Große Themen in Gemeindeversammlung
Pauluszentrum: Sanierung oder Neubau?

Ahlen -

Pauluszentrum, Christuskirche, Haus Walstedde und zu guter Letzt der „Lunch Club“: Die Gemeindeversammlung der Evangelischen Kirchengemeinde Ahlen hatte es in sich.

Freitag, 06.09.2019, 15:20 Uhr aktualisiert: 06.09.2019, 16:22 Uhr
Pfarrerin Dorothea Helling, Ulrich Schulte, Petra Fischer, Pfarrer Martin Frost, Dr. Ulrike Frede und Pfarrerin Martina Grebe gaben einen Überblick über die Projekte, die das Presbyterium in Arbeit hat.
Pfarrerin Dorothea Helling, Ulrich Schulte, Petra Fischer, Pfarrer Martin Frost, Dr. Ulrike Frede und Pfarrerin Martina Grebe gaben einen Überblick über die Projekte, die das Presbyterium in Arbeit hat.

Am 31. Januar kam die Gemeindeversammlung der Evangelischen Kirchengemeinde Ahlen zusammen. Einer der Hauptwünsche an das damals teilweise neubesetzte Presbyterium war der nach mehr Transparenz. Am Donnerstagabend kam das Gremium in einem Informationsabend im Pauluszentrum dem Wunsch nach und brachte die Gemeinde auf den neuesten Stand bei verschiedenen Projekten.

„Die Zahl der Teilnehmer übertrifft alle Erwartungen“, zeigte sich Pfarrerin Martina Grebe , die den Abend moderierte, beeindruckt. Im Mittelpunkt stand die Zukunft des Pauluszentrums. Eine Befragung der Mitarbeiter und Nutzer im April und Mai diente als Grundlage: Was gefällt, was könnte optimiert werden? Dabei stellte sich heraus, dass das Pauluszentrum im Rahmen der Gruppenarbeit von 8400 Menschen jährlich genutzt wird.

Die Zahl der Teilnehmer übertrifft alle Erwartungen.

Pfarrerin Martina Grebe

Presbyterin Dr. Ulrike Frede analysierte dabei jeden Raum auf Vor- und Nachteile. So wurde das Hauptgeschoss wegen seiner Variabilität geschätzt, Mängel bei Heizung, Beleuchtung und Akustik trübten allerdings das Bild. Musikraum und Küche wurden als zu klein befunden, das Gemeindebüro für Ortsunkundige als zu schwer auffindbar. Ein großes Problem ist zudem der äußere Zugangsbereich. Gehbehinderte können nur schwer in das Innere des Gebäudes gelangen. Daher wurde vor allem ein Aufzug gewünscht.

„Das ist Material, das nun an einen Architekten geht“, bilanzierte Dr. Ulrike Frede. Der soll ermitteln, ob eine Sanierung oder ein Neubau finanziell günstiger ist. Weil das Projekt aber erst im Anfangsstadium ist und daher keine belastbaren Finanzanzahlen vorliegen, hielt Presbyterin Petra Fischer die Diskussion kurz mit dem Versprechen, bei Neuentwicklungen weiter ausführlich zu informieren.

Baukirchmeister Ulrich Schulte gab einen Überblick über die Sanierung der Christuskirche. Dort wird unter anderem eine Umluftheizung und eine energieschonende Beleuchtung in­stalliert. Es wird ein neuer Boden mit Anröchter Naturstein gelegt sowie der Dachboden gedämmt. „Ziel ist der 1. Advent“, hoffte der Baukirchmeister auf einen planmäßigen Abschluss der Arbeiten.

Großes Interesse fand die Gemeindeversammlung.

Großes Interesse fand die Gemeindeversammlung. Foto: Ralf Steinhorst

Die Zukunft des Paul-Gerhardt-Hauses in Walstedde war Inhalt der Ausführungen von Pfarrer Martin Frost. Hier ist die Gemeinde mit der Stadt Drensteinfurt über eine neue Nutzung im Gespräch, wie zum Beispiel als Haus für die Dorfgemeinschaft. Nach Möglichkeit sollen dort aber auch zukünftig Gottesdienste stattfinden können. Während möglicher Umbauarbeiten würde die Lambertuskirche zur Verfügung stehen.

„Jetzt muss da was passieren“, begann Pfarrerin Martina Grebe den Themenkomplex Christuskirche / Wichernhaus. Alle bisherigen Versuche zur Vermietung oder zum Verkauf an diakonische Einrichtungen scheiterten: „Alle Wege, die wir gegangen sind, waren Sackgassen“. Da das Gebäude jährlich 10 000 Euro Kosten verursacht, hat sich das Presbyterium nun entschlossen, sich von dem Gebäude zu trennen. Das Nutzungsrecht des „Lunch Clubs“ im Gebäude läuft Ende 2019 aus. Dort wird schon eine Neuorientierung vorgenommen. „Das ist unser Kind und es wird eine Zukunft haben“, versicherte die Pfarrerin.

Im Personalbereich wurde bekanntgegeben, dass Pfarrerin Dr. Petra Gosda die Gemeinde verlassen hat und in den Schuldienst gewechselt ist. Für sie wird es Mangels Priestern keine Nachfolge geben. Pfarrer Martin Frost wird zukünftig ihre Aufgaben mit übernehmen.

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