Landesumweltamt beim Großbrand
Keine Grenzwertüberschreitung

Ahlen -

Das Landesamt für Umwelt- und Naturschutz hat noch während des Großbrandes im Ahlener Osten Luft- und Bodenproben entnommen. Nach erster Einschätzung wurden keine gefährlichen Grenzwerte überschritten, heißt es.

Mittwoch, 07.08.2019, 18:30 Uhr
Die ganze Nacht hindurch blieb die Einsatzstelle an der Gersteinstraße unter dem Fokus der Feuerwehrkräfte, die regelmäßig abgelöst wurden. Immer wieder flammte der Brand an verschiedenen Stellen des völlig zerstörten Hallenkomplexes auf.
Die ganze Nacht hindurch blieb die Einsatzstelle an der Gersteinstraße unter dem Fokus der Feuerwehrkräfte, die regelmäßig abgelöst wurden. Immer wieder flammte der Brand an verschiedenen Stellen des völlig zerstörten Hallenkomplexes auf. Foto: Christian Wolff

Erst wenn die letzten Glutnester beseitigt und die größte Hitze abgeklungen ist, können die Brandermittler ihre Arbeit aufnehmen. Bis dahin bleibt es Spekulation, was den Großbrand bei der „Rappelkiste“ ausgelöst hat. Parallel laufen bereits Maßnahmen zum Umweltschutz.

Entwarnung gaben am Mittwoch die Experten des Landesamts für Umwelt- und Naturschutz. Sie nahmen noch während des Einsatzes am Dienstag Proben im Umfeld und in Zugrichtung der Rauchwolke. Eine Grenzwertüberschreitung wurde nicht festgestellt, was wohl auch daran liegt, dass die Schwaden aufgrund der enormen Hitzeentwicklung schnell in große Höhen gedrückt wurden. In der Windrichtung liegt glücklicherweise kein Wohngebiet. Dennoch wurde sicherheitshalber über Radio und Warn­app „Nina“ geraten, Türen und Fenster im Umfeld geschlossen zu halten.

Mittwochmittag: Ein Blick in die noch immer heißen Schuttberge der ausgebrannten Spielzeughalle im Ahlener Osten.

Mittwochmittag: Ein Blick in die noch immer heißen Schuttberge der ausgebrannten Spielzeughalle im Ahlener Osten. Foto: Christian Wolff

Peter Füchtenhans, der bei den Ahlener Umweltbetrieben für das Kanalwesen verantwortlich zeichnet, informierte am Mittwoch darüber, dass die chemischen Rückstände durch Löschschaum komplett entsorgt werden können. „Damit wurde die Fachfirma Hülsmann betraut, da wir das nicht selber machen können.“ Löschwasser, das in die Regenwasserkanäle gelangt ist, sei im Regenklär- und Rückhaltebecken an der Maybachstraße abgeschieden. „Kontaminie rtes Wasser ist zum Glück nicht in die Olfe oder die Vorfluter gelangt. Daneben haben wir vor Ort eine Pumpe installiert“, so Füchtenhans. „Eine Beprobung läuft.“

Kontaminiertes Wasser ist zum Glück nicht in die Olfe oder die Vorfluter gelangt.

Peter Füchtenhans
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