SPD besucht Projekt am Stockpiper
„Mehr Sozialer Wohnungsbau nötig“

Ahlen -

Mit einem Besuch des Neubauprojekts am Stockpiper eröffnete die SPD Süd-Ost-Dolberg am Wochenende ihr Sommerprogramm. Architekt Hartmut Rogalla erläuterte den Genossen sein Konzept, das vor allem auf Sozialem Wohnungsbau gründet.

Sonntag, 28.07.2019, 19:30 Uhr aktualisiert: 29.07.2019, 08:04 Uhr
Der SPD-Ortsverein Süd-Ost-Dolberg lud zur Besichtigung der neuen Wohnhäuser am Stockpiper ein. Im Rahmen des Sommerprogramms erläuterte Architekt Hartmut Rogalla das besondere Konzept.
Der SPD-Ortsverein Süd-Ost-Dolberg lud zur Besichtigung der neuen Wohnhäuser am Stockpiper ein. Im Rahmen des Sommerprogramms erläuterte Architekt Hartmut Rogalla das besondere Konzept. Foto: Peter Schniederjürgen

Eine architektonische Besonderheit nahm sich am Samstag die SPD Süd-Ost-Dolberg zum Auftakt ihres Sommerprogramms vor. Unter der Führung des Bauherrn und Architekten Hartmut Rogalla besichtigten die Sozialdemokraten die von ihm geschaffene neue Häuserreihe am Stockpiper.

Die vier farblich unterschiedlichen Einzelhäuser fallen in der sonst sehr streng gegliederten Straße deutlich auf und vermitteln einen außergewöhnlichen Eindruck. „Um die Empfindung einer städtebaulichen Verdichtung zu vermeiden, sind die Häuser in Bezug auf die gegenüberliegende Wohnanlage als Einzelhäuser ausgelegt“, führte der Architekt ein.

Eingeladen hatte die Doppelspitze des Ortsvereins, Frederik Werning und Sophia Laura Maschelski. „Für uns ist das eine besonders bemerkenswerte Aktion, da die Häuser als ‚Sozialer Wohnungsbau‘ ausgewiesen sind“, stellte Werning fest. Zusammen mit dem stellvertretenden Bürgermeister Karl-Heinz Meiwes lobte die Ortsvereinsspitze das Engagement des Architekten und forderte insgesamt mehr Investitionen in diese Form des Wohnungsbaus.

Hartmut Rogalla berichtete ausführlich von den Problemen, die bei dieser Form für den Privatinvestor entstehen. „Insgesamt sind hier sehr hohe Auflagen zu berücksichtigen“, machte der Bauherr deutlich. Die reichten von der Begrenzung der Miethöhe bis zur Unterwerfung an die Maßstäbe der Kreisverwaltung und der finanzierenden NRW-Bank. Hier wünschte sich Rogalla ganz klare Erleichterungen – gerade für Privatinvestoren. „Denn den formalen Aufwand kann kaum eine Einzelperson bewältigen“, hob der Architekt hervor.

Dabei sind gar die Größen der Wohnungen exakt definiert. So gibt es 16-mal Dreizimmerwohnungen mit je 82 Quadratmetern und acht Zweizimmerwohnungen mit je 67 Quadratmetern Wohnfläche. Doch trotz allen Aufwands sind die vier Häuser ein echter Blickfang geworden. Allein die Gestaltung in den Farben des Regenbogens – grün, rot, blau und gelb – zieht derzeit die Blicke auf sich. Gekrönt werden die Gebäude von einen Walmdach. Davor befinden sich großzügige Freiflächen. „Damit wollte ich Räume schaffen“, erklärte der Planer.

Dazu sind die Gebäude als Passivhäuser ausgelegt. „Das heißt auch, dass die Lüftung mittels offener Fenster tunlichst vermieden werden sollte“, so Hartmut Rogalla. Das übernimmt eine ausgeklügelte Belüftungsanlage. „Die versorgt die Wohnung 24 Stunden lang mit Frischluft“, hebt der Konstrukteur hervor. So gab es vor dem Bezug für die Bewohner eine Art „Wohnseminar“. Dabei wurden ausführlich die Besonderheiten des Passivhauses und seiner ausgeklügelten Lüftungstechnik erklärt.

Aber auch die Ausgestaltung ist eines zweiten Blickes wert. „Wir nehmen die hinter der Grenze liegende parkartige Landschaft des Ostfriedhofs auf“, zeigte Rogalla und verwies auf Abstellräume für Fahrräder sowie zahlreiche weitere Details.

Insgesamt sind hier sehr hohe Auflagen zu berücksichtigen.

Hartmut Rogalla
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