„Fridays for Future“
Das Klima macht keine Ferien

Ahlen -

„Das Klima macht keine Ferien.“ – Mit aufrüttelnden Appellen wandten sich „Fridays-for-Future“-Aktivisten aus Ahlen und Hamm am Freitag gemeinsam an die Politik.

Samstag, 13.07.2019, 20:30 Uhr
Mit ihren großen Transparenten zeigten die Aktivisten von „Fridays for Future“ aus Ahlen und Hamm am Freitagmorgen in der Ahlener Fußgängerzone Flagge und forderten die Politik zum Handeln auf.
Mit ihren großen Transparenten zeigten die Aktivisten von „Fridays for Future“ aus Ahlen und Hamm am Freitagmorgen in der Ahlener Fußgängerzone Flagge und forderten die Politik zum Handeln auf. Foto: Dierk Hartleb

„Wir werden solange weiter demonstrieren, bis der letzte Braunkohlebagger stillgelegt wird“, erklärte Anna-Lena Schrimpf aus Hamm. Auch Lasse Meiwes kündigte an, in den Ferien weiter für den Klimaschutz demonstrieren zu wollen – mit Mahnwachen.

Eigentlich hatten sich die Hammer mit dem Fahrrad auf den Weg nach Ahlen machen wollen, um sich am Platz der Städtefreundschaft mit den Ahlenern zu treffen und gemeinsam zum Marienplatz zu ziehen. Doch der Regen machte den Gästen einen Strich durch die Rechnung, so dass sie sich schließlich in den Zug setzten. In der Innenstadt angekommen machten sich beide Gruppen daran, die Fußgängerzone mit Sprüchen wie „Die Klimafrage darf keine Existenzfrage werden“ oder „Keine Kohle“ bunt zu machen.

„Es wird Zeit zu handeln“, betonte Lasse Meiwes in seiner Ansprache. Die Ahlener Politik, von der sich allerdings kein Vertreter sehen ließ, forderte Meiwes auf, dem Beispiel Hamms zu folgen und den Klimanotstand auszurufen. Der Hammer Rat hatte dies erst in seiner Sitzung am Dienstag vollzogen. Lasse Meiwes rief die Politik auf, die Forderungen von „ Fridays for Future “ endlich ernst zu nehmen und forderte die Bundesregierung auf, sich ohne Wenn und Aber zu den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens zu bekennen und in praktische Politik umzusetzen.

Die weiteren Rednerinnen Anna-Lena Schrimpf und Sophia Fiehe beschrieben die Folgen des Klimawandels, der längst eingesetzt habe, und zu einer allgemeinen Erwärmung der Meere mit dramatischen Folgen für die Polkappen und insgesamt für die Artenvielfalt geführt habe. Wer jetzt nicht handle, müsse bald auch den Menschen auf die rote Liste setzen.

Unterstützt wurden die Aktivisten von „Fridays for Future“, die in ihrer Freizeit demonstrieren, von „Parents for Future“ aus Hamm und einem Vertreter des Hammer Klimabündnisses. Auch die Ahlener Jungsozialisten unterstützen die Ziele der Aktion „Fridays für Future“, wie Karim Blanz am Rande der Demonstration erklärte.

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