Verkehrsberuhigung Kleibrink
Anwohner schlagen Sperr-Alternative vor

Ahlen -

Eine Probesperrung auf der Kleibrinkstiege am Abzweig zur Paul-Gerhard-Straße bringt‘s nicht, finden die Anwohner. Sie schlugen Ratsmitglied Matthias Harman eine andere Lösung vor.

Mittwoch, 02.10.2019, 16:32 Uhr aktualisiert: 07.10.2019, 11:27 Uhr
Eine andere Lösung soll her: Peter Schoblick, Reinhard Schulz, Mechthild Niesmann, Matthias Harman, Gregor Niesmann, Philip Terbrack und Burghard Hoffmann.
Eine andere Lösung soll her: Peter Schoblick, Reinhard Schulz, Mechthild Niesmann, Matthias Harman, Gregor Niesmann, Philip Terbrack und Burghard Hoffmann. Foto: Ralf Steinhorst

Bei den Kleibrink-Anwohnern zwischen Beckumer Straße und Kleibrinkstiege herrscht beim Thema Verkehrsberuhigung in ihrer Straße Unzufriedenheit. Eine Probesperrung auf der Kleibrinkstiege am Abzweig zur Paul-Gerhard-Straße halten sie nur für eine Verlagerung des Problems. Wie eine alternative Lösung aussehen könnte, erklärten sie am Mittwochmorgen Matthias Harman , Ratsmitglied und Vorsitzender der CDU-Ortsunion Süd-Ost, in einem Gespräch vor Ort.

Im Kern geht es um den Durchgangsverkehr, der aus und in Richtung Süden und Dolberg über den Kleibrink und die Kleibrinkstiege läuft, um Ampeln und Staus auf der Emanuel-von-Ketteler-Straße zu umgehen. „Viele fahren über den Thurn-und-Taxis-Ring“, erklärte Anwohner Burghard Hoffmann . Wie sich die geplante Sperrung auswirkt, können die Anwohner heute schon sehen. Denn an gleicher Stelle ist die Straße zurzeit wegen einer Baustelle gesperrt, seitdem fließt der Verkehr über ihren Bereich ab. Und der ist wegen parkender Autos schon eng genug.

Wir fühlen uns übergangen.

Burghard Hoffmann

Die Stadtverwaltung will die Probesperrung auf Wunsch der Anwohner der Kleibrinkstiege zunächst für drei Monate einrichten. Die Anwohner befürchten aber, dass mit Eröffnung des neuen Herbert-Wolff-Seniorenzentrums an der Paul-Gerhardt-Kirche Parkprobleme entstehen. „Wir fühlen uns übergangen“, stellte Burghard Hoffmann fest, dass die Kleibrink-Anwohner nicht gefragt worden seien. Was Matthias Harman nachvollziehen konnte: „Das war vielleicht falsch.“ Die CDU habe sich damals angeschaut, wie eine Verkehrsberuhigung aussehen könne und die angedachte Probesperrung unterstützt. Über einen Prüfauftrag an die Stadt war sogar eine Verkehrszählung vorgenommen worden, die eine Stoßzeit von 16 bis 17 Uhr mit 103 Fahrzeugen ergab.

Die Ecke Kleibrink / Thurn-und-Taxis-Ring wäre für die Anwohner der ideale Ort für die Sperre.

Die Ecke Kleibrink / Thurn-und-Taxis-Ring wäre für die Anwohner der ideale Ort für die Sperre. Foto: Ralf Steinhorst

Die Anwohner beschwerten sich aber nicht nur, sondern trugen auch ihre Lösung vor: eine Sperre im Kreuzungsbereich Kleibrink / Turn-und-Taxis-Ring. „Damit würden der Alte Postweg und der Thurn-und-Taxis-Ring entlastet“, war sich Burghard Hoffmann mit seinen Mitstreitern sicher. Für die über den Kleibrink führende Buslinie C 4 müsste dann allerdings eine neue Route gefunden werden, am Kleibrink brauche laut der Anwohner die Linie ohnehin niemand. Der Bus sei fast immer leer und müsse sich dort durch die enge Straße quälen. „Ich nehme ihre Anregungen mit“, versprach Matthias Harman, diese in die politische Entscheidungsfindung einzubringen.

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