Großbrand in Ahlen
Erste Bilanz: Mindestens fünf Millionen Euro Schaden

Ahlen -

Während an der Einsatzstelle des Großbrands im Ahlener Osten noch immer Nachlöscharbeiten nötig sind, ziehen Feuerwehr und Ordnungskräfte eine erste Bilanz: Mindestens fünf Millionen Euro Schaden, aber keine verletze Personen.

Mittwoch, 07.08.2019, 13:46 Uhr aktualisiert: 07.08.2019, 13:58 Uhr
Peter Füchtenhans (Umweltbetriebe), Walter Wolf (Feuerwehr) und Andreas Mentz (Stadtbaurat, v.l.) erläutern am Mittwochmittag neben Gabriele Hoffmann (Ordnungsamt), Lutz Henke (Pressesprecher) und Thorben Welte (Wirtschaftsförderer) bei einer Pressekonferenz die Umstände und Folgen des Großbrandes im Industriegebiet Ost.
Peter Füchtenhans (Umweltbetriebe), Walter Wolf (Feuerwehr) und Andreas Mentz (Stadtbaurat, v.l.) erläutern am Mittwochmittag neben Gabriele Hoffmann (Ordnungsamt), Lutz Henke (Pressesprecher) und Thorben Welte (Wirtschaftsförderer) bei einer Pressekonferenz die Umstände und Folgen des Großbrandes im Industriegebiet Ost. Foto: Christian Wolff

Der Sachschaden ist enorm: Er liegt nach erster Einschätzung der Polizei bei mindestens fünf Millionen Euro. Dennoch stellt Stadtbaurat Andreas Mentz eine Erkenntnis am Tag nach dem Großbrand beim Spielzeughandel „Rappelkiste“ ganz nach vorne: „Es ist kein Mensch zu Schaden gekommen. Das ist bei einem Schadensereignis dieser Größenordnung nicht selbstverständlich.“

Während Mittwochmittag, genau 24 Stunden nach der Erstalarmierung, noch immer 20 bis 30 Kräfte an der Gersteinstraße mit Nachlöscharbeiten beschäftigt sind, bittet die Stadt zur Pressekonferenz ins Rathaus. Feuerwehr , Ordnungsamt, Umweltbetriebe und Wirtschaftsförderungsgesellschaft ziehen dabei nicht nur eine erste Bilanz, sondern wollen auch signalisieren: Wir lassen die „Rappelkiste“ jetzt nicht allein.

Bildnachlese zum Großbrand im Spielzeuglager

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  • Über Stunden hinweg band der Großbrand in Ahlen mehr als 120 Einsatzkräfte. Foto: Christian Wolff
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  • Über Stunden hinweg band der Großbrand in Ahlen mehr als 120 Einsatzkräfte. Foto: Christian Wolff
  • Über Stunden hinweg band der Großbrand in Ahlen mehr als 120 Einsatzkräfte. Foto: Christian Wolff
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Wachleiter Walter Wolf spricht von „heiklen Situationen“, die viele der zeitweise rund 120 Einsatzkräfte bei dem Großfeuer erlebt haben. „Ein Begehen der Halle war schnell unmöglich. Erschwerend kam hinzu, dass im Inneren mehrere Propangasbehälter explodierten, so dass wir uns zur eigenen Sicherheit auf den Angriff von außen konzentrieren mussten.“ Als Glücksfall bezeichnet er es, dass der jetzige Brandort erst im Vorjahr Schauplatz einer großen Wehrübung war. „Wir kannten die Wege und Gegebenheiten also.“ Wolf lobt die Einsatzbereitschaft seiner gesamten Truppe und die enge Kooperation mit den Nachbarwehren. Laut Landesamt für Umwelt- und Naturschutz haben Luftmessungen während des Einsatzes keine Überschreitung kritischer Werte ergeben.

Betreiber Markus Schier befindet sich auf dem Rückflug aus Thailand, wo er von der Katastrophe überrascht wurde, als er gerade neue Spielzeuge in Augenschein nahm. „Unser Geschäftsführer Jörg Hakenesch, der sich derzeit selbst im Urlaub befindet, hat umgehend Kontakt mit ihm aufgenommen“, informiert Wirtschaftsförderer Thorben Welte. „Ich habe bereits in Ahlen abgefragt, wo noch freie Hallenkapazitäten sind, um der ,Rappelkiste‘ zumindest vorübergehende Ausweichlösungen anbieten zu können.“ Am Montag soll eine Krisensitzung mit der Firmenleitung im Beisein von Bürgermeister Dr. Alexander Berger folgen.

Großbrand am 6. August 20019 in Ahlen

Den Spielzeugvermarkter trifft der Großbrand zur Unzeit: „Wir haben es hier mit einem expandierenden Unternehmen zu tun, der erst vor drei Jahren aus dem Olfetal in den Altstandort des Polstermöbelherstellers ,Corona‘ umgezogen ist“, beschreibt Stadtbaurat Mentz, als er Berger bei der Pressekonferenz vertritt. „Am 6. September sollte Richtfest für eine weitere Halle sein.“ Ob und wie dieses Gebäude, das durch das Großfeuer ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen worden ist, weitergebaut wird, liege ganz in den Händen von Markus Schier und seinem Team, das aus rund 30 bis 40 Mitarbeitern bestehe.

Einen Brand in dieser Dimension hat Ahlen seit gut 15 Jahren nicht mehr erlebt. Damals, als am späten Abend des 3. Februar 2005 im Gewerbegebiet „Am Vatheuershof“, der Entsorgungsbetrieb Karl in Flammen stand, war die Rauchsäule aufgrund der Dunkelheit gar nicht so weithin sichtbar, wie es nun bei der „Rappelkiste“ der Fall war. 

Millionenschaden: Großbrand in Ahlener Spielzeug-Lagerhalle

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