Briest-Kunstwerk zurück im Juk-Haus
Künstlerisch ein Gewinn für Ahlen

Ahlen -

Die stilisierten Kinder und Jugendlichen, die der verstorbene Künstler Paul Heinz Briest einst für die Außenfassade des Juk-Hauses gestaltete, haben im Inneren der Einrichtung einen neuen Platz gefunden.

Donnerstag, 26.09.2019, 19:30 Uhr aktualisiert: 27.09.2019, 23:37 Uhr
Christian Splett, Dr. Alexander Berger und Rosemarie Briest (v.l.) bei der Anbringung der Plakette, die im Juk-Haus jetzt an den Künstler Paul Heinz Briest erinnert.
Christian Splett, Dr. Alexander Berger und Rosemarie Briest (v.l.) bei der Anbringung der Plakette, die im Juk-Haus jetzt an den Künstler Paul Heinz Briest erinnert. Foto: Christoph Aulbur

Sichtlich gerührt und auch ein kleines bisschen aufgeregt war Rosi Briest am Donnerstagmorgen dann doch: Das Kunstwerk ihres verstorbenen Mannes Paul Heinz Briest , das bis zur Renovierung des Juk-Hauses an der Außenfassade hing und mit der Sanierung in das Treppenhaus des Neubaus zog, wurde feierlich mit einer Plakette zum Gedenken an „Paule“ Briest versehen und damit offiziell wieder „in Betrieb genommen“.

Die Neu-Anordnung der Elemente, die zuvor an der Außenfassade einen Halbkreis bildeten, hatte Rosi Briest dabei selber vorgenommen. Im hohen Alter von 90 Jahren stellte für sie dabei der Umgang mit dem iPad kein Problem dar – im Ge­genteil: Im Zusammenspiel mit dem Mitarbeiter des Zentralen Gebäudemanagements der Stadt, Christoph Faust, erwies sich das Medium als hervorragendes Mittel, um die neue Darstellung des Kunstwerkes zu simulieren und zu planen.

„Ich freue mich sehr, dass das Werk meines Mannes wieder so zur Geltung kommt und danke allen Beteiligten, die dies un­terstützt haben herzlich“, so Rosemarie Briest.

Zuvor waren einige der Kunstwerke des Ahlener Künstlers, Grafikers und Kunsterziehers an der Realschule von ihren angestammten Plätzen entfernt worden oder abhandengekommen. Doch in diesem Jahr erlebe der Künstler Paul Heinz Briest eine Renaissance, ja von einem „Briest-Jahr“ sprach sogar Bürgermeister Dr. Alexander Berger: „Erst das Wiederauftauchen der Kokereifenster und nun die wieder sichtbare Installation im Juk-Haus – künstlerisch ein Gewinn für Ahlen.“

Zusammen mit Rosi Briest brachte Dr. Berger im Anschluss an die einleitenden Worte eine Gedenkplakette neben dem Kunstwerk an: „So kennen die Kinder und Jugendlichen schon mal den Urheber des Kunstwerkes“, erklärte Fachbereichsleiter Christoph Wessels. Die eigentliche Vermittlung, also den Bezug der Figuren und Elemente zum Angebot des Juk-Hauses, die Paul Heinz Briest im Sinn hatte, müsse dann im Gespräch mit den Jugendlichen ergänzt werden.

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