Lisa Koch in Uganda
Zwei Koffer rappelvoll mit Spenden

Ahlen -

Die Anreise lief nicht ganz reibungslos. Aber seit Dienstag ist die Ahlenerin Lisa Koch in Uganda – mit dickem Gepäck.

Dienstag, 23.07.2019, 23:00 Uhr aktualisiert: 24.07.2019, 09:40 Uhr
Zwei Koffer voller Spenden – von Mundharmonikas über Zahnbürsten und Buntstifte bis zu Fußbällen – nahmen Lisa Koch und Joyce Nakawombe mit nach Uganda.
Zwei Koffer voller Spenden – von Mundharmonikas über Zahnbürsten und Buntstifte bis zu Fußbällen – nahmen Lisa Koch und Joyce Nakawombe mit nach Uganda. Foto: Privat

Unterwegs in Afrika, unterwegs für Kinder: Die Ahlenerin Lisa Koch und ihre ugandische Freundin Joyce Nakawombe machten sich am vergangenen Samstag auf den Weg nach Uganda. Allerdings nicht ganz reibungslos. Eine Zwischenlandung in Burundi war nicht geplant: technische Probleme am Flieger. Am Montag sollte es mit einer Ersatzmaschine weiter nach Entebbe gehen.

Lisa Koch hoffte, dass auch die beiden mit Spenden vollgepackten Koffer dort ankommen – und hatte Glück: „Wir sind am Dienstag um 2.30 Uhr schon nach 66,5 Stunden an unserem Ziel gewesen. Mit unserem kompletten Gepäck“, schreibt sie am Dienstagmittag in die Redaktion.

Lisa Koch und Joyce Nakawombe beim Mundharmonikaverkauf in Ahlen.

Lisa Koch und Joyce Nakawombe beim Mundharmonikaverkauf in Ahlen. Foto: Christoph Aulbur

Die Spenden hatten die beiden Frauen zuvor gesammelt, um die St. Michael Primary School in Wairaka und den Bau eines Waisenhauses in Kawuku zu unterstützen. Lisa Koch hatte unter anderem zu verschiedenen Anlässen leicht spielbare Mundharmonikas verkauft (unsere Zeitung berichtete).

Eine große Zahl der Instrumente wanderte jetzt dank einer großzügigen Spende der Firma Hohner mit in den Reisekoffer. „Musik verbindet und überwindet so manches mal Verständigungsprobleme“, hat Lisa Koch nämlich schon bei ihren vorherigen Reisen festgestellt. Mit den Mundharmonikas will sie zusammen mit Kindern und Lehrern der St. Michael Primary School musizieren. „Mit etwas Glück schaffen wir es am Ende unserer Reise, ein kleines Konzert zu veranstalten“, hofft die engagierte Ahlenerin, die sich aber auch freut, dass neben den Mundharmonikas weitere Sachspenden wie Zahnbürsten, Zahnpasta, Kugelschreiber, Buntstifte, extra bruchfeste Bleistifte, T-Shirts und Fußbälle zusammengekommen sind.

Zwischenzeitlich wollen Lisa Koch und Joyce Nakawombe nach Kawuku fahren, das etwa 40 Kilometer von der ugandischen Hauptstadt Entebbe entfernt liegt. Dort möchten sie das Projekt von Joyce weiter begleiten. Die in Essen lebende Uganderin baut dort ein Heim für Aidswaisen, das von Witwen geleitet werden soll. Später, wenn diese Kinder erwachsen sind, sollen sie sich wiederum um die dann alten Witwen kümmern – ein Mehrgenerationenprojekt sozusagen.

Die beiden Frauen hofften vor ihrer Ankunft, dass der Zoll bei der Einreise in Uganda gnädig ist und sie dort keine oder nur geringe Gebühren entrichten müssen, damit die Spendengelder für das Waisenhaus eingesetzt werden können. Und sie hatten noch mal Glück: „Bei der Flughafenkontrolle in Burundi hat mir das Mundharmonikaspielen, das Verschenken einer Mundharmonika und der Zeitungsartikel (ein früherer „WN“-Bericht über die Spendenaktion, Anm. d. Red.) das Kofferöffnen erspart. In Entebbe am Zoll reichte es, Mundharmonika zu spielen und unser Vorhaben zu erklären“, schreibt Lisa Koch.

Zur gleichen Zeit, so die Ahlenerin, seien auch Birgit Sander, Rene Hüser und Pia Hannes vom Hammer Verein „children4future“ in Uganda. Sie möchten unter anderem eine Impfaktion an der St. Michael Primary School durchführen.

Weitere Infos gibt es unter www.children4future.de und www.koch-bestattungen.de/uganda-news.

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