1. Ahlener Elterntreff in der Stadthalle
Für „Pubertät“ reichte ein Tisch nicht

Ahlen -

Die Organisatoren aus der Ahlener Präventionskette waren sich im Vorfeld nicht sicher, ob der 1. Ahlener Elterntreff am Samstagmorgen gut besucht sein würde. Doch diese Sorge war unbegründet, die Tischgruppen in der Stadthalle waren fast alle belegt.

Sonntag, 22.09.2019, 22:00 Uhr aktualisiert: 23.09.2019, 14:12 Uhr
An den Tischen wurde intensiv zu verschiedenen Themenbereichen diskutiert. Daran nahmen teilweise auch Kinder teil. Mediator Markus Beckmann trug die in den Gruppen gesammelten Vorschläge zusammen (Bild li.).
An den Tischen wurde intensiv zu verschiedenen Themenbereichen diskutiert. Daran nahmen teilweise auch Kinder teil. Mediator Markus Beckmann trug die in den Gruppen gesammelten Vorschläge zusammen (Bild li.). Foto: Ralf Steinhorst

Ziel des Elterntreffs war es, mit Müttern und Vätern von Kindern ab dem zehnten Lebensjahr über ihre Lebensumstände und Bildungserfahrungen ins Gespräch zu kommen. „Welche Wünsche und Themenfragen haben eigentlich die Eltern selbst?“, formulierte Bürgermeister Dr. Alexander Berger den nächsten Schritt, den die Präventionskette nun gehen will. Den wollten offenbar viele Eltern gerne mitgehen. „Wir haben an die 90 Mütter und Väter hier“, rechnete Koordinatorin Marina Bänke schnell hoch, während Fachbereichsleiterin Ulla Woltering später darauf hinwies, dass auch viele Migranten gekommen waren.

Uns ist wichtig, Impulse zu bekommen.

Marina Bänke

Die erste halbe Stunde vor dem Programmbeginn war als „Warm Up“ gestaltet, bei dem die Betreuer schon erste Gespräche mit den Eltern führten. Nach einer Einführung von Tobias Winopal und Grußworten von Bürgermeister Dr. Alexander Berger und Fachbereichsleiterin Ulla Woltering teilten sich die Eltern in 20 Tischgruppen auf, davon waren 15 mit Themen wie „Schule und dann?“, „Mobbing“ oder „Mitspracherecht von Kindern in der Familie“ belegt. Fünf Tische konnten sich mit kurzfristig von den Eltern gewünschten Themen zusammenfinden. Das war beim Thema „Pubertät“ der Fall, wo das Interesse so groß war, dass ein Tisch nicht ausreichte. Die Eltern konnten ganz entspannt in Workshopatmosphäre mitarbeiten, eine Kinderbetreuung mit dem Spielmobil war organisiert. Zudem wartete auf die Kinder am Schluss eine Verlosung.

Alle Tische hatte eigene Mediatoren, die auch die Ergebnisse auf den Gruppen-Flip-Charts oder Pinnwänden festhielten. „Uns ist wichtig, Impulse zu bekommen“, betonte Marina Bänke. So kam in der Gruppe „Immer erreichbar oder auch mal Pause – Mediennutzung in Familien“ beispielsweise die Idee auf, mehr Unterstützung für Eltern in Sachen Mediennutzung anzubieten.

In einer Elternumfrage wünschte sich das Team zudem Informationen darüber, zu welchen Anlässen Eltern in die Schule gehen und was sie sich von ihrer Schule wünschen. Das Improvisationstheater „Die Schule“ mit Ilka Luza, Michael Becker und Philip Ritter arbeitete den Elterntreff zum Finale noch einmal auf. Es kann davon ausgegangen werden, dass weitere Ahlener Elterntreffs stattfinden werden.

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