Filmdreh in Ahlen
Noch sind Komparsenrollen für "Faking Bullshit" frei

Ahlen -

Einmal vor der Kamera stehen? Über die Kinoleinwände in ganz Deutschland flimmern? Die Macher der Krimi-Komödie „Faking Bullshit“ machen‘s möglich. Einzige Voraussetzung: Interessierte Komparsen müssen aus Ahlen stammen.

Mittwoch, 25.09.2019, 20:00 Uhr
Alexander Schubert (r.), das Gesicht aus „Heute-Show“ und „Sketch History“, hat das Drehbuch zu „Faking Bullshit“ geschrieben. Gemeinsam mit seinem Schauspieler-Kollegen Erkan Acar und dem Produktionsteam, sichtet er derzeit erste Komparsen-Bewerbungen.
Alexander Schubert (r.), das Gesicht aus „Heute-Show“ und „Sketch History“, hat das Drehbuch zu „Faking Bullshit“ geschrieben. Gemeinsam mit seinem Schauspieler-Kollegen Erkan Acar und dem Produktionsteam, sichtet er derzeit erste Komparsen-Bewerbungen. Foto: Ulrich Gösmann

Der erste Aufruf verhallte nicht: Erste Bewerbungen liegen vor Alexander Schubert und seinem Team. Wenn am 11. Oktober die erste Klappe für „Faking Bullshit“ fällt, wollen die Filmemacher möglichst viele Ahlener dabei haben – nicht nur als Zuschauer am Set, sondern vor der Kamera.

„Komparsen gesucht“ steht auf dem Flugblatt, das „Mavie Films“ derzeit vielfach im Stadtgebiet verbreitet. „Noch können wir so einige Leute unterbringen“, sagt Schubert im Gespräch mit unserer Zeitung, während hinter ihm im Produktionsbüro die Drähte heiß laufen. „Wir wollen möglichst viele lokale Gesichter.“ Der Schauspieler, der zum festen Stamm der Nachrichten-Satire „ Heute-Show “ im ZDF gehört, hat das Drehbuch für die Krimikomödie geschrieben, die komplett in der Wersestadt entsteht. Und so haben sein Team und er inzwischen die Zelte im Ahlener Süden aufgeschlagen, um den Filmvorbereitungen den letzten Feinschliff zu geben.

2020 in den Kinos

„Uns ist wichtig, die Stadt so gut wie möglich einzubinden. Das funktioniert nicht nur mit der Wahl unserer Drehorte, sondern auch mit lokalen Köpfen“, weiß Producer Eric Sonnenburg . Und so ist der Wohnort erst einmal die einzige Voraussetzung, um Komparse zu werden. Einen Herzenswunsch hat Alexander Schubert aber dennoch: „Besonders Menschen mit Migrationshintergrund sollen sich nicht scheuen, uns zu kontaktieren“, bittet er. „Der multikulturelle Aspekt dieser Stadt soll sich im Film auf jeden Fall wiederfinden.“

Im Produktionsbüro laufen alle Fäden zusammen: Schauspieler und Drehbuchautor Alexander Schubert freut sich.

Im Produktionsbüro laufen alle Fäden zusammen: Schauspieler und Drehbuchautor Alexander Schubert freut sich. Foto: Ulrich Gösmann

Bewerbungen sollten umgehend mit Kontaktdaten, einem aktuellen Foto und der Information, an welchen Tagen der Komparse zwischen Freitag, 11. Oktober, und Sonntag, 17. November, zur Verfügung steht, an das Produktionsteam gesendet werden – per E-Mail an komparsen@mavie-films.com . „Wer will, kann direkt eine Wunschrolle äußern. Natürlich ist es auch möglich, an mehreren Tagen in verschiedenen Rollen dabei zu sein“, sagt Sonnenburg. „Wir werden uns schnellstmöglichst zurückmelden, sobald wir eine Auswahl getroffen haben.

Und was wird gesucht? Hier ein kleiner Überblick:

►  Kind, fünf bis sieben Jahre alt (zwei Drehtage am 11. und 14. Oktober).

►  Jugendlicher mit Migrationshintergrund (ein Drehtag am 11. Oktober).

►  Ältere Dame (ein Drehtag am 11. oder 14. Oktober).

►  Passanten (drei Drehtage am 11., 14., 15. und / oder 25. Oktober).

►  Europa-Fahnenschwenker (ein Drehtag am 14. Oktober).

►  Kind, acht bis zehn Jahre alt (ein Drehtag am 14. Oktober).

►  Polnische/r Passant/in (ein Drehtag am 15. Oktober).

►  Kunden (zwei Drehtage am 23. und 25. Oktober).

►  Tankstellenbetreiber/in (ein Drehtag am 23. Oktober).

►  Fahrzeughalter/in (zwei Drehtage am 25. und 26. Oktober).

►  Schaulustige (ein Drehtag am 26. Oktober).

►  Rockermädels (ein Drehtag am 29. Oktober).

►  Schläger vom Ex-Freund (ein Drehtag am 12. November).

►  Kellner/in (zwei Drehtage am 6. und 7. November).

►  Barbesucher (zwei Drehtage am 6. und 7. November – Nachtdreh).

►  Ex-Freund (ein Drehtag am 12. November).

►  Kinder, zehn bis 14 Jahre alt (ein Drehtag am 12. November).

►  Kneipenbesucher/innen (ein Drehtag am 14. November).

►  Taxifahrer/in (ein Drehtag am 14. November – abends).

►  Wirt (ein Drehtag am 14. November).

►  Die Handlung: Die Kriminalitätsrate in der westfälischen Kleinstadt ist inzwischen so gering, dass die Polizeiwache abgeschafft werden soll. Die beiden Polizisten Deniz und Rocky haben Angst um ihren Job und beginnen kurzerhand, selbst Verbrechen zu verüben, damit die Wache ihre Berechtigung behält und nicht geschlossen wird.

►  Der Drehbuchautor: Alexander Schubert erlangte erste Bekanntheit in der Sat.1-Sketch-Comedy „Zack!“. In der ZDF-Sendung „Heute-Show“ verkörpert er seit 2010 den Außenreporter und Experten Albrecht Humboldt.

►  Der Vermittler: Dass Ahlen als Drehort für „Faking Bullshit“ ausgewählt wurde, ist dem Berliner Schauspieler und Produzenten Adrian Topol zu verdanken, der in der Wersestadt seine Wurzeln hat. Durch seine Verbindungen in die Filmszene brachte er Ahlen erfolgreich ins Spiel und öffnete dem Team so manche Tür.

Übrigens: Der Film „Faking Bullshit“ soll im Laufe des Jahres 2020 in die deutschen Kinos kommen.

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