Schiffsmodellclub Ahlen
Segeln liegt voll im Trend

Ahlen -

Bei den Schiffsmodellbauern ist Segeln ein Trend. Diese Boote erfordern sehr viel Fingerspitzengefühl.

Montag, 24.06.2019, 14:10 Uhr aktualisiert: 25.06.2019, 10:50 Uhr
Die Segelboote sind nicht leicht zu bedienen. Es braucht viel Gespür für den Wind, der auf dem Teich herrscht.
Die Segelboote sind nicht leicht zu bedienen. Es braucht viel Gespür für den Wind, der auf dem Teich herrscht. Foto: Peter Schniederjürgen

Ein Hauch Kieler Woche lag am Sonntag über dem Langstteich. Denn der Schiffsmodellclub ( SMC ) Ahlen hatte zum Schaufahren geladen. Dabei standen diesmal die Segelboote und Jachten im Mittelpunkt: „Wir werden eben ökologisch korrekt“, zwinkerte Club „Kommodore“ Oliver Neuperger , der selbst mit seinem Segelboot auf dem Teich vertreten war.

Gemeinsam mit den Kameraden ging’s gleich im Dreieck über die Regattabahn. Das Segeln mit Modellschiffen ist zurzeit Trend im SMC. Im vergangenen Jahr noch bestaunte Außenseiter, hatten in dieser Saison die Segler ganz klar ihren Bug vorne. Grund dafür ist eine neue Technik. Denn ein Segler benötigt zum Fahren einiges mehr an Funktionen als ein Motorboot. Da sind Schoten (Tauwerk zum Justieren der Segel) und Fallen (Tauwerk zum Setzen der Segel) zu bedienen.

Damit ist es aber noch nicht getan. Um dem wechselnden Wind auf dem Teich gerecht zu werden und die optimale Fahrt herauszuholen, sind auch die Holepunkte der Schoten zu variieren – jener Winkel, in dem die Schot das Segel strafft. All das geschieht mit winzigen Motoren, die über Funk angesteuert werden.

Erik, Ida, Nico und Levan (v.r.) dürfen die Boote ihrer Väter steuern.

Erik, Ida, Nico und Levan (v.r.) dürfen die Boote ihrer Väter steuern. Foto: Peter Schniederjürgen

Die größte Herausforderung dabei ist, das Gespür für den Wind am Ort des Bootes zu entwickeln. Was auf großen Jachten keine Schwierigkeit macht – Stoffstreifen zeigen die Einfallswinkel des Windes an –, muss der Modellsegler auf 50 und mehr Meter erahnen. Wann muss das Boot anluven, also den Kurs so ändern, damit das Segel voll steht? „Auf die Distanz ist das gar nicht so einfach“, zeigte Oliver Neuperger.

Ein Boot fuhr sogar mit einer riesigen Genua, einem sehr großen vorderen Segel. Das machte das Wenden an den Wendemarken noch schwieriger. Wie auf Dickschiffen ist auch hier eine Menge Vorplanung für bestimmte Manöver nötig.

Auch die Nachwuchsskipper kamen am Sonntag nicht zu kurz. Auf dem Steg hockten vier angehenden Modellkapitäne und übten mit den Bootsmodellen der Väter.

Vom Heckfänger bis zum Polizeiboot, der Langstteich bot wieder Platz für alle. An Land hatten die Standmodelle ihren Platz. Auch war wieder eine große Vielfalt an Minischiffen zu bewundern: die ultramoderne Luxusjacht neben dem Mississippi-Raddampfer und das Wasserskiboot neben dem Küstenwachkreuzer.

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