„Mädels-Klamotten“
Alle wollen „Mädels-Klamotten“

Ahlen -

Rappelvoll ist die Fußgängerzone am Samstagvormittag. Kein Wunder, schließlich reiht sich Stand an Stand, überall gibt es Schnäppchen und gutes Gebrauchtes.

Sonntag, 04.08.2019, 20:18 Uhr aktualisiert: 04.08.2019, 20:40 Uhr
Haben ziemlich viel Spaß an Verkauf und Kauf: Chiara Struminski, Daniela Hermeikes, Zaera Alzab und Eva-Roxanna Seiler am Samstag in der Fußgängerzone.
Haben ziemlich viel Spaß an Verkauf und Kauf: Chiara Struminski, Daniela Hermeikes, Zaera Alzab und Eva-Roxanna Seiler am Samstag in der Fußgängerzone. Foto: Peter Schniederjürgen

Am Samstag ist der Bummel über die Fußgängerzone mal wieder ein besonderes Erlebnis. Diesmal reihen sich die Stände des Flohmarkts „Mädels-Klamotten“, den die Werbegemeinschaft Ahlen initiierte, aneinander. „Das schafft Platz im Kleiderschrank und Raum für Neues“, schmunzelt Stefanie Hartkopf . Sie ist mit Nadja Lipinski gekommen, um „Altbeständen“ den Rest zu geben. Oder besser: sie los zu werden. Genauso haben es zahllose weitere Hobbyhändlerinnen die Ost- und Weststraße rauf und runter im Sinn.

So reicht das Angebot auch vom flippigen Hippielook bis zum feierlichen Ball- oder Verlobungskleid. Das genau bietet Nurcan Yavas an. Die junge Frau hat vor zwei Jahren geheiratet und nun den Entschluss gefasst, sich von dem edlen Teil zu trennen. „Bei uns wird in der türkischen Tradition die Verlobung sehr groß gefeiert, dafür gibt’s dann ein besonderes Kleid“, erklärt sie. Rosa und mit Pailletten und Spitzen besetzt, sieht man dem Traum aus feinem Stoff die aufwendige Machart an. Sicher kein Schnäppchen, aber offensichtlich ein ganz besonderes Stück.

Es muss nicht immer was Neues sein.

Eva-Roxanna Seiler

Dabei sind Schnäppchen auf dem Markt besonders gefragt. Gern dürfen es Markensachen zum Schleuderpreis sein. Joop-Blazer für neu über 200 Euro wechseln schließlich für zehn Prozent des einstigen Preises die Besitzerin. Hier laufen die Preisverhandlungen wie auf dem Basar. Es wird auf Teufel komm raus gefeilscht. Doch trotz der harten Verhandlungen steht für viele Händlerinnen der Spaß am Kontakt mit den Kundinnen und Kunden im Vordergrund. „Hier trifft man immer wieder spannende und interessante Leute“, sind sich Stefanie Hartkopf und Nadja Lipinski einig.

Denn die Lust zum Shoppen und der Spaß am Neuen ziehen. Auch, wenn‘s gebraucht ist. „Es muss nicht immer was Neues sein“, hebt Eva-Roxanna Seiler hervor. Für sie hat so ein Markt auch einen ganz klaren Umweltaspekt. „Was schon da ist, verbraucht keine Ressourcen mehr – und preiswerter ist es auch“, findet die Ahlenerin. Gerade hat sie eine besonders schöne Strickjacke „geschossen“. Für Verkäuferin Daniela Hermeikes ein erfreuliches Geschäft. „Schließlich habe ich die Jacke sehr gern gehabt, schön wenn sie weiter getragen wird“, trennt sie sich von dem ehemaligen Lieblingsteil.

„Mädels-Klamotten“ der Werbegemeinschaft Ahlen

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Was aber ist der Trend, was geht am besten auf diesem etwas anderen Flohmarkt? Schmuck geht gut, da sind sich alle befragten Händlerinnen einig. Ansonsten ist die Palette der Angebote unglaublich vielfältig. „Meine Shabby-Schick-Sachen gehen auch sehr gut weg“, freut sich Nicole Dohle. Ihr Stand hat schon was von einem Antiquitätengeschäft mit Bleikristall und versilberten Leuchtern. Hier überwiegt die Menge der Dekoartikel die der Kleider um einiges. „Swarovski-Schmuck läuft hervorragend“, reibt sich Chiara Struminski die Hände. Denn die Glitzersteine ziehen die Blicke fast magisch auf sich.

„Toll, dass wir hier günstig Sachen auch für unsere Kinder einkaufen können“, ist Zaera Alzab begeistert. Sie hat für Tochter Maria gute Kleidung gefunden. „Denn Kinderkleidung hat ja kaum Verschleiß und ist neu doch sehr teuer“, hat die junge Mutter erfahren.

Eines wird zudem deutlich: „Mädels-Klamotten“ ist mehr als nur ein Flohmarkt. Hier gibt’s Tipps und Gespräche und viel gute Laune.

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