Gemeinschaftsunterkunft
FWG fordert: Hermesweg 2021 schließen

Dolberg -

Die FWG-Fraktion fordert Ahlens Bürgermeister auf, die Bodelschwinghschule als Gemeinschaftsunterkunft herzurichten und die bestehende Einrichtung am Dolberger Hermesweg bis spätestens 2021 zu schließen.

Sonntag, 08.09.2019, 21:00 Uhr
Die Gemeinschaftsunterkunft am Hermesweg in Dolberg ist im Laufe der zurückliegenden Jahre wegen der Zunahme der Flüchtlingszahlen mehrfach ertüchtigt worden.
Die Gemeinschaftsunterkunft am Hermesweg in Dolberg ist im Laufe der zurückliegenden Jahre wegen der Zunahme der Flüchtlingszahlen mehrfach ertüchtigt worden. Foto: Ulrich Gösmann

Hintergrund des Antrags ist die am Donnerstag im Ortsausschuss Dolberg geführte Diskussion, in dem die CDU ihre bereits in der Sitzung des Integrationsrates am Montag erhobene Forderung, die städtische Einrichtung mit nicht mehr als maximal 50 Personen zu belegen, wiederholte. Dieses Ansinnen hatte Erhard Richard (CDU) in Dolberg verdeutlicht und damit beim FWG-Vorsitzenden Heinrich Artmann offene Türen eingerannt (wir berichteten).

In der Begründung zu dem Antrag führt der FWG-Chef aus, dass sich in der von der Verwaltung eingesetzten Entwicklungsgruppe die Vertreter der Bürgerschaft, der Nachbarschaft der Unterkunft, der Geflüchteten, der Kommunalpolitik, des Fördervereins für Flüchtlinge in Ahlen und des Integrationsrates in den Beratungen einstimmig für einen innerstädtischen Standort der Gemeinschaftsunterkunft ausgesprochen hätten, weil der jetzige Standort für eine gelingende Integration als „völlig ungeeignet“ angesehen werde. Über dieses Votum habe sich die Verwaltung aber hinweggesetzt.

Die Bodelschwinghschule liege innenstadtnah, befinde sich in städtischem Besitz und biete aufgrund ihrer Größe und Lage „hervorragende Möglichkeiten für Orientierungs- und Beratungsangebote, Sport- und Freizeitgestaltungen“. Die Zahl von 50 Bewohnerplätzen lasse sich im Bedarfsfall aufgrund der bestehenden Raumkapazitäten leicht aufstocken. Für die Bewohner wie für die ehrenamtlichen Betreuer würden die Wege zu Behörden, Ärzten und anderen Dienstleistungs- und Versorgungseinrichtungen deutlich kürzer.

Allerdings will der Ortsausschuss Dolberg bei der künftigen Beratung über die Zukunft der Gemeinschaftsunterkunft weiterhin ein Wörtchen mitreden. Deshalb beantragt Heinrich Artmann, die Beratungsfolge dahingehend zu ändern, dass der gesamte Themenkomplex noch einmal in allen Ratsgremien und damit auch im Ortsausschuss beraten wird.

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