„Lange Nacht der Volkshochschulen“
Breites Bildungsspektrum

Ahlen -

Von Alphabetisierung bis Zumba – das ist der Umfang der Kurspalette der Volkshochschule Ahlen. Ihren 100. Geburtstag feierte die Weiterbildungseinrichtung am Freitag von 18 bis 24 Uhr ausgiebig mit der „Langen Nacht der VHS“.

Montag, 23.09.2019, 07:00 Uhr aktualisiert: 23.09.2019, 14:12 Uhr
Kein Geburtstag ohne Torte. Bürgermeister Dr. Alexander Berger, sein Drensteinfurter Amtskollege Carsten Grawunder, VHS-Leiterin Nadine Köttendorf und Fachbereichsleiter Christoph Wessels (v.r). schnitten sie an.
Kein Geburtstag ohne Torte. Bürgermeister Dr. Alexander Berger, sein Drensteinfurter Amtskollege Carsten Grawunder, VHS-Leiterin Nadine Köttendorf und Fachbereichsleiter Christoph Wessels (v.r). schnitten sie an. Foto: Peter Schniederjürgen

„Ahlen gehörte mit zu den ersten Städten, die so eine Bildungseinrichtung hatten“, sagte Christoph Wessels , zuständiger Fachbereichsleiter der Stadt. Gemeinsam mit der Leiterin der Volkshochschule , Nadine Köttendorf, stellte er die Geschichte der Ahlener VHS vor.

Der alte Ratssaal platzte aus allen Nähten, Wessels entschied sich also kurzfristig, den Vortrag zweimal zu halten, damit jeder Interessierte ihn angemessen hören konnte. Denn auf der Treppe, auch die war rappelvoll, blieben die liebevoll durch den ehrenamtlichen Stadtarchivar Jürgen Rheker zusammengestellten Dokumente den Blicken verborgen.

Doch es gab auch sonst mehr als genug zu sehen und zu staunen. Und eine kleine Europareise konnte man mit wenigen Schritten unternehmen. So lag zum Beispiel das Vereinigte Königreich nur einmal quer über den Flur von Spanien entfernt. Aus dem „Alten Pferdestall“, ei­nem Nebengebäude des ehemaligen Rathauses, drang immer wieder Gelächter. Etwa ein neuer Witzkurs der VHS? Mitnichten, hier hatte das Lachen therapeutische Wirkung, denn es ging um das Lachyoga.

In der VHS wird nur sinnvolles Wissen vermittelt.

Nadine Köttendorf

Derweil stolzierten Models im Filmsaal über den Laufsteg. Anni Rösner und Christa Schwab präsentierten eine Modenschau mit Ergebnissen aus den Nähkursen. Wer ins Nachbarland Niederlande fährt, gewinnt die Herzen der Einheimischen, wenn er ein klein wenig „Nederlands kan praten“. Auch das konnte im Schnupperkurs probiert werden. Sogar Seemannsknoten wurden vorgeführt und erklärt.

Das stellte bereits in ihrem Vortrag Nadine Köttendorf augenzwinkernd fest: „In der VHS wird nur sinnvolles Wissen vermittelt.“ Im Reigen der Redner fehlten natürlich auch der Hausherr, Bürgermeister Dr. Alexander Berger, und sein Drensteinfurter Amtskollege Carsten Grawunder nicht. „Dass Ahlen bereits 1919 mit bei den ersten Volksbildungseinrichtungen gemäß der Weimarer Verfassung war, zeugt von der Bedeutung, die Ahlen der Bildung und Weiterbildung schon immer eingeräumt hat“, so Dr. Berger. Seit Mitte der 70er Jahre werden die Städte Drensteinfurt und Sendenhorst von der VHS Ahlen mit abgedeckt und bieten somit ebenfalls ein breites und niederschwelliges Bildungsspektrum. „Ganz besonders sind die Kurse ‚Deutsch als Fremdsprache‘ und die Integrationskurse für unsere Gesellschaft von immenser Bedeutung“, unterstrich der Verwaltungschef.

In jedem Fall aber war es ein unglaublich bunter und lebendiger Abend, akribisch und mit viel Liebe vom VHS-Team vorbereitet und mit Beteiligung vieler Referenten und Dozenten umgesetzt. Auch zwei ihrer Vorgänger konnte Nadine Köttendorf zur großen Geburtstagsfeier begrüßen. Günter Meier leitete die VHS zwischen 1968 bis 1993, als erster hauptamtlicher Leiter, gefolgt von Gerhard Schablowski von 1993 bis 2003. Der abwesende Rudolf Blauth leitete die Schule, bis Nadine Köttendorf das Zepter zu Beginn dieses Jahres übernahm.

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