Kunst-Fenster für den Kreißsaal
Herauskommen aus der Höhle

Ahlen -

Am Festakt zum Umbau eines weiteren Kreißsaals des St.-Franziskus-Hospitals nahm der Unternehmer und Künstler Professor Dr. Claus Hipp teil, der dafür ein Kunstglasfenster entworfen hat.

Donnerstag, 26.09.2019, 22:00 Uhr aktualisiert: 27.09.2019, 23:37 Uhr
Zur Einweihung des künstlerisch gestalteten Fensters hatten sich am Donnerstagmittag im neu gestalteten Kreißsaal des Ahlener Krankenhauses eingefunden: Prof. Dr. Claus Hipp und Brigitte Rühland (vorn) sowie (hinten v.l.) Dr. Dr. Markus Gantert, Dr. Frank Klammer, Dr. Norbert-Wolfgang Müller, Juliane Walz vom NRW-Gesundheitsministerium und Chefhebamme Steffi Schröter.
Zur Einweihung des künstlerisch gestalteten Fensters hatten sich am Donnerstagmittag im neu gestalteten Kreißsaal des Ahlener Krankenhauses eingefunden: Prof. Dr. Claus Hipp und Brigitte Rühland (vorn) sowie (hinten v.l.) Dr. Dr. Markus Gantert, Dr. Frank Klammer, Dr. Norbert-Wolfgang Müller, Juliane Walz vom NRW-Gesundheitsministerium und Chefhebamme Steffi Schröter. Foto: vl

„Auf die Welt zu kommen, hat etwas mit Licht zu tun.“ Und genau das, so Prof. Dr. Claus Hipp in seiner Ansprache am Donnerstagmittag, habe er durch die Gestaltung seines Fensters zum Ausdruck bringen wollen. Denn der neue Kreißsaal der Geburtshilflichen Abteilung am St.-Franziskus-Hospital wird vom Licht dieses Fensters durchflutet. Mit einem Festakt in der Krankenhauskapelle hat das Team gemeinsam mit Gästen und Sponsoren das neue Fenster gefeiert, das den Titel „Die Ruhe vor dem Sturm“ trägt.

In blauen und gelben Tönen dynamisch gestaltet, deutet das Glasobjekt jene Elemente an, die Ursprung allen Lebens sind: das Wasser und die Sonne. Entsprechend würdigten auch Direktoriumsmitglied Dr. Frank Klammer und Dr. Dr. Markus Gantert als Chefarzt der Frauenklinik das Werk des Künstlers und Unternehmers Claus Hipp. Als einen „wunderbaren Ort für den Start ins Leben“ bezeichnete Klammer den neu gestalteten Kreißsaal, und er appellierte an die Gesellschaft, das medizinische Fach der Geburtshilfe nicht als defizitäre Abteilung zu betrachten. „Es handelt sich hier um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die losgelöst von jeder Wirtschaftlichkeit zu betrachten ist.“

Als Zeichen für diesen menschlichen Aspekt hatten die beiden Krankenhausseelsorger, die evangelische Pfarrerin Kathrin Naechster und Pater Hermann Joseph Schwerbrock, einen würdevollen Wortgottesdienst gestaltet, der von Andreas Blechmann an der Orgel meisterhaft begleitet wurde. Während Naechster das Thema Vertrauen im sechsten Kapitel des Markus-Evangeliums hervorhob, sprach Pater Hermann Joseph vom Propheten Elias, der sich vor seinen Verfolgern in einer Höhle versteckte. „Herauszukommen aus der Höhle ist die Aufforderung, zur Sprache und damit zur Welt zu kommen“, zog der Pater die Parallele zum Erblicken des Lichtes der Welt. Der Künstler Claus Hipp jedenfalls, so beteuerte dieser in seiner kleinen Rede am Ende der Feier, fühlte sich mit seinem Entwurf von den beiden Geistlichen sehr verstanden.

Zum Gruppenbild im Kreißsaal vor dem neuen Fenster kam dann auch die Künstlerin Brigitte Rühland aus Oelde dazu. Sie hat der Abteilung die Bronzestatue „Stehendes Kind“ und eine Fotografie mit dem Titel „Rub al-Khali“ (Das leere Viertel) als Leihgabe zur Verfügung gestellt. Das Glasbild „Die Ruhe vor dem Sturm“ wurde realisiert durch die Gustav-van-Treek-Werkstätten für Glasmalerei in München. Deren Vertreterin Raphaela Klein hatte Claus Hipp am Donnerstag aus Bayern nach Ahlen begleitet.

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