Leifeld-Ausstellung im „Kulturkeller“
Artefakte gehen nach Welver

Ahlen -

Der „Ahlener Kulturkeller“ beleuchtet derzeit die Geschichte einer weit verzweigten Familie. Es geht um die Leifelds.

Montag, 09.09.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 09.09.2019, 17:08 Uhr
Der Stammbaum reizt zur Suche nach den eigenen Wurzeln. Postkarten und Fotos dokumentieren das Leben der Leifelds in der Ausstellung.
Der Stammbaum reizt zur Suche nach den eigenen Wurzeln. Postkarten und Fotos dokumentieren das Leben der Leifelds in der Ausstellung. Foto: Peter Schniederjürgen

Leifeld ist ein weit verbreiteter Name in Ahlen, der Name einer ebenso weit verzweigten Familie. Das ist derzeit auch auf einem großen Stammbaum im „Kulturkeller“ der Familie Massin an der Sedanstraße zu sehen.

„Wie lange genau wissen wir noch nicht, aber ganz sicher noch zwei oder drei Wochen“, versichert Mechthild Massin am Samstag bei der Eröffnung der Leifeld-Ausstellung. Der Stammbaum ist das Herzstück der Schau, die sich ausführlich mit der Familie befasst. Ausgestellt sind Dinge des All- und Festtags, die sich mit der Geschichte der großen Familie befassen. So ist ein Hochzeitsrock mit allem Zubehör, das vor rund 100 bis 120 Jahren dem Mann mit Stil und Geschmack kennzeichnete, ausgestellt. Doch mehr noch erzählen die vielen Fotos und Postkarten über die Familiengeschichte.

So kamen zahlreiche Leifelds aus Ahlen, aus der Region drum herum und sogar „Versprengte“, die es an den Rhein verschlagen hat. Dabei gab der große Stammbaum immer wieder Anlass zu neuem Suchen nach den eigenen Altvorderen in der unglaublich verzweigten Krone des Baumes. Anlass für Diskussionen, Späße und Anekdoten.

„Wir sind erfreut über die gewaltige Beteiligung, die wir von den Mitgliedern der Familie erfahren haben“, sagt Austellungsmacherin Mechthild Massin. Allerdings ist die rührige Frau auch enttäuscht über das geringe Interesse ihrer Heimatstadt an der Archivierung dieser Zeitdokumente und Artefakte. „So gehen die Gegenstände nach Welver ins Heimathaus“, bedauert sie. Denn, das weiß die ehemalige Lehrerin, es sind gerade diese Dokumente, die das Leben und gelebte Geschichte bezeugen. Für die Massins ist jedes undokumentierte Foto ein Verlust.

So beginnt die Geschichte der Familie Leifeld mit Johann de Vogt im Jahre 1241. In einer kleinen Chronik an der Seite des Stammbaumes steht die Geschichte des Namens in seiner heutigen Ausprägung. Natürlich umfasst die Sammlung nicht alles und jeden der Familie, doch gibt sie einen Eindruck einer typischen Familie aus dem Münsterland.

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