Vom FSJ in die Ausbildung
Diese Arbeit liegt Timo am Herzen

Ahlen -

Industriemechaniker oder Pflege? Diese Berufsfrage beantwortete sich für den 19-jährigen Timo Liebe bereits im Schulpraktikum. Er merkte, dass ihm das Arbeiten an einer Maschine keinen Spaß macht. Trotz technischer Begabungen konnte er sich nicht vorstellen, als Industriemechaniker zu arbeiten.

Dienstag, 20.08.2019, 13:38 Uhr aktualisiert: 20.08.2019, 16:58 Uhr
Vom FSJ ging es für Timo Liebe direkt an die Zentrale Gesundheits- und Krankenpflegeschule am St.-Franziskus-Hospital.
Vom FSJ ging es für Timo Liebe direkt an die Zentrale Gesundheits- und Krankenpflegeschule am St.-Franziskus-Hospital. Foto: St.-Franziskus-Hospital

Timos Mutter und seine Lehrer sahen sein Talent im sozialen Bereich und überredeten ihn zu einem Freiwilligen Sozialen Jahr im St.-Franziskus-Hospital.

Bei seinen Freunden stieß seine Entscheidung erst einmal auf Unverständnis. Cool klingt Pflege heutzutage nicht. Die Frage „Musst du dann eine Oma wickeln?“ hörte er mehr als einmal. Trotzdem gefiel ihm sein Freiwilliges Soziales Jahr so gut, dass er sich für die Ausbildung in der Krankenpflegeschule am St.-Franziskus-Hospital bewarb.

„Eine Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege bietet die Chance, einen praktisch orientierten Beruf zu erlernen, der ein hohes Maß an Handlungs- und Sozialkompetenz vermittelt. Vielseitige Fort-, Weiterbildungs- und Studienmöglichkeiten bieten im Anschluss an die Berufsausbildung sehr gute Beschäftigungsperspektiven und individuelle Entwicklungsmöglichkeiten in unterschiedlichen Einrichtungen des Gesundheitswesens“, erklärt der Schulleiter der Krankenpflegeschule am St.-Franziskus-Hospital, Dirk Siedenhans, und nimmt den Schüler gerne an.

„Älteren Menschen zu helfen ist voll mein Ding! Ich brauche den Stress auf meiner Station, dann kann ich mich auf meine Patienten besser fokussieren. Nach meiner Ausbildung möchte ich auf jeden Fall als Gesundheits- und Krankenpfleger arbeiten und später darauf aufbauen“, schwärmt Timo Liebe von dem praktischen Anteil seiner Ausbildung. Dieser wird durch Theorie ergänzt.

Natürlich ist die Frauenquote meistens etwas höher in der Ausbildung. Aktuell hat Timo Liebe aber acht männliche Kollegen in seinem Ausbildungsjahrgang, was ihn sehr glücklich macht.

Der angehende Gesundheits- und Krankenpfleger freut sich schon auf seinen Außeneinsatz in Sendenhorst am St.-Josef-Stift. Die Zentrale Gesundheits- und Krankenpflegeschule am St.-Franziskus-Hospital kooperiert im Bereich der praktischen Ausbildung mit verschiedenen Praxisfeldern, wie beispielsweise dem St.-Elisabeth-Hospital Beckum, dem Josephs-Hospital Warendorf, der St.-Barbara-Klinik Hamm-Heessen GmbH, dem St.-Josef-Stift Sendenhorst sowie mit verschiedenen Einrichtungen im Bereich der Alten- und Behindertenhilfe. Diese vielfältigen Einsätze innerhalb der Ausbildung bereichern den Job, so Timo Liebe weiter.

„Für diesen Beruf sind Passion und Empathie für Menschen wichtig“, sagt Timo Liebe. Er könnte sich auch vorstellen, nach seiner Ausbildung sich für bessere Bedingungen für die Pflege zu engagieren. „Mehr Zeit für die Patienten“, das wäre sein größter Wunsch.

Für alle, die nicht mit Maschinen, sondern mit Menschen und mit Sinn und Seele arbeiten möchten: Die Zentrale Gesundheits- und Krankenpflegeschule am St.-Franziskus-Hospital bietet die Ausbildung zur staatlich anerkannten Gesundheits- und Krankenpflegerin bzw. zum staatlich anerkannten Gesundheits- und Krankenpfleger an, auch mit der Möglichkeit eines dualen Studiums an der Fachhochschule Münster. Start für weitere Ausbildungsgänge ist der 1. Oktober.

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