Müllfahrzeuge mahnen
Deutliche Abfuhr an Plastik in der Biotonne

Ahlen / Kreis warendorf -

Deutliche Abfuhr – gegen Plastik in der Biotonne: Die Ahlener Umweltbetriebe haben sich der Kampagne „#WIRFUERBIO in Westfalen“ angeschlossen. Weil zu viel in der Braunen landet, was nicht Bio ist.

Mittwoch, 19.06.2019, 16:00 Uhr
Wünschen sich kein Plastik in der Biotonne (v.l.): Marianne Dams, Abfallberatung Ahlener Umweltbetriebe (ASUB), Ingrida Gubernatorova (Abfallwirtschaft Valmeira, Lettland, derzeit zu Gast im Kreis Gütersloh), Bernd Döding, Leitung AUB, Ilka Kleikemper, Leitung Unternehmenskommunikation AWG, Michael Morisse, Einsatzleitung Entsorgung (AUB) und Franz Krumtünger, KEG Oelde.
Wünschen sich kein Plastik in der Biotonne (v.l.): Marianne Dams, Abfallberatung Ahlener Umweltbetriebe (ASUB), Ingrida Gubernatorova (Abfallwirtschaft Valmeira, Lettland, derzeit zu Gast im Kreis Gütersloh), Bernd Döding, Leitung AUB, Ilka Kleikemper, Leitung Unternehmenskommunikation AWG, Michael Morisse, Einsatzleitung Entsorgung (AUB) und Franz Krumtünger, KEG Oelde. Foto: AWG

„Kein Plastik in die Biotonne!“ Was für viele selbstverständlich ist, bildet den Kern der Kampagne „#WIRFUERBIO in Westfalen“, für die jetzt auch die Lkw der Ahlener Umweltbetriebe und der Krumtünger Entsorgung ( KEG ) aus Oelde werben.

Passend zur laufenden Biotonnen-Aktion rüstet die Stadt Ahlen mit den Materialien aus der Kampagne nach: Plakate, Aufkleber, Banner. Alles, was die Aufmerksamkeit auf das Thema lenkt, wird genutzt. „20 Jahre nach der Einführung der Biotonne sind die Verbraucher nachlässiger bei der Befüllung der Biotonne geworden. Immer mehr Störstoffe, darunter vor allem Plastik und auch Plastiktüten, landen inzwischen in der Biotonne“, fasst Ilka Kleikemper, Unternehmenskommunikation AWG, das Problem zusammen.

Zwar gut gemeint, aber falsch ist der Einsatz der sogenannten kompostierbaren Kunststofftüten.

Bernd Döding

Bernd Döding, Leiter der Ahlener Umweltbetriebe, ergänzt: „Zwar gut gemeint, aber falsch ist der Einsatz der sogenannten kompostierbaren Kunststofftüten. Diese können sich in der kurzen Kompostierzeit nicht zersetzen und müssen als Störstoffe aussortiert werden. Dadurch geht wertvoller Bioabfall verloren.“

Das Kompostwerk Warendorf hat die Beobachtung gemacht, dass immer häufiger Dinge in der Biotonne landen, die dort nicht hineingehören. Beispiel Kaffee: Pulverkaffee und Filter sind ein klarer Fall für die Biotonne, moderne Kaffeekapseln hingegen nicht. Das Kunststoffgehäuse zersplittert während der Verarbeitung im Kompostwerk, die Splitter landen im fertigen Kompost und damit im Garten oder auf dem Feld. Dieses Beispiel zeigt: Wer seinen Abfall konsequent richtig trennt, kann sich im eigenen Haushalt aktiv für den Umwelt- und Klimaschutz engagieren.

Mit der Kampagne „#WIRFUERBIO in Westfalen“ wollen nun auch die Stadt Ahlen und die KEG für eine sortenreine Bioabfallerfassung werben und sagen daher gemeinsam: „Kein Plastik in die Biotonne!“

Gelbe, rote und auch grüne Karten

Die Biotonnen-Aktion, die seit Mai in Ahlen läuft, geht in die zweite Phase: Bei den Nachkontrollen werden Tonnen, die im ersten Durchgang einen gelben oder roten Anhänger hatten, erneut angesehen. Wer das „#WIRFUERBIO-Motto“ beherzigt, kann sich auf einen grünen Anhänger freuen.

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