Marlies Schürmeyer
47 Jahre das sympathische Mönch-Gesicht

Ahlen -

Nein, wirklich gerne lassen die Kolleginnen Marlies Schürmeyer nicht ziehen. Aber nach 47 Jahren im Schuhhaus Mönch hat sich die Ahlenerin die Rente verdient.

Mittwoch, 31.07.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 01.08.2019, 08:40 Uhr
An ihrem letzten Arbeitstag im Schuhhaus Mönch wurde Marlies Schürmeyer von Filialleiter Kristof Lüthje im Kreis ihrer Kolleginnen verabschiedet. Gerne ließ man die Ahlenerin allerdings nicht ziehen.
An ihrem letzten Arbeitstag im Schuhhaus Mönch wurde Marlies Schürmeyer von Filialleiter Kristof Lüthje im Kreis ihrer Kolleginnen verabschiedet. Gerne ließ man die Ahlenerin allerdings nicht ziehen. Foto: Dierk Hartleb

Im Schuhhaus Mönch an der Oststraße steht Treue hoch im Kurs. So lange wie Marlies Schürmeyer ist hier allerdings bislang keine andere Mitarbeiterin tätig. Mit dem 1. August ist aus dem „ist“ aber ein „war“ geworden, denn am Mittwoch wurde die 62-Jährige verabschiedet.

Am 1. August 1972 hatte Marlies Schürmeyer ihre Stelle als Auszubildende in dem Schuhhaus angetreten, das seinerzeit von den Kellersmanns geleitet wurde. 1987 übernahm Klauser-Schuhe mit Firmensitz in Wuppertal das Haus in Ahlen und führt es seitdem als eine seiner Filialen. Klauser-Schuhe ist eines der größten inhabergeführten Schuhhäuser in Deutschland.

Verabschiedet wurde Marlies Schürmeyer am Mittwochvormittag von Filialleiter Kristof Lüthje im Kreise der Kolleginnen. Leicht fällt der Ahlenerin der Abschied nicht. „Ich habe gern gearbeitet“, bekennt sie an ihrem letzten Arbeitstag. Aber Langweile werde sie deshalb im Ruhestand nicht haben, schiebt sie gleich hinterher. Dafür hat sie zu viele Hobbys, die sie körperlich wie mental fit halten. Einmal in der Woche ist Aqua-Fitness im Parkbad angesagt. Zudem wird man sie künftig noch häufiger durch die münsterländische Landschaft radeln sehen.

Lesen und Stricken zählen ebenfalls zu ihren Lieblingsbeschäftigungen. Und dann ist da noch der zweijährige Hund der Tante, der viel Auslauf benötigt und auch noch reichlich Flausen im Kopf hat.

Kristof Lüthje lässt seine Mitarbeiterin ungern gehen. „Unsere Kundschaft schätzt die Art von Frau Schürmeyer sehr“, stellt er fest. Und wie zum Beweis betritt ein Kunde das Schuhgeschäft, blickt sich kurz suchend um und überreicht der angehenden Rentnerin einen Blumenstrauß, den er ihr gerade vom Wochenmarkt mitgebracht hat.

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