34. Ahlener Stadtfest
„Love and Peace“ zum Ausklang

Standing Ovations gab es für „Funny and Friends“ am frühen Sonntagabend. Die Band gab ihr Abschiedskonzert.

Montag, 08.07.2019, 17:06 Uhr aktualisiert: 08.07.2019, 17:22 Uhr
Zu den musikalischen Wegbegleitern, die Wolfgang „Funny“ Venne zu seinem Abschiedskonzert eingeladen hatte, gehörten Donny Cromwell und Ralf Junker (v.r.).
Zu den musikalischen Wegbegleitern, die Wolfgang „Funny“ Venne zu seinem Abschiedskonzert eingeladen hatte, gehörten Donny Cromwell und Ralf Junker (v.r.). Foto: Reinhard Baldauf

Furioser Abschluss beim 34. Stadtfest. Standing Ovations für „Funny and Friends“ am frühen Sonntagabend. Das durchaus gemischte Publikum hatte vorher fast zwei Stunden lang den Klängen aus der „guten, alten Zeit“ gelauscht. Wolfgang „Funny“ Venne und seine Mitstreiter ließen die Höhepunkte der 60- und 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts intensiv erklingen.

„Der beste Act vom ganzen Stadtfest dieses Jahr“, urteilte Walter König . Der Diplom-Ingenieur im Ruhestand war jeden Tag auf dem Marktplatz. „Das haben sie verdient, dass der Zuspruch so gut ist“, meinte Ratsfrau Barbara Buschkamp. „Die haben es noch voll drauf“, freuten sich die Eheleute Gabi und Reinhold Wiegard. Umso mehr bedauerten die Fans, dass dies das letzte Konzert sein sollte.

„Das ist keine Beerdigung hier“, meinte Wolfgang Venne jedoch zu Beginn. Solo will der 69-Jährige weiter auftreten. „Funny and Friends“ wurden angekündigt mit „Love and Peace zum Stadtfestausklang“. Von Rock über Soul und Blues sowie Country & Western erklangen die großen Hits. Mit „Gimme Some Lovin’“ von der „Spencer Davis Group“ legte „Funny“ Venne los. Dann ging es Schlag auf Schlag. Songs von den „Beatles“, James Brown, Pat Boone, „The Doors“ und Chuck Berry sowie Wilson Pickett ließen das Publikum voll mitgehen. Bei „Cocaine“ von Eric Clapton bewies Venne nicht nur seine Fähigkeiten auf den Saiten, sondern auch, dass er noch mächtig Stimme hat. Dies traf ebenso auf Donny Cromwell zu, mit dem Venne drei Jahre lang als Profimusiker unterwegs war. Mit seinen 76 Jahren bewies Donny, dass Musik jung hält. Bei „Mustang Sally“ sang das Publikum begeistert mit. Von dem Kanadier gab es auch eine Liebeserklärung: „Ich lebe seit 58 Jahren hier in Deutschland. Es ist meine Heimat.“ Stürmischer Applaus.

Neben Cromwell (Gesang) standen Venne Ralf Junker (Gitarre, Gesang) und „Dumpi“ Wiegand (Schlagzeug, Gesang) zur Seite. Letzterer ließ bei „Tush“ von „ZZ Top“ die Bühne regelrecht beben. Zu den „Friends“ kamen noch als Gäste Horst Kleine­kofort, Absolvent des VHS-Bass-Kurses von Venne, und Lena Brandherm. Die Zwölfjährige übernahm das Querflöten-Solo bei „Nights In White Satin“ von „The Moody Blues“ und überzeugte auf ganzer Linie.

Wegen einer „Gelben Karte“ im vergangenen Jahr, dass er mächtig die Zeit überzogen hatte, kürzte Wolfgang „Funny“ Venne am Sonntag seine Set-Liste. Da fielen unter anderem die „Rolling Stones“ und Gerry Lee Lewis raus, was dem Musikerlebnis insgesamt aber keinen Abbruch tat. Das letzte Lied war ein Schlager. „Meine erste Platte, die ich mit neun Jahren gekauft habe“, berichtete Venne. Das war „Marina“ von Rocco Granata – und das Publikum sang voller Emotionen mit.

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