Mauer an der Bahnhofstraße
Maury: Wortmann offen für Verbesserungen

Ahlen -

Der Planer der Fußgängerzone, Heiner Wortmann, hat laut Aussage von Stadtbaurat Andreas Mentz einem Teilabriss der Mauer am Kugelbrunnen „vehement“ widersprochen. Stimmt gar nicht, interveniert Martina Maury (BMA).

Mittwoch, 18.09.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 23.09.2019, 14:12 Uhr
Einem Teilabriss der Mauer an der Bahnhofstraße habe Architekt Heiner Wortmann „vehement“ widersprochen, hatte Stadtbaurat Andreas Mentz am Montag im Fachausschuss erklärt. Stimmt nicht, sagt BMA-Ratsfrau Martina Maury nach einem Telefonat mit Wortmann.
Einem Teilabriss der Mauer an der Bahnhofstraße habe Architekt Heiner Wortmann „vehement“ widersprochen, hatte Stadtbaurat Andreas Mentz am Montag im Fachausschuss erklärt. Stimmt nicht, sagt BMA-Ratsfrau Martina Maury nach einem Telefonat mit Wortmann. Foto: Peter Harke

BMA-Ratsfrau Martina Maury bekräftigt in einer Presseerklärung ihre in der Sitzung des Stadtplanungs- und Bauausschusses am Montag getätigte Aussage (wie berichtet): „Die BMA im Rat der Stadt Ahlen sieht in der Lösung zur Errichtung eines Fuß- und Radweges an der Bahnhofstraße Flickschusterei und fordert eine gesamte Überarbeitung der städtebaulichen Situation an der Stelle mit Kugelbrunnen und Spielgerät.“

„Die Bahnhofstraße ist die einzige städtebauliche Achse vom Bahnhof in die Fußgängerzone und aufgrund des Radwegekonzeptes und des Ausbaus des Bahnhofes zu einem Servicepunkt mit Radverleih usw. haben wir eine neue Situation“, so Maury weiter. Sei damals, bei der Errichtung der Fußgängerzone, der Platz am Kugelbrunnen bewusst abgegrenzt und mit einer Mauer die Wallanlage nachgezeichnet worden, so stehe die Zeit mit dem neuen Radwegekonzept nunmehr auf Begegnungszonen.

Die Aussage von Stadtbaurat Andreas Mentz, dass der Lüdinghauser Landschaftsarchitekt Heiner Wortmann als Planer „vehement“ einem Teilabriss der Mauer widersprochen haben soll, habe sie „irritiert“, erklärt Maury, selbst Architektin, und „unter Kollegen“ nehme man dann einfach mal den Hörer in die Hand und frage Wortmann nach seinen Gründen.

Der Tenor des Telefonates sei für sie dann überraschend gewesen, so Martina Maury. Laut Wortmanns Aussage habe dieser sich „zu keiner Zeit quer gestellt oder auf sein Urheberrecht gepocht“. Schon die Spielkugel sei gebaut worden, ohne ihn zu beteiligen, dennoch habe er auch hier nicht in irgendeiner Form reagiert, obwohl er selbst die Kugel nicht optimal eingebunden sehe.

„Absolut ist Landschaftsarchitekt Wortmann offen für Vorschläge, die die Situation verbessern würden und immer für Verbesserungen zu haben, für Verschlimmbesserungen natürlich nicht“, so Maury. „Heiner Wortmann hat auch absolut kein Pro­blem mit einem Teilabriss der Mauer, die die Wallanlage nachzeichnet.“ Diese Aussagen stünden im Widerspruch zu denen der Verwaltung im Ausschuss.

„Die BMA“, heißt es weiter in der Pressemitteilung, „möchte hier eine optimale Lösung von der Verwaltung präsentiert bekommen und keine Flickschusterei. Abgrenzung war gestern und Begegnungszo­nen sind heute. Daher fordert die BMA, die Fläche um den Kugelbrunnen mit Spielgerät als Fußgängerfläche zum Bahnhof hin zugänglich zu machen, indem die Öffnung der Mauer inkl. Stufenanlage überplant wird, den Radweg auf die nötige Breite zu bringen und die Parkplätze zu belassen, wo sie sind. Ein Ideenwettbewerb wäre hier löblich. Warum bindet man nicht öfter mal Hochschulen für Städtebau in solche Themen ein und lässt sich Ideen präsentieren, wie andere Städte es auch machen? Das kostet nicht viel Geld und bringt eine bunte Ideenvielfalt mit sich.“

Maury abschließend: „Es hilft manchmal, den Hörer in die Hand zu nehmen und zu reden und das auf Augenhöhe. Das scheint aber nicht unbedingt die Stärke der Verwaltungsspitze zu sein.“

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