Nahversorgungszentrum Nord
Erweitert Netto nun doch nicht?

Ahlen -

Edeka beginnt Anfang August mit dem Rohbau. Und Netto? Noch liegt kein Antrag auf Erweiterung der Bestandsfiliale im Ahlener Rathaus vor. Verwunderlich!

Samstag, 13.07.2019, 06:00 Uhr
Erdbewegungen für den neuen Edeka-Markt. Nachbar Netto lässt mit seinem Erweiterungsantrag weiter warten.
Erdbewegungen für den neuen Edeka-Markt. Nachbar Netto lässt mit seinem Erweiterungsantrag weiter warten. Foto: Ulrich Gösmann

Alles schien klar: Wenn Edeka baut, erweitert Netto, um zusammen Stärke zu zeigen auf 2725 Quadratmetern Verkaufsfläche im neuentwickelten Nahversorgungszentrum Nord. Jetzt aber schwebt ein Fragezeichen über den Erweiterungsplänen des Discounters. Netto könnte Antwort geben, sagt aber plötzlich nichts.

Stadtplanerin Dorothea Sachs hatte am Mittwochabend bei einem SPD-Bürgergespräch im Wohnquartier Sekundarschule aufhorchen lassen (wir berichteten). Netto habe noch keinen Antrag für eine geplante Erweiterung gestellt. Überraschend zurückhaltend auch die Pressestelle der preiswerten Edeka-Tochter. Sonst zeitnah auskunftsfreudig, hatte sie im Juni eine Antwort auf die Frage ihres aktuellen Planungszwischenstandes gegenüber unserer Redaktion offengelassen. Einzig der Hinweis aus Maxhütte-Haidhof: Aufgrund der vielen Standortanfragen komme es zu Verzögerungen bei der Beantwortung.

Der Antrag auf Netto-Erweiterung hat das Ahlener Rathaus noch nicht erreicht.

Der Antrag auf Netto-Erweiterung hat das Ahlener Rathaus noch nicht erreicht. Foto: Ulrich Gösmann

Konkreter die Auskünfte bei einem zweiten Versuch am Donnerstagnachmittag: „Wir bitten um Verständnis, dass wir Ihnen zum jetzigen Zeitpunkt aus internen Gründen nach wie vor keine weiteren Informationen dazu geben können“, teilte die Unternehmenskommunikation schriftlich mit.

Netto hatte seine Zukunft am Standort Warendorfer Straße im Jahr 2016 von den Möglichkeiten einer Expansion abhängig gemacht, wie in der Verwaltungsvorlage zur Änderung des Flächennutzungsplanes nachzulesen war. Die aktuell bespielten 700 Qua­dratmeter reichten für einen Fortbestand nicht aus und sollten durch einen seitlichen Anbau auf 1000 erweitert werden.

Unterdessen mehr Entwicklung nebenan: Edeka kündigt sich mit Erdbewegungen für seinem neuen Markt an, der Mitte nächsten Jahres eröffnen soll. Dazwischen der Winter, der den Zeitplan noch beeinflussen könnte. In den nächsten Tagen sollen die Versorgungsleitungen verlegt werden. Torben Döring, Raumplaner bei der bauausführenden Grundbesitz-Verwaltung Stroetmann in Münster, erwartet, dass mit den Rohbauarbeiten Ende Juli / Anfang August begonnen werde. Aus der Presseabteilung der Edeka Rhein-Ruhr gab es am Freitag die ergänzende Information: „Mit der Ausgestaltung des Marktes sind wir zur Zeit noch aktiv in der Planung.“ Edeka Rhein-Ruhr wird Mieter, Betreiber Matthias Milkner. Bei der letzten öffentlichen Präsentation sahen die Pläne eine Verkaufsfläche von 1725 Quadratmetern vor. Im Foyer soll es einen Back- und Blumenshop geben.

Aktuelle Edeka-Grafik, die den Eingangsbereich zeigt.

Aktuelle Edeka-Grafik, die den Eingangsbereich zeigt.

Das Einzelhandelskonzept der Stadt Ahlen legt Nahversorgungsschwerpunkte fest, wie es sie an der Ostbreden­straße (Ost) und an der Hammer Straße (West) gibt. Mit der Entwicklung am Eckpunkt Warendorfer Straße / Konrad-Adenauer-Ring wird jetzt der Norden neu aufgestellt. Fehlt noch der Süden. Eine öffentlich gehandelte Option liegt auf der ehemaligen Mammutschule in Nachbarschaft zu Penny.

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