Veranstaltung im Ahlener Lokschuppen
„Klassik-Sommer“ endet schwedisch

Ahlen -

Seinen „Weltenlauf“ beendet der „Klassik-Sommer“ am Samstag, 20. Juli, um 19.30 Uhr im Lokschuppen auf dem Gelände der Zeche Westfalen.

Dienstag, 16.07.2019, 12:00 Uhr
Das Boulanger Trio spielt zum Abschluss des „Klassik-Sommers“ im Lokschuppen der Zeche Westfalen einige Werke schwedischer Komponisten.
Das Boulanger Trio spielt zum Abschluss des „Klassik-Sommers“ im Lokschuppen der Zeche Westfalen einige Werke schwedischer Komponisten. Foto: Steven Haberland

Dort beschwört Film- und Theaterschauspieler Johann von Bülow die zauberhafte Atmosphäre eines verliebten Sommers im schwedischen Schloss Gripsholm herauf. Das Boulanger-Trio spielt dazu Werke schwedischer Komponi sten.

Mit Kurt Tucholskys sommerleichtem Roman geht die Reise zum schwedischen See Mälaren. Im „roten Schloss“ spielt seine Novelle „Schloss Gripsholm“. Tucholsky knüpfte mit ihr an seinen ersten Erfolg an. Doch anders als in „Rheinsberg. Ein Bilderbuch für Verliebte“ ist die Sommerliebe in Gripsholm zwischen Peter und Lydia (und Billie) alias Kurt und Lisa (und Yvonne) weniger unbeschwert. Gripsholm hat auch dunkle Farben, erdet Berliner Schnauze mit plattdeutschen Einsprengseln, birgt literarische Kabinettstückchen wie die Schilderung grausamer Rituale im antiken römischen „Circus Maximus“. Doch zuallererst ist Gripsholm eine zart-skandalöse Ménage à trois, die in der Weimarer Republik für Aufsehen sorgte.

Johann von Bülow lässt die Atmosphäre von damals wieder aufleben. Damit eifert er zwei erfolgreichen Verfilmungen nach: 1963 waren Nadja Tiller und Walter Giller das skandalöse Liebespaar, 2000 verschlug es Ulrich Noethen und Heike Makatsch als Peter und Lydia ins schwedische Läggesta am Mälarsee.

Musikalisch reichern die Boulangers Gripsholm mit Werken heimischer Komponisten zum Skandinavien-Erlebnis an: Elfrida Andrée war eine der ersten Organistinnen und angesehenen Komponistinnen Skandinaviens. Ihr Lehrer Ludwig Norman war in Leipzig Studienkollege von Robert Schumann und wurde einer der bedeutendsten Sinfoniker Schwedens.

Johann von Bülow

Johann von Bülow Foto: Mike A. Kraus

Johann von Bülow ist Fernsehzuschauern aus Serien wie „Mord mit Aussicht“ und „Herr und Frau Bulle“ und Verfilmungen („Die Spiegelaffäre“) bekannt. Seine erste Filmrolle hatte der Neffe von Vico von Bülow (Loriot) 1995 neben Franka Potente in „Nach Fünf im Urwald“. „Das Wunder von Lengede“, „Götz von Berlichingen“, „Das Adlon – eine Familiensaga“, Rollen in Krimiserien wie „Marie Brand“, „Tatort“ und Der gute Bulle“ sind weitere Fernsehproduktionen, in denen von Bülow auftrat. Neben den Haupttätigkeiten für Film und Fernsehen ist das Vorlesen in den letzten vier Jahren ein weiterer wichtiger Teil seiner Arbeit geworden.

Karten für den Abschlussabend des „Weltenlaufs“ gibt es beim Kulturbüro der Stadt Hamm, allen „Eventim“-Vorverkaufsstellen oder über das Internet.

 

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