CDU: Rathausfrage
Nur Neubaubefürworter sprachen

Ahlen -

Es waren ausschließlich die Neubaubefürworter, die am Mittwochabend im Hof Münsterland das Wort ergriffen: Dorthin hatte die CDU ihre Mitglieder geladen, um über die Rathausfrage zu diskutieren.

Donnerstag, 13.06.2019, 17:50 Uhr aktualisiert: 14.06.2019, 10:04 Uhr
Die CDU-Mitglieder verfolgten im Hof Münsterland die Ausführungen der Verwaltung.
Die CDU-Mitglieder verfolgten im Hof Münsterland die Ausführungen der Verwaltung. Foto: Dierk Hartleb

Die CDU-Mitglieder stehen hinter dem Vorschlag der Verwaltung, das Rathaus abzureißen und neu zu bauen (Plan B). Zwar verzichtete der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Peter Lehmann am Mittwochabend bei der gut besuchten Mitgliederversammlung im Hof Münsterland auf eine förmliche Abstimmung, aber in der Diskussion meldeten sich ausschließlich Befürworter eines Neubaus zu Wort.

Mit diesem Meinungsbild der Mitgliederschaft im Rücken, wird sich die Ratsfraktion am kommenden Dienstag abschließend mit dem Thema beschäftigen, kündigte Peter Lehmann in seinem Schlusswort an.

Danach übergab er das Wort an die Verwaltung, die mit Bürgermeister Dr. Alexander Berger , Kämmerer Dirk Schlebes und – in Vertretung für den Stadtbaurat Andreas Mentz – dem Leiter des Zentralen Gebäudemanagements (ZGM) Manfred Falk den von der Verwaltung erarbeiteten Beschlussvorschlag zu Plan B vorstellte. Etwas später stieß noch der ebenfalls eingeladene Geschäftsführer der Stadthalle, Andreas Bockholt, dazu.

Alexander Berger blätterte an Hand der Powerpoint-Präsentation, die ihre Premiere bereits beim vor knapp 14 Tagen stattgefundenen Bürgerdialog erlebt hatte, in den Annalen der bisherigen Beschlüsse zum Rathaus und erinnerte daran, dass der noch von seinem Vorgänger Benedikt Ruhmöller geplante Umzug in die Arbeitsagentur 2013 vom Rat mehrheitlich abgelehnt worden sei. Den daraufhin gefassten Beschluss zur Rathaussanierung soll der Rat in seiner Sitzung am 4. Juli zugunsten des Neubaubeschlusses aufheben.

Die Zeit ist reif.

Dr. Alexander Berger

„Die Zeit ist reif (für eine Entscheidung, Anm. der Redaktion)“, wiederholte Berger seine Formulierung aus dem Bürgerdialog. Die vorgelegten Berechnungen über die Kosten einer Sanierung des Rathauses respektive eines Neubaus als Bürgercampus seien von zwei der renommiertesten Projektsteuerbüros angestellt worden. Insofern seien Zweifel an der Solidität der Kosten unangebracht. Für einen Neubau spreche auch der deutlich günstigere Energieverbrauch über einen Zeitraum von mindestens 30 Jahren. Daraus resultiere auch die bessere CO-Bilanz eines Neubaus gegenüber der Sanierung des Bestandsgebäudes.

Bei einem konservativ gerechneten Zinssatz von 2,5 Prozent seien die 60 Millionen Euro, die die Stadt an Krediten aufnehmen müsse, entweder für eine Sanierung oder für einen Neubau, finanzierbar, versicherte der Kämmerer, ohne dass die Stadt in die Haushaltssicherung gerate. In seinen Modellrechnungen unterschied Dirk Schlebes zwischen dem Finanz- und dem Ergebnishaushalt. Auch die zusätzlichen zehn Millionen Euro für die Sanierung der Overbergschule und ihre Herrichtung für Zwecke der VHS seien seriös finanzierbar. Bisher nicht eingerechnet seien die von der Landesregierung bereits zugesagte Förderung in beträchtlicher Höhe und die erwartete Energieeinsparung.

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