Von Ahlen zurück nach Afghanistan
Bahars Behandlung nach achter OP abgeschlossen

Ahlen -

Achtmal musste Bahar operiert werden. Bevor die Zehnährige zurück nach Afghanistan flog, sagte sie in Ahlen noch Danke!

Dienstag, 20.08.2019, 15:29 Uhr aktualisiert: 20.08.2019, 16:58 Uhr
In den vergangenen eineinhalb Jahren haben die Kinderkrankenschwester Sandra Prutz und ihre Kollegen viel Zeit mit Bahar in der Ahlener Kinderklinik verbracht.
In den vergangenen eineinhalb Jahren haben die Kinderkrankenschwester Sandra Prutz und ihre Kollegen viel Zeit mit Bahar in der Ahlener Kinderklinik verbracht. Foto: St.-Franziskus-Hospital

Die zehnjährig Bahar sagt „Tschüss und Danke“ an alle Unterstützer der Aktion Benjamin und die Mitarbeiter und Ärzte der Ahlener Kinder- und Jugendklinik. Seit weinigen Stunden ist sie wieder in ihrer Heimat Afghanistan.

Anderthalb Jahre wurde sie im Ahlener St.-Franziskus-Hospital behandelt, lebte zwischendurch im Friedensdorf Oberhausen und war in dieser Zeit von ihrer Familie getrennt. Dank der großartigen Spendenbereitschaft an der „Aktion Benjamin“ sei die Behandlung von Bahar gelungen und die Genesung auf bestem Wege, heißt es aus dem Krankenhaus. Die „Aktion Benjamin“ habe in Kooperation mit dem „Friedensdorf International“ in Oberhausen und dem St.- Franziskus-Hospital eine optimale medizinische Betreuung ermöglicht.

Das Mädchen litt unter einer schweren Knocheneiterung am Unterschenkel. Wegen der schwierigen politischen Lage im Kriegsgebiet Afghanistan und der unzureichenden medizinischen Versorgungsmöglichkeiten konnte sie in ihrer Heimat nicht behandelt werden.

Sie hatte einen großflächig offen freiliegenden Knochen mit abgestorbenen Schienbeinknochen...

Dr. med. Hubertus Rustige

Acht Operationen hat sie schon hinter sich gebracht. Unfallchirurg Dr. med. Hubertus Rustige fasst den Behandlungsverlauf zusammen: „Sie hatte einen großflächig offen freiliegenden Knochen mit abgestorbenen Schienbeinknochen, eine bakterielle Besiedlung mit mehreren multiresistenten Bakterienarten, die antibiotisch nur sehr schwer zu behandeln waren und eine radikale Entfernung des erkrankten Knochens mit nachfolgenden Knochenübertragungen vom Oberschenkel erforderlich machte.“ Die Heilung sei nach erfolgreicher Infektbehandlung, vollständiger Wundheilung und fortschreitendem Wiederaufbau des Knochens vorerst abgeschlossen, die endgültige knöcherne Heilung werde noch einige Monate dauern.

Sie kann nach gutem Heilverlauf in die Heimat fliegen.

Pater Hermann-Joseph Schwerbrock

Pater Hermann-Joseph Schwerbrock betont: „Wir können nicht oft genug Danke sagen, dass so viele Unterstützer Hilfe für Kinder wie Bahar ermöglichen. Sie kann nach gutem Heilverlauf in die Heimat fliegen. Das ist doch ein schöner Erfolg.“ Die Aktion Benjamin ermöglicht jedes Jahr ein bis drei Kinder die Behandlung im St.-Franziskus-Hospital. Jede Spende werde zu 100 Prozent für die Kinder eingesetzt. Das Team der Unfallchirurgie und Pater Hermann-Joseph Schwerbrock halten Kontakt zum Friedensdorf Oberhausen.

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