Peter Frank und Uwe Scheunemann
In knalligem Orange auf Balkan-Tour

Ahlen -

4000 Kilometer in 13 Tagen durch 14 Länder mit einem 20 Jahre alten VW Caddy – Dieses Abenteuer steht dem Ahlener Peter Frank mit seinem Freund Uwe Scheunemann aus Minden auf der Rallye „Balkan-Express“ ab dem 22. August bevor.

Freitag, 09.08.2019, 18:00 Uhr
Mit Spannung, Aufregung und Respekt gehen der Mindener Uwe Scheunemann (l.) und der Ahlener Peter Frank als Team „Feel orange“ auf die „Balkan-Express“-Rallye. Das Fahrzeug mit nur 36 000 Laufleistung haben sie im Internet ersteigert. Aufgrund der spartanischen Ausstattung nennen sie es Männerauto.
Mit Spannung, Aufregung und Respekt gehen der Mindener Uwe Scheunemann (l.) und der Ahlener Peter Frank als Team „Feel orange“ auf die „Balkan-Express“-Rallye. Das Fahrzeug mit nur 36 000 Laufleistung haben sie im Internet ersteigert. Aufgrund der spartanischen Ausstattung nennen sie es Männerauto. Foto: privat (2) / Ralf Steinhorst

Gestartet wird in Dresden, Zielpunkt ist Salzburg. Als Team 122 „Feel orange“ werden sie auch für einen caritativen Zweck fahren. Peter Frank und Uwe Scheunemann kennen sich bereits seit 30 Jahren und sind seit der damaligen Ausbildungszeit des Ahleners in Minden befreundet. Schon Anfang der 1990er Jahre unternahmen beide eine Tour in einem „Mini-Cooper“ zum Balaton nach Ungarn. Der Bezug zum Balkan ist für Peter Frank familiären Ursprungs, denn sein Vater ist Ungar.

Nun also die Teilnahme am „Balkan-Express“. Grundlage der Idee war die damalige „Mini“-Reise zum Balaton. Aber auch der wohltätige Zweck der Rallye, bei der jedes Team auch Spenden für ein caritatives Projekt sammeln soll. Da haben sich beide die Stiftung „Achtung! Kinderseele“ ausgesucht, die sich für die psychische Gesundheit von Kindern einsetzt. Naheliegend, denn Peter Frank ist Kinder- und Jugendtherapeut, Uwe Scheunemann Psychiater für Kinder und Jugendliche. „Knapp 2000 Euro haben wir schon zusammenbekommen“, zieht Frank eine erste Zwischenbilanz und hofft auf mehr. Dass die Spenden nicht in die Tourfinanzierung fließen, betont er deutlich. Auch der Teamname „Feel orange“ hängt mit ihrer Tätigkeit zusammen. „Jeder verbindet etwas Positives mit Orange – und unser Job hat ja mit Gefühl zu tun“.

Mit dem VW Caddy auf Balkan-Rallye

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  • Peter Frank und Uwe Scheunemann gehen auf Tour. Foto: Ralf Steinhorst
  • Peter Frank und Uwe Scheunemann gehen auf Tour. Foto: privat
  • Peter Frank und Uwe Scheunemann gehen auf Tour. Foto: Ralf Steinhorst
  • Peter Frank und Uwe Scheunemann gehen auf Tour. Foto: Ralf Steinhorst
  • Peter Frank und Uwe Scheunemann gehen auf Tour. Foto: Ralf Steinhorst
  • Peter Frank und Uwe Scheunemann gehen auf Tour. Foto: Ralf Steinhorst
  • Peter Frank und Uwe Scheunemann gehen auf Tour. Foto: Ralf Steinhorst
  • Peter Frank und Uwe Scheunemann gehen auf Tour. Foto: Ralf Steinhorst
  • Peter Frank und Uwe Scheunemann gehen auf Tour. Foto: privat

Der „Balkan-Express“ findet erst zum zweiten Mal statt, Peter Frank war darauf im Vorjahr in einem Video-Blog von Kölner Teilnehmern gestoßen. Voraussetzung zur Teilnahme ist, dass das Auto 20 Jahre und älter sein muss. Was ein Anreiz war: „Wir stehen auf alte Kisten.“ Im Internet fanden beide einen VW Caddy, vormals für den Nürnberger Flughafen im Einsatz. Der hatte nur 36 000 Kilometer auf dem Tacho und war praktischerweise schon orange lackiert. „Der war zwar gut gewartet, aber trotzdem sehr verrostet“, war beiden klar, dass das Fahrzeug aufbereitet werden musste, zum Beispiel am Getriebe.

64 PS hat der 1,9-Liter-Kastenwagen mit Saugdiesel, aber ohne Turbo, ohne Klimaanlage und ohne Servolenkung. „Ein Männerauto“, schwärmt Peter Frank und ist gespannt auf die Fahrt durch die gebirgigen Karpaten. Überhaupt ist das Befahren von Autobahnen nicht erlaubt, es wird also eine raue Tour werden. Inzwischen ist der Caddy innen ausgebaut, auf der Pritsche mit Bett ausgestattet, um dort im Notfall übernachten zu können. Passé sind auch Navis. Das Team hat sich deshalb mit Kartenmaterial eingedeckt, allerdings gehört ein Kompass mit zur Ausrüstung. Denn die Anlaufpunkte kennen die beiden Westfalen noch nicht, erst zum Start erhalten sie das Roadbook zur Rallye.

Am 4. September hoffen beide dann, das Ziel Salzburg zu erreichen. Den Caddy bekommt dann die Tochter von Uwe Scheunemann. „Es ist schon viel Aufregung dabei, aber auch viel Respekt“, sieht Peter Frank der Rallye entgegen. Im Internet werden beide auf der Tour täglich ihre Erlebnisse ins Netz stellen.  

 

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