Breite Mehrheit für Neubau zeichnet sich ab
Schicksal des Rathauses besiegelt

Ahlen -

Die „Rathausfrage“ ist so gut wie entschieden. Stand heute wird es in der Ratssitzung am 4. Juli eine deutliche Mehrheit für die Neubauvariante geben.

Mittwoch, 19.06.2019, 19:00 Uhr
Noch ist es nicht soweit, dass Rathaus und Stadthalle hinter einem Bauzaun verschwinden. Nach den jüngsten Verlautbarungen von CDU und FDP scheint jedoch die Mehrheit für einen Abriss, den auch die SPD befürwortet, sicher zu sein.
Noch ist es nicht soweit, dass Rathaus und Stadthalle hinter einem Bauzaun verschwinden. Nach den jüngsten Verlautbarungen von CDU und FDP scheint jedoch die Mehrheit für einen Abriss, den auch die SPD befürwortet, sicher zu sein. Foto: Ulrich Gösmann

Nachdem sich die SPD schon vor Monaten auf Plan B festgelegt hatte, haben jetzt auch CDU und FDP angekündigt, die Beschlussvorlage der Verwaltung zum „Bürgercampus der Stadt Ahlen“ mittragen zu wollen. Die Christdemokraten werden allerdings nicht ganz geschlossen votieren, und die Liberalen haben noch Änderungswünsche.

„15 zu 1 für Neubau“ – so lautete das Ergebnis der Abstimmung in der CDU-Fraktion am Vorabend, das Vorsitzender Peter Lehmann am Mittwochmorgen bei einem Pressegespräch zusammen mit seinem Stellvertreter Ralf Marciniak und dem „Rathausbeauftragten“ Erhard Richard bekanntgab. Der frühere Fraktionsvorsitzende Ralf Kiowsky werde als Einziger im Rat mit „Nein“ stimmen – nicht, weil er für ei­ne Sanierung des Rathauses wäre, son­ dern u.a. wegen der nach seiner Ansicht zu hohen Ausgaben für eine neue Stadthalle. Er respektiere diese abweichende Auffassung, betonte Lehmann und gab zu, sich selbst mit der Entscheidung auch lange Zeit „schwer getan“ zu haben. Letztlich seien er und die Mehrzahl der Kolleginnen und Kollegen aber aufgrund der Fakten zu der Überzeugung gelangt, dass ein Neubau die wirtschaftlichere und nachhaltigere Lösung ist.

Diesen Standpunkt vertritt auch die FDP, in Bezug auf das Rathaus sei dieser „komplett völlig unstrittig“, erklärten Fraktionsvorsitzender Eric Fellmann und sein Stellvertreter Norbert Fleischer auf einer Pressekonferenz am Dienstagabend. Für „noch nicht ausgegoren“, so Fleischer, halten die Freien Demokraten jedoch die Planung für das „Bürgerforum“, dessen Neubaukosten die Gutachter mit 26 Millionen Euro ansetzen, plus elf Millionen für optionale Flächenergänzungen sowie die Einbeziehung von Stadtbücherei und VHS. „Wir haben Bauchschmerzen dabei, jetzt so eine pauschale Summe abzunicken“, sagt Eric Fellmann. Er kündigte einen Änderungsantrag zur Beschlussvorlage an, in dem gefordert wird, zunächst ei­ne Markt- und Bedarfsanalyse durchzuführen. (Ausführliche Berichterstattung in der Donnerstagausgabe.)

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