30 Jahre Multiple-Sklerose-Kontaktkreis
Ahlens erste Selbsthilfegruppe

Ahlen -

Bei der Gründung war sie Ahlens erste Selbsthilfegruppe. Jetzt feiert der Multiple-Sklerose-Kontaktkreis seinen 30. Geburtstag.

Donnerstag, 12.09.2019, 17:14 Uhr aktualisiert: 12.09.2019, 17:56 Uhr
Ohne Helfer geht es nicht. Hannelore Förster, Eva Steinhoff, Irmgard Leifhelm und Anita Bossmann (v. l.) wurden für ihr langjähriges Engagement geehrt.
Ohne Helfer geht es nicht. Hannelore Förster, Eva Steinhoff, Irmgard Leifhelm und Anita Bossmann (v. l.) wurden für ihr langjähriges Engagement geehrt. Foto: Ralf Steinhorst

Vor 30 Jahren wurde der Multiple-Sklerose (MS)-Kontaktkreis Ahlen gegründet. Damit war er die erste Selbsthilfegruppe (SHG) in Ahlen. Betroffene, Angehörige, Freunde, Helfer und Wegbegleiter feierten das Jubiläum am vergangenen Mittwoch in der Gaststätte „Waldmutter“ zwischen Tönnishäuschen und Sendenhorst.

„Es ist beachtlich, dass wir die erste Selbsthilfegruppe in Ahlen waren“, blickte Kontaktkreissprecherin Annette Welz auf die Gründung am 25. Oktober 1989 zurück. Die Gruppe war damit Vorreiter für andere Selbsthilfegruppen in der Wersestadt. Initiatorin war Eva Pollmeier , die den Kreis von anfangs vier Betroffenen dann 20 Jahre leitete. Zu den Mitbegründerinnen gehörten Karin Horalla, Ursula Röer und Anita Bossmann . Im Laufe der Jahre wuchs die SHG zeitweise bis auf 25 Mitglieder an. Im Jahr 2008 übergab Eva Pollmeier die Leitung an Günter Schweer. Dieser reichte den Stab 2016 an Karin Pabst und Annette Welz weiter. Die Gruppe trifft sich monatlich an jedem zweiten Mittwoch im Pfarrheim St. Elisabeth und lädt auch oft Referenten zu medizinischen oder sozialen Themen ein.

„Sie haben sich im Jahr des Mauerfalls gegründet und haben seitdem viel geleistet“, dankte Ratsmitglied Heinz Günnewig als Vertreter der Stadt Ahlen der MS-Kontaktgruppe. Er dankte auch deshalb, weil eine Gesellschaft ohne ehrenamtliche Arbeit nicht funktioniert.

Eva Pollmeier, DMSG-Landesgeschäftsführerin Dr. Sabine Schipper, Karin Pabst, Anita Bossmann, Günter Schweer, Ratsherr Heinz Günnewig (stehend v. l.) sowie Karin Horalla (vorne) begingen mit den Festgästen das 30-jährige Jubiläum.

Eva Pollmeier, DMSG-Landesgeschäftsführerin Dr. Sabine Schipper, Karin Pabst, Anita Bossmann, Günter Schweer, Ratsherr Heinz Günnewig (stehend v. l.) sowie Karin Horalla (vorne) begingen mit den Festgästen das 30-jährige Jubiläum. Foto: Ralf Steinhorst

Auch Dr. Sabine Schipper, Geschäftsführerin des Landesverbandes NRW der Deutschen Multiple-Sklerose-Gesellschaft (DMSG), schloss sich den Glückwünschen an: „30 Jahre, das ist schon ein Wort“. In der Zeit brauche es schon liebevolle Eltern, die habe der Kontaktkreis mit ihren Sprechern Eva Pollmeier und Günter Schweer gehabt. Mit Karin Pabst und Annette Welz sei ein gutes Duo gefunden worden, das die „stabil laufende Gruppe“ nun führt.

Die Geschäftsführerin erinnerte daran, dass die meisten Betroffenen MS im Alter zwischen 20 und 40 Jahren bekommen, einer Zeitspanne, wenn man im Leben richtig loslegen möchte: „Umso wichtiger ist es, dass es Menschen gibt, die an der Seite der Betroffenen stehen“. Zu ihnen gehören auch die langjährigen Helferinnen Anita Bossmann, Hannelore Förster, Irmgard Leifhelm und Eva Steinhoff. Für ihr Engagement dankte der Kontaktkreis mit bunten Blumensträußen.

Der Kontaktkreis selbst erhielt von der DMSG eine Urkunde zum Jubiläum.

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