Woltering wird die nächsten Wochen nutzen, um die Forderungen für die anstehende Kindertagespflege-Konferenz auszuwerten. Zumindest in puncto Bezahlung konnte sie schon jetzt eine für alle Tagesmütter in Ahlen gute Ankündigung machen: „Die Stundensätze werden definitiv im nächsten Jahr heraufgesetzt, das haben wir schon länger in der Planung.“ Die letzte Erhöhung reiche zurück ins Jahr 2015. Künftig sollen die Steigerungen dynamisiert und das Entgelt damit jährlich angepasst werden.

Grundsätzliche Bereitschaft zum Entgegenkommen zeigt Bürgermeister Berger, der auch künftig gute Bedingungen für die Kindertagespflege will. Sie sei „eine unverzichtbare Stütze im System der Kinderbetreuung in Ahlen.“ Der Jugendhilfeausschuss werde sich demnächst mit der Situation befassen. „Schließlich wollen wir zufriedene Kinder, Eltern und Tagesmütter“, so Berger.

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