Agentur für Arbeit evakuiert
Rauch nur für die Brandschutzübung

Ahlen -

Der Rauch war inszeniert. Für eine Brandschutzübung, die am Donnerstagmorgen die Agentur für Arbeit in Ahlen geordnet räumte.

Donnerstag, 22.08.2019, 15:12 Uhr
Alles nur eine Übung. Direktor Joachim Fahnemann (grüne Weste) führt Regie.
Alles nur eine Übung. Direktor Joachim Fahnemann (grüne Weste) führt Regie. Foto: Reinhard Baldauf

Sicherheit wird bei der Arbeitsagentur groß geschrieben. So fand am Donnerstag eine Brandschutzübung im Ahlener Gebäudekomplex statt. „Wir wollen praktische Erfahrungen sammeln“, betonte der Leiter der Arbeitsagentur Ahlen-Münster, Joachim Fahnemann . Nach seinen Worten ist das Gebäude „mit Menschen voll bis unter das Dach“. Dazu gehören auch zwei Mieter.

Die Leitung bei Notfällen hat der Direktor der Agentur. Dazu gehören aber auch Maria Rolf und Christian Spyra. Falls der Direktor nicht im Haus ist, hat Mandy Wendt die Notfall-Leitung. Zum Team gehört Silvia Rauchstein aus dem Büro der Geschäftsleitung. Zusätzlich gibt es Brandschutzhelfer für die 15 Brandschutzbezirke, in welche der Komplex eingeteilt ist.

Für Mitarbeiter sowie Besucher heißt es im Alarmfall, das Gebäude schnell und geordnet zu verlassen. Sammelpunkt ist auf der anderen Straßenseite am Holzweg. Die Brandschutzhelfer kontrollieren, ob in ihrem Bezirk alle das Gebäude verlassen haben und melden dies an die Leitung.

Griff zum Hörer: Joachim Fahnemann wählt den Notruf.

Griff zum Hörer: Joachim Fahnemann wählt den Notruf. Foto: Reinhard Baldauf

Um Punkt 10 Uhr wurde am Donnerstag wegen Rauchentwicklung in der Kantine im dritten Stock automatisch Alarm ausgelöst. Dies war natürlich mit der Feuerwehr abgesprochen. Ruhig und zügig wurden die Büros über die Treppenhäuser verlassen und zum Sammelpunkt gelaufen. Als einige an der Front zur Von-Geismar-Straße Rauch sahen, waren sie zum Teil erstaunt: „Es brennt ja doch.“ Die Rauchmaschine hatte ihren Zweck voll verfüllt.

Neben dem automatischen Alarm ging Fahnemann ins Büro seiner Sekretärin Susanne Adam und wählte zusätzlich die 112. Wie er erklärte, gibt es Notfallmappen mit Westen und Notfallhandys. „Die sind immer geladen.“ Die Fahrstühle haben für den Brandfall ein Sicherheitssystem, so dass niemand darin stecken bleiben kann. Außen am Gebäude gibt es für die Feuerwehr eine Notfallklappe mit Schlüsseln und Plänen von dem Komplex.

Alle müssen raus.

Alle müssen raus. Foto: Reinhard Baldauf

Schon wenige Minuten nach Alarmauslösung traf die Feuerwehr mit einem Fahrzeug ein. Der Gerätewagen war mit Einsatzleiter Ronald Pälmke sowie Edward Feikic und Mike Karl vom ersten Angriffstrupp besetzt. Obwohl das Einsatzfahrzeug deutlich die Von-Geismar-Straße blockierte, versuchten innerhalb von wenigen Minuten sieben Autofahrer, sich durchzuschlängeln. Wie der Einsatzleiter ausführte, erreicht die Feuerwehr mit ersten Kräften die Arbeitsagentur in drei bis dreieinhalb Minuten. „Vor Ort sehen wir vordringlich, ob noch Personen im Gebäude sind“, so Pälmke.

In einer Nachbesprechung zeigte sich Fahnemann zufrieden: „Es lief schon geordnet ab. Oberstes Gebot ist es, Panik zu vermeiden.“ Daher gebe es alle zwei bis drei Jahre solche Übungen. Die Schutzmaßnahmen wird der Direktor der Agentur mit den beiden Mietern im Hause noch einmal vertiefen. Von Ronald Pälmke gab es die Weisung: „Im Brandfall die Fenster schließen. Die Türen beim Verlassen der Büros verschließen, aber nicht abschließen.“

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