Werbung für Ausbildung im Handwerk
Mit Nachwuchsmangel nicht abfinden

Ahlen -

Der Nachwuchsmangel im Handwerk ist dramatisch. Nun nimmt sich der Schülerhilfeverein „Keiner geht verloren“ (kgv) dieses Problems an. Dazu stellten am Montag zwei örtliche Handwerksmeister und der kgv-Vorstand eine Offensive vor mit dem Ziel, Jugendliche für eine Ausbildung im Handwerk oder als Facharbeiter zu begeistern.

Dienstag, 27.08.2019, 10:32 Uhr
Sorgen sich nicht nur um Nachwuchs, sondern auch um Talentverluste: Silvia Adam-Recker, Arthur Drescher, Andreas Wilinski, Martin Pörtzel (vorne v.l.), Adem Türkoglu, Kurt Litwin, Berni Recker und Burkhard Knepper (hinten v.l.).
Sorgen sich nicht nur um Nachwuchs, sondern auch um Talentverluste: Silvia Adam-Recker, Arthur Drescher, Andreas Wilinski, Martin Pörtzel (vorne v.l.), Adem Türkoglu, Kurt Litwin, Berni Recker und Burkhard Knepper (hinten v.l.). Foto: Peter Schniederjürgen

Zwei betroffene Unternehmer, Installateurobermeister Andreas Wilinsiki und sein Malermeisterkollege Martin Pörtzel , wollen nicht mehr nur über den Mangel an Nachwuchs jammern, sich nicht damit abfinden. „Mit dem kgv werden wir gezielt Eltern ansprechen, um auf die Chancen in unseren Gewerken hinzuweisen“, sagt Pörtzel. Zu diesem Zweck startet Berni Recker , Geschäftsführer des Vereins, eine Besuchstour, um bei den Eltern der vom kgv betreuten Jugendlichen Überzeugungsarbeit zu leisten. „Ziel ist es, sie für den 17. September um 19 Uhr zu einem Infoabend einzuladen“, kündigt Recker an. Dann soll in den Räumen des kgv am Hansaplatz eine Runde mit Unternehmern, Schülern und deren Eltern dafür sorgen, Berufsbilder von vermeintlich unpopulären Branchen gerade zu rücken, Vorurteile abzubauen.

„Denn es ist gar nicht bekannt, wie gut die Verdienstmöglichkeiten bei uns schon ab dem ersten Lehrjahr sind“, sagt Installateurmeister Wilinski. So verdienen die Berufseinsteiger gleich zwischen 700 und 800 Euro, Tendenz stark steigend. „Das ist zwar nicht so viel wie eine Einzelhandelskette mit 1500 Euro bietet, nur wird sich dieses Einkommen auch nicht mehr wesentlich erhöhen“, fügt Silvia Adam-Recker, didaktische Leiterin beim kgv, hinzu. Auch die Aufstiegschancen seien größer. „Wenn es dann unbedingt doch noch ein Studium sein soll, ist die Ausbildung hier die beste Voraussetzung“, betont Martin Pörtzel.

All das und vieles mehr werden die kgv-Leute den Eltern und Schülern versuchen, nahezubringen. Dazu machen sich auch kgv-Vorsitzender Burkhard Knepper und die Mitarbeiter Kurt Litwin und Adem Türkoglu auf den Weg. „Wir müssen einfach die Potenziale heben“, macht Arthur Drescher deutlich. Er wird zukünftig im Verein mit einer Kollegin diese Schätze bei den jungen Leuten suchen und ihnen das Kapital, das sie in sich tragen, auch klarmachen.

Der spendenfinanzierte kgv befasst sich seit mehr als zehn Jahren sehr erfolgreich damit, Schülern, die es aus verschiedenen Gründen schwer haben, Perspektiven zu schaffen. Dazu bietet der Verein „seinen“ Jugendlichen einen Raum, in dem sie in Ruhe lernen können, und darüber hinaus nahezu jede Unterstützung, die nötig ist.

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