Infoveranstaltung des Jugendamts
Kinderschutzfamilien gesucht

Ahlen -

Kinderschutzfamilien sollen als eine besondere Form der kurzfristigen Krisenunterbringung zur Verfügung stehen. Das Jugendamt sucht Menschen, die Kinder für kurze Zeit aufnehmen.

Mittwoch, 19.06.2019, 17:36 Uhr aktualisiert: 19.06.2019, 18:01 Uhr
Die Beraterinnen des KSD: Svenja Schmidt, Susanne Kehlbreier, Stefanie Holtei und Andrea Rüberg.
Die Beraterinnen des KSD: Svenja Schmidt, Susanne Kehlbreier, Stefanie Holtei und Andrea Rüberg. Foto: Katholischer Sozialdienst Hamm

Wenn Babys und Kinder kurzfristig nicht mehr bei ihren eigenen Familien untergebracht werden können, kann dies unterschiedliche Gründe haben: Alleinerziehende Mütter erkranken, in Familien gibt es Krisen oder Eltern können sich nicht ausreichend um ihre Kinder sorgen. In solchen Fällen brauchen Kinder Unterstützung, denn gerade im Alter von null bis zehn Jahren ist eine Familie sehr wichtig, da sie ihnen Schutz und Geborgenheit bietet.

Sogenannte Kinderschutzfamilien sollen als eine besondere Form der kurzfristigen Krisenunterbringung zur Verfügung stehen. Der Katholische Sozialdienst Hamm hat ein entsprechendes Konzept im Auftrag der Jugendämter in Ahlen, Beckum und Oelde vorgelegt. Eine Informationsveranstaltung für alle Interessierten findet dazu am Dienstag, 25. Juni, um 19 Uhr in der VHS im Alten Rathaus statt.

Die Kinderschutzfamilien nehmen Babys und Kinder auf, wenn sie aufgrund einer Krisensituation nicht mehr in ihren Familien bleiben können und betreuen sie bis zu maximal zwei Wochen. Während die Kinder dort untergebracht sind, sucht das entsprechende Jugendamt nach einer mittel- oder langfristig unterstützenden Lösung für das Kind.

Die Initiative Familien für sehr kurzfristige Unterbringungen zu suchen und damit auch schneller freie Plätze zur Verfügung zu haben ging zunächst von Ute Gallasch-Meyer vom Jugendamt Ahlen aus, die Jugendämter Beckum und Oelde zeigten sehr schnell Interesse sich zu beteiligen. Für die Bereitschaftspflege und die Vermittlung in Dauerpflege arbeiten die Jugendämter bereits seit vielen Jahren eng mit dem Katholischen Sozialdienst Hamm zusammen, so dass dieser Träger gebeten wurde, ein entsprechendes Angebot zu entwickeln. Im Katholischen Sozialdienst stehen vier Sozialpädagoginnen nur für die Bereitschafts- und Kinderschutzfamilien zur Verfügung.

Der Katholische Sozialdienst sucht gemeinsam mit den Jugendämtern dringend interessierte Familien, Lebensgemeinschaften oder Einzelpersonen. Die Familien können entscheiden, wie alt das Kind sein soll und zu welchem Zeitpunkt sie es aufnehmen können. Sie werden vom Katholischen Sozialdienst gut vorbereitet und begleitet.

Interessierte können sich an den Katholischen Sozialdienst oder an die Jugendämter wenden. Ansprechpartnerin beim Katholischen Sozialdienst ist Andrea Rüberg, Telefon 0 23 81 / 92 97 92 46, Mail rueberg@ksd-sozial.de oder pflegekinder@ksd-sozial.de. Nähere Infos gibt es auch unter www.ksd-sozial.de.

Ansprechpartnerinnen beim Jugendamt Ahlen sind Ute Gallasch-Meyer, Telefon 5 95 61 und Christine Biernatzki, Telefon 5 95 64.

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