Klimaaktionstag
300 Kinder zeigen ihre Sorgen

Ahlen -

Nicht „Fridays for Future“, sondern „Donnerstag für das Klima“ – unter diesem Motto kamen rund 300 Kinder vieler Kitas und Grundschulen im Berliner Park zum Klimaaktionstag zusammen. Sie versammelten sich, um auf ihre Angst vor einer Klimakatastrophe hinzuweisen. Auch Bürgermeister Dr. Alexander Berger, selbst Vater von Grundschulkindern, war dazugekommen und lobte die Aktion. Die jungen Demonstranten hatten sich Redeverstärkung durch drei Gesamtschüler geholt, die schon bei den Freitagsdemos gesprochen hatten.

Freitag, 05.07.2019, 10:00 Uhr
Schülerinnen und Schüler sowie Kitakinder zogen am Donnerstagvormittag durch den Berliner Park. Dort waren sie zum Klimaaktionstag zusammengekommen.
Schülerinnen und Schüler sowie Kitakinder zogen am Donnerstagvormittag durch den Berliner Park. Dort waren sie zum Klimaaktionstag zusammengekommen. Foto: Peter Schniederjürgen

Die Kinder aus der Kita Lilienthalweg eröffneten die Aktion mit einem Lied gegen die zunehmende Umweltverschmutzung. Das nahm der Bürgermeister in seinem Grußwort auf: „Man muss nicht zu den Großen gehören, um sich für die Umwelt einzusetzen. Ihr gebt vielen ein tolles Beispiel.“ Er sah den Klimawandel als häufige und zunehmende Fluchtursache. „Wenn es für uns in Ahlen zurzeit nur unangenehm ist, so bedroht der Temperaturanstieg in Afrika und Asien viele Menschen direkt“, mahnte Dr. Berger . Darum sei diese Aktion auch ein Zeichen der Solidarität.

Bürgermeister Dr. Alexander Berger unterstützte die Kinderdemo.

Bürgermeister Dr. Alexander Berger unterstützte die Kinderdemo. Foto: Peter Schniederjürgen

Gesamtschülerin und Klimaaktivistin Sophia Fiehe erinnerte ihre jungen Schulkameraden daran, auch die Eltern in die Pflicht zu nehmen. Sie stellte sich gegen den Gebrauch riesiger Autos und den Kohleabbau zur Energiegewinnung. „Wir sind die ersten, die unter dem Klimawandel zu leiden haben“, mahnte die Schülerin. Ihr Schulkollege Lars Meiwes schlug in die gleiche Kerbe. Er erinnerte an die große Klimademo in Aachen. „An die 40 000 Menschen haben hier friedlich für eine saubere Zukunft demonstriert“, sagt er und wurde dann lokal: „Schaut euch die Langst an, wie viele Bäume sind nach dem vergangenen Trockensommer und der sich jetzt erneut abzeichnenden Trockenheit schon eingegangen.“ Menschen könnten vor der Trockenheit weglaufen, Bäume aber nicht. „Wir alle können gemeinsam was dagegen tun, wir müssen nur anfangen“, forderte Lasse Meiwes.

Für seinen Kurskameraden Karim Blunz ist es höchste Zeit, den Kohleausstieg zu beschleunigen. „Wenn wir den Temperaturanstieg auf 1,5 Grad begrenzen, bleibt noch eine Chance. Darum benötigen wir die gesetzliche Verankerung der Klimaziele ganz dringend“, so der Schüler.

Schließlich zogen die Mädchen und Jungen durch den Park. Dabei hielten sie die selbstgemalten Tafeln mit ihren Forderungen für die Zukunft hoch. Sie zeigten die Angst vor der Klimakatastrophe, aber auch die Hoffnung mit Mühe die „Klimakurve zu kriegen“.

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