Am Fahrradaktionstag
Geführte Runde über die Südspange

Ahlen -

Zuerst der Fahrradaktionstag, dann das Stadtradeln: Ahlen tritt in die Pedalen und setzt nebenbei noch klimafreundliche Zeichen.

Freitag, 14.06.2019, 12:54 Uhr aktualisiert: 14.06.2019, 16:46 Uhr
David Knor fährt mit dem Lastenrad für städtische Bedienstete. Zu sehen ist es am Fahrradaktionstag am Schöneberger Platz.
David Knor fährt mit dem Lastenrad für städtische Bedienstete. Zu sehen ist es am Fahrradaktionstag am Schöneberger Platz. Foto: Stadt Ahlen

Dass Umwelt- und Klimaschutz die politische Tagesordnung diktiert wie nie zuvor, hat zuletzt der Ausgang der Europawahl eindrucksvoll gezeigt. „Dem menschengemachten Klimawandel etwas entgegenzusetzen, ist dringende Forderung nicht nur junger Leute“, sagt Bürgermeister Dr. Alexander Berger . Dabei könne jeder bei sich selbst anfangen und ganz einfach dazu beitragen, den Ausstoß von Kohlendioxid zu reduzieren: Mit der Entscheidung für ein klima- und umweltfreundliches Fortbewegungsmittel. Berger ist überzeugt: „Am besten ist man in Ahlen auf dem Fahrrad unterwegs.“

Ahlen habe mit dem Entschluss für das Radverkehrskonzept schon frühzeitig richtige Wege eingeschlagen und Maßnahmen realisiert, um das Fahrradfahren attraktiver zu machen. Für das Stadtoberhaupt steht außer Zweifel, „dass die Zukunft in den Städten alternativen Mobilitätskonzepten gehört.“ Radfahren sei die intelligenteste, preiswerteste und gesündeste Art der Fortbewegung in einer Stadt der Größenordnung Ahlens. Mit zwei Aktionen will die Stadt für das Radfahren die Werbetrommel rühren und auch denjenigen auf den Sattel verhelfen, die bislang noch lieber mit dem Auto in die Innenstadt fahren.

Darauf wollen wir gemeinsam hinweisen und zu mehr Rücksicht und Sorgfalt im Straßenverkehr animieren.

David Knorr

Mit dem Fahrrad könnte es beispielsweise am Samstag, 22. Juni, zum Ahlener Fahrradaktionstag gehen. In der Oststraße am Schöneberger Platz (gegenüber des HBB-Einkaufzentrums) rollt die Stadt von 11 bis 15 Uhr den roten Teppich für Radler aus. Hier stellt sich die Arbeitsgemeinschaft für fuß- und radverkehrsfreundliche Städte in NRW (AGFS) vor und präsentiert ihre Kampagne „Liebe braucht Abstand“. Häufigste Ursache für Unfälle im Stadtverkehr sei zu geringer Sicherheitsabstand, so Mobilitätsmanager David Knor . „Darauf wollen wir gemeinsam hinweisen und zu mehr Rücksicht und Sorgfalt im Straßenverkehr animieren.“

Stadtradeln

Vom 25. August bis zum 14. September heißt es wieder „Stadtradeln für ein besseres Klima.“ In diesem Zeitraum können Mitglieder des Stadtrates sowie alle Bürger, die in Ahlen arbeiten, einem Verein angehören oder eine Schule besuchen bei der Kampagne mitmachen und möglichst viele Radkilometer sammeln. Anmelden können sich Interessierte schon jetzt unter .Zu schlagen sind 128 439 Kilometer, die im letzten Jahr mit vereinten (Waden)-Kräften in Ahlen erradelt worden sind.„Beim Stadtradeln geht es um Spaß am und beim Fahrradfahren sowie tolle Preise, aber vor allem darum, möglichst viele Menschen für das Umsteigen auf das Fahrrad im Alltag zu gewinnen und dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten“, erklärt Mobilitätsmanager David Knor.Etwa ein Fünftel der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland entstehen im Verkehr, sogar ein Viertel der CO2-Emissionen des gesamten Verkehrs verursacht der Innerortsverkehr. Knor gibt zu bedenken, „dass auch in Ahlen noch viele kurze Wege unsinnigerweise mit dem Auto zurückgelegt werden.“ Jeder könne ein Stadtradeln-Team gründen bzw. einem beitreten, um beim Wettbewerb dabei zu sein. Infos und Anmeldungen unter Telefon 5 94 93 oder

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Auf geführten Rundtouren, die etwa zehn Minuten dauern und am Schöneberger Platz starten, erfahren Interessierte, dass die neue Radverkehrsführung auf der Südspange gar nicht so kompliziert ist, wie sie gelegentlich dargestellt wird. Anmeldungen für die Touren, die in Kleingruppen zwischen Buschhoff-Kreisel und Gebrüder-Kerkmann-Platz pendeln, nimmt Knor telefonisch und per E-Mail entgegen (Telefon 5 94 93 oder stadtradeln@stadt.ahlen.de ).

Am Glücksrad gibt es kleine fahrradtaugliche Preise zu gewinnen und eine Ausstellung zeigt alltagspraktische Falträder. „Die lohnt es, sich einmal genauer anzuschauen“, rät Knor allen City-Radfahrern. Der ADFC bietet ab 11 Uhr im Rahmen des Fahrradaktionstages eine Codieraktion an. Das Codieren kostet 10 Euro, Mitglieder des ADFC zahlen nur die Hälfte. Zudem sind ab 11.30 Uhr mehrere Aktionen geplant, mit denen die neue Fahrradverkehrsführung auf der Südspange zwischen Weststraße und Gebrüder-Kerkmann-Platz vorgestellt wird. Weitere Infos dazu gibt es auf www.pedahlen.de.

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