St.-Vincenz-Berufskolleg
„Zu Blumen auf der gepflasterten Straße“

Ahlen -

Eine doppelte Abschlussfeier gab es jetzt am St. Vincenz-Berufskolleg: 23 frisch examinierte Heilerziehungspfleger und 21 neue Sozialassistenten mit Schwerpunkt Heilerziehung haben ihre Abschlusszeugnisse erhalten. Damit steht den Absolventen der Einstieg in eine Tätigkeit in der Behindertenhilfe offen – etwa in Wohnheimen, bei ambulanten Diensten, integrativen Kindergärten, Förderschulen oder beschützenden Werkstätten.

Samstag, 06.07.2019, 18:00 Uhr
Die frisch gebackenen Heilerziehungspfleger und Sozialassistenten feierten ihre bestandenen Examen zusammen im St.-Vincenz-Berufskolleg.
Die frisch gebackenen Heilerziehungspfleger und Sozialassistenten feierten ihre bestandenen Examen zusammen im St.-Vincenz-Berufskolleg. Foto: St.-Vincenz-Berufskolleg

„Gemeinsam verschieden sein“ – unter dieses Motto hatte der Examenskurs den Abschlussgottesdienst mit Pfarrer Willi Stroband im Foyer des Schulgebäudes sowie die anschließende Feierstunde und den Empfang gestellt. Daran nahmen auch Angehörige und Freunde der Absolventen teil sowie Vertreter der Einrichtungen, in denen sie ihre praktische Ausbildung durchgeführt haben. Schulleiterin Renate Knobel wies in ihrer Ansprache darauf hin, dass es für Menschen mit Behinderung immer noch erheblich schwieriger sei, ihren selbstbestimmten Platz in der Gesellschaft zu finden. Hier kämen die Absolventen ins Spiel, die daran mitwirkten, dass Menschen mit Behinderung ihre Individualität leben könnten und sie, nach einem Wort des Malers Vincent van Gogh, „gewissermaßen zu Blumen auf der gepflasterten Straße werden und dazu beitragen können, unsere Welt bunter werden zu lassen und mitzugestalten“.

Beate Driewer, die als Klassenlehrerin die Heilerziehungspfleger durch den dreijährigen Ausbildungsgang begleitet hatte, gratulierte mit einem humorvollen Rückblick. Darin erinnerte sie an zahlreiche Höhepunkte dieser Zeit – mit Unterricht, Aktionen, Praktika und Klassenfahrten. „Sie konnten nicht verhindern, dass ich Sie in mein Herz geschlossen habe und vermissen werde“, gestand sie dem Examenskurs mit einem Augenzwinkern ein.

Julia Ritter, Klassenlehrerin der Sozialassistenten, ging auf das Motto der Feier ein: In der Klasse sei eine große Vielfalt deutlich wahrnehmbar gewesen, die Schüler hätten dies als Bereicherung betrachtet. „Gemeinsamkeit macht stark, Unterschiedlichkeit macht schlau – ich wünsche Ihnen, dass Sie im Beruf beides erleben und für sich nutzen“, gab sie den frisch Examinierten mit auf den Weg.

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