Drehorte für Kino-Komödie
„Comforto“ wird zum Polizeirevier

Ahlen -

Die Vorbereitungen für die Kino-Komödie, die im Herbst in Ahlen gedreht wird, sind weit fortgeschritten. Bei einem weiteren Streifzug von Drehbuchautor und Szenenbildner durch die Wersestadt wurden weitere Drehorte festgelegt.

Mittwoch, 17.07.2019, 19:00 Uhr
Über den Dächern von Ahlen: Michael Aßmann, Hausmeister am ehemaligen „Comforto“-Standort, zeigt Axel Nocker (Szenenbildner) und Alexander Schubert (Schauspieler und Drehbuchautor, v.l.) mögliche Drehorte. Den Kontakt hatte Adrian Topol (kl. Bild) hergestellt.
Über den Dächern von Ahlen: Michael Aßmann, Hausmeister am ehemaligen „Comforto“-Standort, zeigt Axel Nocker (Szenenbildner) und Alexander Schubert (Schauspieler und Drehbuchautor, v.l.) mögliche Drehorte. Den Kontakt hatte Adrian Topol (kl. Bild) hergestellt. Foto: Christian Wolff

Michael Aßmann deutet in Richtung Stockpiper: „Was da schon alles passiert ist, wäre auch filmreif“, sagt er. Das berüchtigte EBV-Hochhaus, in dem vor 18 Jahren drei Männer einem Ahlener nach einem Trinkgelage bei lebendigem Leib den Kopf abtrennten, machte mehrfach Schlagzeilen.

Alexander Schubert hört gut zu, als er gemeinsam mit dem Hausmeister auf dem Flachdach der einstigen „Comforto“-Verwaltung steht und über die Dächer von Ahlen blickt. „Aber wir drehen hier ja zum Glück eine Komödie“, sagt der Schauspieler und Drehbuchautor nachdenklich. „Gute Frage, ob wir das Haus in irgendeiner Form mit einbauen.“

Gemeinsam mit Szenenbildner Axel Nocker grast Alexander Schubert – dem Fernsehpublikum vor allem aus „Sketch History“ und „Heute-Show“ ( ZDF ) bekannt – derzeit die Wersestadt ab, um die vor einigen Wochen bereits anvisierten Drehorte festzulegen. Denn: Im Herbst wird in Ahlen eine Kino-Komödie gedreht (die „AZ“ berichtete). „Wir haben uns auch schon unters Ahlener Stadtfest-Publikum gemischt. Das war sehr cool“, so Schubert.

Als Drehort so gut wie gesetzt ist das ehemalige „Comforto“-Werk. Nocker kann sich gut vorstellen, die Verwaltung in eine Polizeistation zu verwandeln, die im Plot eine zentrale Rolle spielen soll. Nicht zuletzt sei hier genug Platz, auch ein komplettes Produktionsbüro einzurichten. „Wir stellen das Objekt gerne für das Team zur Verfügung“, bekräftigt Dietmar Kupfernagel, der die einstige „Haworth“-Außenstelle im Vorjahr gemeinsam mit Geschäftspartnern erworben hat.

Adrian Topol hatte seinen Kollegen Schubert auf die Idee gebracht, ein Filmprojekt in seiner früheren Heimatstadt umzusetzen. Einerseits aus den eigenen positiven Erfahrungen beim Kurzfilmprojekt „Augenblick“, andererseits aufgrund der reizvollen Kontraste, die Ahlen seiner Meinung nach bietet. Inzwischen sind die Vorbereitungen weit fortgeschritten. Details zur Handlung wollen die Akteure aber noch nicht verraten. Auch die weitere Besetzung werde noch für Überraschungen sorgen, verspricht der heute in Berlin lebende Künstler.

Der frühere „Comforto“-Showroom bietet der Filmcrew ebenfalls viel Potenzial.

Der frühere „Comforto“-Showroom bietet der Filmcrew ebenfalls viel Potenzial. Foto: Christian Wolff

„Wir müssen jetzt nur noch eine Unterkunft für unser gut 50-köpfiges Team finden“, schiebt Topol im Gespräch mit unserer Zeitung hinterher. „Im Hotel wird‘s auf mehrere Wochen gesehen sicher zu teuer.“ Schließlich müssten bei dem durch Sponsoren finanzierten Filmprojekt die Kosten im Blick behalten werden. „Damals bei ,Augenblick‘ hatten wir einen ganzen Block in der ,Westfalen-Kaserne‘ belegen können. Wir wissen aber noch nicht, ob das wieder möglich sein wird.“ Die Anfragen laufen gerade erst.

Und im August stehe noch ein Gespräch mit Bürgermeister Dr. Alexander Berger an, der die Filmcrew ebenfalls nach Möglichkeit unterstützen will. Im September sollen dann die ersten Szenen im Kasten sein.

Wir müssen nur noch eine Unterkunft für unser gut 50-köpfiges Team finden.

Adrian Topol
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