SPD-Ratsfraktion
Zu kleines Foyer schmälert den Umsatz

Ahlen -

Hinter die Kulissen der Stadthalle blickten die Mitglieder der SPD-Ratsfraktion am Mittwoch, wie eine Woche zuvor bereits die Kollegen von der CDU. Geschäftsführer Andreas Bockholt führte die Kommunalpolitiker zunächst durch das Haus, auch durch die für das Publikum normalerweise nicht zugänglichen „Katakomben“. Im Anschluss stellte er Ideen für Plan A (Sanierung) und Plan B (Neubau) vor, ohne sich allerdings darauf festlegen zu wollen, welche Variante er persönlich bevorzugen würde.

Freitag, 14.06.2019, 10:04 Uhr
Geschäftsführer Andreas Bockholt führte die SPD-Ratsfraktion durch das Haus und wies auf verschiedene funktionale Mängel ein.
Geschäftsführer Andreas Bockholt führte die SPD-Ratsfraktion durch das Haus und wies auf verschiedene funktionale Mängel ein. Foto: rpd

Der Rundgang begann im sehr dunklen unteren Foyer, von wo ein schmaler niedriger Gang zur Bühne und den Künstlergarderoben führt. Auf der Bühne zeigte der Geschäftsführer die zuletzt durchgeführten Nachrüstungen auf, die durch den TÜV bzw. den Brandschutz vorgegeben worden waren. Zu der Beleuchtungsbrücke über dem großen Saal führt nur ein sehr enger Aufgang.

Die Zufahrt zur Küche und dem früheren Bühnenzugang wurde ebenfalls in Au­genschein genommen. Die Bühnenrampe in einigen Metern Höhe ist seit rund 15 Jahren stillgelegt. „Heute ist das Equipment anders verstaut und wird über den Rathausvorplatz angeliefert“, so Andreas Bockholt . So müssten die schweren Trucks über die Rathaustiefgarage fahren. Die Container würden dann durch das Foyer zur Bühne bugsiert, wo der Orchestergraben als Lastenaufzug dient, weil es sonst keinen anderen Zugang auf die Bühne gebe.

Das obere Foyer entspricht nach Bockholts Worten in dieser Form nicht mehr den heutigen Anforderungen. Es müssten alle Besucher einer Veranstaltung hier Platz finden. „Bei ausverkauften Veranstaltungen merken wir das am Umsatz in den Pausen. Die Leute wollen sich nicht lange anstellen“, berichtete der Hallenchef. Von Seiten der Fraktionsmitglieder wurde das breite Treppenhaus als störend angesprochen. Das Stadthallen-Restaurant und die zu kleine Küche waren weitere Punkte. Es wurde deutlich, dass auch hier die Treppe stört und z.B. nicht zuträglich für Vermietungen ist. Die sehr knapp bemessenen Kühlräume verwunderten die Genossen.

Nach den Worten von Bockholt gibt es ein ausführliches Gutachten für eine Ertüchtigung der Stadthalle. „Das sind reine Ideen, die noch keine architektonische Umsetzung beinhalten“, führte der Geschäftsführer aus. So wäre der Einbau eines Aufzugs besonders für Menschen mit Behinderung möglich, aber keine ansteigende Bestuhlung. Bei einem Neubau bestünde dafür die Möglichkeit, durch eine ausfahrbare Tribüne – ähnlich der in der Friedrich-Ebert-Halle – die Zahl der Sitzplätze variabel zu gestalten und bessere Sichtbedingungen zu schaffen. In der Überlegung seien auch mehrere Aufzüge und in einer oberen Ebene Konferenzräume, wie sie heute bei Kongressen für Gruppenar­beit üblich sind. „Hier könnten auch die Rats- und Ausschusssitzungen stattfinden“, führte Bockholt aus.

„Wir sind mit unseren Diskussionen noch nicht am Ende“, erklärte die SPD-Fraktionsvorsitzende Gabi Duhme. Bereits in Kürze werde sich die Fraktion erneut treffen. „Dafür waren die Führung und die Erläuterungen sehr hilfreich“, dankte sie dem Stadthallengeschäftsführer. Ob der Ratssaal wirklich in ein mögliches neues Bürgerforum gehöre, müsse gründlich bedacht werden. „In die Betrachtung werden wir auch die Stadtbücherei und die VHS einbeziehen“, kündigte Duhme an.

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