Erster Tag in der „Mammutstadt“
In „Zechopolis“ wird hart gearbeitet

Mammutstadt -

Statt weltumspannender Kontinente gibt es dieses Mal „nur“ Ahlener Stadtteile. Wer aber glaubt, dass die Mammutspiele – dieses Jahr als Mammutstadt ausgetragen – in kleinerem Rahmen stattfinden als die Jahre zuvor, der irrt.

Montag, 15.07.2019, 19:00 Uhr
Vor der Eröffnung warteten 600 Kinder vor dem Haupteingang des JuK-Hauses darauf, dass es endlich los geht. Mit Schildern machten die einzelnen Betreuer an den Sammelpunkten auf ihren Stadtteil aufmerksam.
Vor der Eröffnung warteten 600 Kinder vor dem Haupteingang des JuK-Hauses darauf, dass es endlich los geht. Mit Schildern machten die einzelnen Betreuer an den Sammelpunkten auf ihren Stadtteil aufmerksam. Foto: Ralf Steinhorst

Im Gegenteil: Alle 600 Ferienpässe für die Sechs- bis Zwölfjährigen waren schon vor dem Durchschneiden des Eröffnungsbandes am Montagmorgen vergriffen. Im letzten Jahr waren es knapp über 500.

„Mammut?“, fragt Betreuer Tobias vor der Eröffnung bei den Mammutstadt-Bewohnern vor deren Einzug noch schnell durch das Mikrophon ab und erhält ein sattes „Stadt“ als Antwort. Gelernt ist gelernt, auch nach einem Jahr. Schließlich waren die meisten Kinder auch schon vor einem Jahr dabei. In kleinen Schüben geht es nach der offiziellen Eröffnung zum Registrierungstisch, wo die Einteilung in die Stadtteile erfolgt. Das das bei 600 Bewohnern keine Kleinigkeit ist, zeigt sich spätestens hier, nach über einer Stunde haben die letzten ihren Stadtteil gefunden.

Betreuer Alex aus „Langstfurt“ ist das zweite Mal in dieser Funktion dabei. „Ich arbeite gern mit Kindern“, musste der Student auf Lehramt nicht lange über seine Teilnahme sinnieren. Neu dabei ist Bewohnerin Nena: „Wir fahren dieses Mal nicht in den Urlaub“. Angekommen in den Stadtteilen läuft auch für sie der Einstiegsfahrplan ab, um den keiner am ersten Vormittag herumkommt, damit in den kommenden zwei Wochen alles rund läuft. Dazu gehörten das Kennenlernen der jeweiligen Stadtteil-Betreuer und auch das Beschnuppern der der anderen Stadtteilbewohner.

Weil die letzte „Mammutstadt“ schon sieben Jahre zurück liegt, dazwischen gab’s immer die „Mammutiade“, gilt es daher besonders hinzuhören, was die Organisation angeht. Im Stadtteil „Zechopolis“ hat diese Aufgabe Julius übernommen, der als alter Hase schon in sein zwölftes Betreuerjahr geht. „Wir sind der geschichtsträchtigste Stadtteil her – hier wird richtig hart gearbeitet“, macht Julius in Anspielung auf die Zechenkolonie seine Bewohner schon mal heiß. Ihm gegenüber sitzen die Kids, teilweise schon mit den farbigen Stadtteil T-Shirts und Kappen bekleidet, und hören aufmerksam zu, schließlich ist fast alles anders als in den letzten Jahren. Denn dieses Jahr geht es darum, in 23 Berufen die Mammutstadtwährung „Mammons“ zu verdienen, die dann wieder für Essen oder Freizeit ausgegeben werden können. Für diese Tätigkeiten werden, wie im richtigen Leben, Bewerbungen abgegeben, hochmodern über Tablett und Digitalnetzwerk werden die Jobs dann verteilt. Dafür braucht dann nicht am Jobcenter angestanden werden, wie in der Vergangenheit.

Erster Tag in der „Mammutstadt“

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  • Alle Bewohner haben ihre Stadtteile gesucht und gefunden. Foto: Ralf Steinhorst
  • Alle Bewohner haben ihre Stadtteile gesucht und gefunden. Foto: Ralf Steinhorst
  • Alle Bewohner haben ihre Stadtteile gesucht und gefunden. Foto: Ralf Steinhorst
  • Alle Bewohner haben ihre Stadtteile gesucht und gefunden. Foto: Ralf Steinhorst
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  • Alle Bewohner haben ihre Stadtteile gesucht und gefunden. Foto: Ralf Steinhorst
  • Alle Bewohner haben ihre Stadtteile gesucht und gefunden. Foto: Ralf Steinhorst
  • Alle Bewohner haben ihre Stadtteile gesucht und gefunden. Foto: Ralf Steinhorst
  • Alle Bewohner haben ihre Stadtteile gesucht und gefunden. Foto: Ralf Steinhorst
  • Alle Bewohner haben ihre Stadtteile gesucht und gefunden. Foto: Ralf Steinhorst

Betreuerin Anna ist parallel schon unterwegs, um einen Bürgermeister- und fünf Ministerkandidaten zu suchen. Denn auch die Mammutstadt braucht ein Stadtoberhaupt. Die Wahl findet am Donnerstag von 10 bis 15 Uhr in geheimer Wahl statt, die Wahlurnen, ausgeliehen von den „Erwachsenenwahlen“, stehen schon bereit. Zum Tagesabschluss am Donnerstag steht dann der neue Bürgermeister oder Bürgermeisterin fest.

„Über 200 T-Shirts und 60 Käppis haben wir schon herausgegeben“, hat Elke Wischnewski von Team-Sport Otte vor Mittag schnell den Stadtteilbekleidungsbestand durchgerechnet. Auch die Aufweckmammuts waren am ersten Tag schon ab 7.30 Uhr in der Frühbetreuung im Einsatz. Dort fanden sich schon 59 der 60 angemeldeten Kinder ein – ein neuer Rekord.

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