Sport- und Freizeitausschuss
Ernüchternder Gang durch die Langst

Ahlen -

Der Eichenprozessionsspinner kommt und geht. Andere Probleme in der Langst erfordern mehr Handlungsbedarf.

Freitag, 14.06.2019, 17:17 Uhr aktualisiert: 14.06.2019, 17:20 Uhr
Robert Schmäing von den Umweltbetrieben führte die Ausschussmitglieder durch die Langst und machte auf verschiedene Probleme aufmerksam: Vandalismus an Schildern, beschädigte Spielgeräte, unerlaubte Grillstellen und Gänsehinterlassenschaften.
Robert Schmäing von den Umweltbetrieben führte die Ausschussmitglieder durch die Langst und machte auf verschiedene Probleme aufmerksam: Vandalismus an Schildern, beschädigte Spielgeräte, unerlaubte Grillstellen und Gänsehinterlassenschaften. Foto: Ralf Steinhorst

Der Sport- und Freizeitausschuss nahm am Donnerstag auf Anregung von Fachbereichsleiter Christoph Wessels eine Begehung eine Teilbereichs im Stadtwald Langst vor. Das Fazit zum Zustand der „Grünen Lunge“ Ahlens fiel ernüchternd aus.

Man spreche ständig im Ausschuss über die Langst, da sei es sinnvoll, sich mit der Örtlichkeit vertraut zu machen, begründete Christoph Wessels seine Anregung zu diesem politischen Außentermin. Robert Schmäing , bei den Umweltbetrieben zuständig für Parkanlagen, führte durch den originären Bereich der Langst, der 336 000 Quadratmeter umfasst.

Robert Schmäing wies auch umgehend auf den Befall einiger Bäume durch den Eichenprozessionsspinner hin, vor dem mit Hinweisschildern gewarnt wird. Das Risiko sei nicht zu vermeiden, man müsse damit leben, erklärte Robert Schmäing. Erst am Mittwoch hatte die Stadt den Sitz der Seilbahn an der Laufstrecke abmontiert, damit die Kinder in dem Bereich nicht spielen.

Danke, dass sie uns die Augen geöffnet haben.

Rita Pöppinghaus-Voss

Eine andere Gefahr ist der sehr große kranke Baumbestand: „Der Trockenstress vom letzten Sommer hat den Bäumen den letzten Rest gegeben – wir haben hier viele tote Bäume“. Das liege auch an den ungünstigen Bodenverhältnissen. Folge sei viel Totholz in den Bäumen. Zweimal im Jahr führen die Umweltbetriebe Baumkontrollen durch.

Noch ärgerlicher sei der Vandalismus durch Menschen, der sich an verschiedenen Stellen wiederfindet. So stehen im Wald 15 Hinweisschilder „Hunde bitte anleinen“, von denen im Laufe eines Jahres regelmäßig zwölf gestohlen oder mit Farbe besprüht würden. Dass einige Hundehalter es mit dem Anleinen nicht so ernst nehmen, erfuhren die Ausschussmitglieder gleich zu Beginn ihres Rundgangs selbst. Auch bissen Hunde gerne mal das Holz von Spielgeräten an und die seien am Laufweg teilweise sowieso schon in einem schlechten Zustand. Auch sei schon beobachtet worden, dass Hundehalter ihre Vierbeiner in der Langst mit Shampoo waschen. Unerlaubte Grillstellen am Waldrand sorgten für weiteres Kopfschütteln. Angesichts dieser Probleme kam bei einigen Ausschussmitgliedern der Wunsch nach einem Streifendienst in der Ordnungspartnerschaft hoch.

Gut kam allerdings die stabile Streetwork-Station an der Laufstrecke an, die von Läufern rege genutzt wird, auch die Spielgeräte an der Wiese wurden gelobt. Dass die Langstwiese wegen Verdreckung durch die Gänse kaum genutzt werden könne, sorgte beim Ausschuss für Ratlosigkeit. Zumal Gänse vor allem aus Sicherheitsgründen dort nur schwer geschossen werden können. Die Ratlosigkeit blieb auch nach dem Rundgang bestehen. „Danke, dass sie uns die Augen geöffnet haben“, sagte die Ausschussvorsitzende Rita Pöppinghaus-Voss: „Aber was können wir machen?“

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