25 Jahre Elisabeth-Tombrock-Haus
Ein Aushängeschild für Ahlen

Ahlen -

Lob und Anerkennung für das Elisabeth-Tombrock-Haus. Die Senioreneinrichtung feierte am Wochenende in Ahlen ihr 25-jähriges Bestehen. Mit bischöflichem Segen.

Sonntag, 08.09.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 08.09.2019, 17:12 Uhr
Gemeinsam zelebrierten Weihbischof Dr. Stefan Zekorn und Stadtpfarrer Dr. Ludger Kaulig den Festgottesdienst in der Kapelle des Elisabeth-Tombrock-Hauses.
Gemeinsam zelebrierten Weihbischof Dr. Stefan Zekorn und Stadtpfarrer Dr. Ludger Kaulig den Festgottesdienst in der Kapelle des Elisabeth-Tombrock-Hauses. Foto: Dierk Hartleb

Eine solche Namenspatronin verpflichtet: Das verdeutlichte Weihbischof Dr. Stefan Zekorn am Samstagvormittag in dem Festgottesdienst zum 25-jährigen Bestehen des Elisabeth-Tombrock-Hauses, der unter dem Leitwort „In Liebe getragen“ stand. Die gebürtige Ahlenerin Elisabeth Tombrock habe als Gründerin der Ordensgemeinschaft „Missionsschwestern von der Unbefleckten Empfängnis“ ein Zeichen für Nächstenliebe gesetzt – trotz eines von Krankheit gezeichneten Lebens. Dem Gottesdienst schloss sich ein Festakt an,

Weihbischof Zekorn war in seiner Predigt sehr persönlich geworden, als er über die Liebe der Eltern zu ihren Kindern sprach, die von Letzteren nicht immer als solche verstanden werde. Andererseits habe er selbst bei der Pflege seiner Mutter erfahren, wie er dabei an seine „Grenzen“ gekommen sei. Deshalb verdienten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die hier tätig seien, höchste Anerkennung für ihren aufopfernden Dienst. Auch die Heimbewohner bewiesen viel Geduld, sagte Zekorn, und zitierte den früheren Bischof von Limburg, Franz Kamphaus, mit dem Satz: „Alter ist nichts für schwache Menschen.“ An der Seite des Weihbischofs wirkten Stadtpfarrer Dr. Ludger Kaulig , Barbara Portmann-Gawer, Pfarrerin Christina Naechester, Angelika Georgis und Jutta Mertens sowie Winfried Apel an der Orgel mit.

25 Jahre Elisabeth-Tombrock-Haus

1/13
  • Foto: Dierk Hartleb
  • Foto: Dierk Hartleb
  • Foto: Dierk Hartleb
  • Foto: Dierk Hartleb
  • Foto: Dierk Hartleb
  • Foto: Dierk Hartleb
  • Foto: Dierk Hartleb
  • Foto: Dierk Hartleb
  • Foto: Dierk Hartleb
  • Foto: Dierk Hartleb
  • Foto: Dierk Hartleb
  • Foto: Dierk Hartleb
  • Foto: Dierk Hartleb

Nach der Begrüßung der Gäste durch Geschäftsführer Volker Hövelmann ergriff Dr. Klaus Goedereis das Wort, der als Vorstandsvorsitzender die Grüße der St.-Franziskus-Stiftungüberbrachte, die Trägerin ist, und überreichte Einrichtungsleiterin Anne Troester ein Blumenbouquet mit 25 cremefarbenen Rosen. Für die Stadt beglückwünschte Bürgermeister Berger den Jubilar und sagte: „Das ETH ist ein Aushängeschild für die Stadt.“ Haupt- und Ehrenamtliche leisteten großartige Arbeit. An Zekorn und Kaulig richtete Berger die Bitte, sich in Rom dafür einzusetzen, dass die Namenspatronin kirchlich noch höhere Wertschätzung erfahre. Der optimale Zeitpunkt für eine mögliche Seligsprechung sei doch das 50-jährige Jubiläum des Hauses.

Das ETH ist ein Aushängeschild für die Stadt.

Bürgermeister Alexander Berger

In seinem Festvortrag zeichnete Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann, der in Bad Kreuznach das Rehabilitationszentrum Bethesda der Diakonie leitet, ein ungeschminktes Bild der Pflegesituation in Deutschland. Über 90 Prozent aller Befragten wollten im Alter nicht in eine Senioreneinrichtung, sondern würden lieber Zuhause wohnen bleiben. Es zeichne das Elisabeth-Tombrock-Haus aus, dass es sowohl eine Tages- wie Kurzzeitpflege als Alternative anbiete. Laut einer Studie der AOK führe deutschlandweit in 60 Prozent der Fälle der Weg von der Kurzzeitpflege direkt zur stationären Aufnahme; im Tombrock-Haus liege diese Quote bei nur 25 Prozent, was der Facharzt für Orthopädie und Rehabilitation als positiv im Sinn der Klienten bewertete.

In weiteren Vorträgen blätterte Anne Troester in der Geschichte des Hauses, referierte Pflegedienstleiter Udo Reins über die Implementierung des Qualitätsmanagementsystems, sprach Sozialdienstleiterin Anne Böger über die Anforderung an das vor drei Jahren gegründete Demenzkompetenzentrum, führte Wohnbereichsleiterin i.R. Nina Jackel plastisch die Auswirkungen einer Demenzerkrankung vor Augen und beschrieb Erhard Richard als Vorsitzender des Fördervereins die zahlreichen Aktivitäten der 70 Ehrenamtlichen. Nachmittags wurde draußen unter dem Schutz von Zelten weiter gefeiert.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6909380?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F126%2F
Umweltministerin Svenja Schulze verteidigt Klimaschutz-Paket
Umweltministerin Svenja Schulze verteidigt im Gespräch mit unserer Zeitung die Beschlüsse des Klimakabinetts.
Nachrichten-Ticker